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Genf 2019: Citroën präsentiert Ami One Concept

Der 425 Kilogramm leichte Zweisitzer-Zwerg wurde als emissionsfreie Alternative zu öffentlichen Verkehrsmitteln, Zweirädern oder Scootern entwickelt.

Absolut konsequnet durchdacht: Das Ami One Concept. | Foto: Citroën
Absolut konsequnet durchdacht: Das Ami One Concept. | Foto: Citroën
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Gregor Soller

Citroën feiert 100. Geburtstag und brachte zuletzt lustige, aber nicht unbedingt innovative oder futuristische Neuheiten wie den C3 und C5 Aircross. Deshalb stellt man jetzt in Genf wieder mal ein Statement aus, das in der Praktikabilität an Ente oder Fiat Panda erinnert und extrem konsequent ausgelegt wurde. Den symmetrisch gestalteten Zweisitzer Ami One Concept, der je nach Gesetzgebung des jeweiligen Landes von jedem, der mindestens 16 Jahre alt ist, gesteuert werden kann; dazu gibt es eine App für den Zugang zu verschiedensten Carsharing- oder Mietangeboten.

Das Concept Car wurde als Alternative zum öffentlichen Nahverkehr (Bus, Straßenbahn, U-Bahn) und zu Zweirädern (Fahrrad, Scooter, Roller) entwickelt. Auch das Kundenerlebnis soll neu inszeniert werden: Zunächst erfolgt online die Vorstellung des Produkts, dann die Vereinbarung einer Probefahrt. Anschließend können alle Services konfiguriert werden, bevor dann die Bestellung erfolgt und das Fahrzeug ausgeliefert wird. Der Kunde wählt die Laufzeit aus, die zu seinem Bedarf passt. Über die mobile App kann der Kunde jederzeit die Fahrzeugparameter steuern und seine Fahrten planen. Die App bietet den Zugang zur urbanen Mobilität für eine Mindestdauer von fünf Minuten, die jederzeit auf einige Stunden erweitert werden kann. Hierfür geht der Kunde keine langfristigen Verpflichtungen ein und zahlt einen Preis, in dem alles inklusiv ist. Die verschiedenen Lösungen für Carsharing oder Vermietung können je nach Bedarf personalisiert werden, ganz gleich, ob der Kunde ein Fahrzeug für fünf Minuten, fünf Stunden oder fünf Tage benötigt. Langzeitmieten über fünf Monate oder fünf Jahre sind ebenfalls möglich. Auf eigens in den Innenstädten eingerichteten „Ami One Counters“ werden die Kunden über das Concept, die möglichen Mietlaufzeiten von fünf Minuten bis zu fünf Jahren und Probefahrten informiert. Die digitalen Verkaufsstellen können auch an weiteren Orten wie zum Beispiel in Einkaufszentren eröffnet werden.

Steht das Ami One Concept vor der Tür, wird über die mobile App der Dialog mit dem Kunden fortgesetzt. Dieser kann die Parameter jederzeit über die Bordinstrumente oder auch sein Smartphone steuern. Er erhält Zugang zu seinen persönlichen Bordinformationen (Verbrauch, Ladezustand) und zu den vernetzten Diensten „Free2Move Services“, die ihm helfen, sich sorgenfrei in der Stadt fortzubewegen (Suche nach einem Parkplatz, Ortung per GPS, etc.). Die App kann über Sprachsteuerung bedient werden. Sie greift vor allem auf das Serviceportal Free2Move zurück. Dienste wie die Ortung per GPS, die Suche nach einem Parkplatz, elektronische Zahlungen usw. erleichtern den Alltag. Zwei Apps wurden speziell für Elektrofahrzeuge entwickelt: „Charging Pass“ sucht die Ladestationen aus, die mit dem Fahrzeug kompatibel sind. Um dem Kunden die Auswahl zu erleichtern, trifft Free2Move Services eine Vorauswahl. Hierfür werden drei Kriterien berücksichtigt: Entfernung, Ladegeschwindigkeit und Ladekosten. Die Anzeige der Liste gehört zu den Standardeinstellungen. Der Fahrer kann zudem eine Karte mit den verfügbaren Ladesäulen abrufen. Die Suche kann er selbst initiieren oder sie entsteht dadurch, dass die Reserve-Reichweite erreicht wurde. Der Nutzer wählt über sein Smartphone eine Ladestation aus und lässt sich beispielsweise über die Navigation Waze oder Google Maps dorthin führen.

Als Ergänzung zu „Charging Pass“ zeigt „Trip Planner“ dem Fahrer die beste Strecke an. Dabei berücksichtigt die App die verbleibende Reichweite, die Fahrweise, die Ladestationen auf der Strecke und die Ladezeit. Zudem wird die Reisedauer angezeigt.

Mit seiner emissionsfreien Reichweite von 100 Kilometern und einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h ist das Ami One Concept allerdings klar für die Innenstadt konzipiert. Die Lithium-Ionen-Batterie, die im Fahrzeugboden untergebracht ist, kann leicht über ein Kabel an einer herkömmlichen Steckdose sowie an einer öffentlichen Ladestation oder Wallbox vollständig geladen werden. Im Idealfall binnen zwei Stunden.

Typisch französisch: Die Klangsignatur, die mit der Agentur Start-Rec komponiert wurde. Der Klang im Leerlauf spiegelt den Charakter des Ami One Concept wider. Hierfür verwenden die Designer natürliche Musik sowie männliche und weibliche Stimmen, um einen digitalen Roboter-Klang zu vermeiden. Die Klangsignatur − bestehend aus einer Folge von Noten, die sich je nach Fahrzeuggeschwindigkeit ändert − erfüllt die europäischen gesetzlichen Bestimmungen, die seit dem 1. Januar 2019 in Kraft sind.

Der Zugang erfolgt mittels Smartphone: Um das Ami One Concept zu öffnen und zu schließen, hält der Fahrer sein Smartphone über den QR-Code, der sich auf dem Aluminium-Sockel der Türgriffe befindet. Im Innenraum stellt er sein Smartphone in die dafür vorgesehene Induktions-Ladestation. Das Smartphone verbindet sich und der Fahrer kann mit seinem Fahrzeug kommunizieren. Je nach ausgewählter Applikation werden Informationen in das Blickfeld des Fahrers projiziert, ganz wie ein Head-up-Display. Die Mensch-Maschine-Schnittstelle arbeitet wie ein persönlicher Assistent und fördert die Interaktion. Hierfür sind zwei Knöpfe am Lenkrad angebracht: Über die Sprachsteuerung kann der Fahrer mit dem Assistenten kommunizieren; über das Drop-Down-Menü kann er von einer Applikation in die nächste wechseln.  Das bedienungsfreundliche, schlichte 5-Zoll-Kombiinstrument liefert nur die wichtigsten Informationen, darunter Geschwindigkeit und Blinker. Das grafische Design mit farblichen Akzenten („Uhrwerk Orange“ und „Out of the Blue“) harmoniert mit den Bezügen. Auf der rechten Seite der „Cockpit-Insel“ umfasst ein Zylinder den Startknopf, den Warnblinker, den Wählhebel des Automatikgetriebes und einen Bluetooth-Lautsprecher mit Lautstärkeregelung.

Aber auch an eine einfache und umweltschonende Produktion mit vielen Gleichteilen wurde gedacht. Dazu gehören symmetrische Karosserieteile; Identische Türen links und rechts mit unterschiedlicher Öffnungsrichtung: gegenläufig öffnende Tür auf der Fahrerseite für einen leichteren Einstieg, klassische Öffnung auf der Beifahrerseite für mehr Sicherheit;

Gemeinsame Elemente mit umgekehrtem Einbau für die Frontpartie und das Heck: im unteren Bereich vorne und im oberen Bereich hinten, identische Stoßfänger vorne wie hinten (teilweise versteckt vorne und sichtbar hinten wegen der Halterung für das Nummernschild);

Identische Kotflügel. Innen wurde die Anzahl an Materialien und Designvarianten auf das Notwendige reduziert. Das Ami One Concept ist als offene Variante erhältlich. Das Stoffdach in Anthrazitgrau mit manueller Öffnung ist leicht zu bedienen, es öffnet sich mit einem Handgriff. Zum Schließen stehen ein blauer Spanngurt und ein Druckknopf bereit.

Passend zur „Cockpit-Insel“ auf der Fahrerseite haben die Designer ein einzigartiges Ablagefach auf der Beifahrerseite entworfen, das genug Platz für zwei Handgepäckstücke bietet: einen Koffer und eine Handtasche. Ist der Fahrersitz nach vorn geklappt, kann noch zusätzliches Gepäck hinten verstaut werden. Dort befindet sich auch eine Safety-Box mit gelber Weste und Warndreieck. Die Designer haben das klare, leuchtende Innenraumambiente hervorgehoben.

Mehr zum Ami One hier »

Was bedeutet das?

Danke PSA! Endlich mal wieder ein smartes Basic-Konzept, dass „Ewigkeitscharakter“ hat und – typisch Citroën – viele innovative Ideen aufweist. Bitte jetzt nicht wieder kneifen, sondern bauen und in den Städten installieren!

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