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Genf 2018: Škoda Vision X mit ganz neuen Ideen

Je einer fehlte noch: Während Seat sein SUV-Programm nach oben abrundet, zeigt Škoda in Genf, wie man das SUV-Portfolio nach unten erweitern wird.

Auch Škoda setzt jetzt auf zweigeteilte Leuchteinheiten wie Hyundai oder Citroen. | Foto: Škoda Auto
Auch Škoda setzt jetzt auf zweigeteilte Leuchteinheiten wie Hyundai oder Citroen. | Foto: Škoda Auto
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Gregor Soller

Klar –auch das kompakteste Škoda SUV soll wieder die für die Tschechen typischen kristallinen Designakzente setzen, die von der traditionellen böhmischen Glashandwerkskunst inspiriert sind. Viel spannender ist aber das Hybrid-Antriebskonzept, das einen CNG (Compressed Natural Gas) betriebenen Vierzylinder-Turbomotor mit einem Elektroantrieb kombiniert und soll damit niedrige Verbrauchs- und vor allem Emissionswerte ermöglichen. Der Elektromotor an der Hinterachse kann auf kurzen Strecken allein für Vortrieb sorgen und übernimmt dazu eine unterstützende Boost-Funktion beim Anfahren. Auf die Straße oder auch auf unbefestigtes Terrain gelangt die Kraft also über die Vorderräder, die Hinterräder oder bei Bedarf über alle vier Räder. Im Alltagsverkehr soll das Hybridsystem auf einen nach EU-Testzyklus (NEFZ) ermittelten kombinierten CO2-Emissionswert von 89 Gramm pro Kilometer. Als Verbrennungsmotor dient der 1,5 Liter große G-TEC-Antrieb mit vier Zylindern und Turboaufladung, der speziell für die Nutzung von CNG (komprimiertes Erdgas) entwickelt wurde. Er wurde aus dem neuen TFSI-Konzernvierzylinder entwickelt.

Der CNG-Antrieb erzeugt eine Höchstleistung von 96 kW (130 PS) sowie ein maximales Drehmoment von 200 Nm. Ein CNG-Tank befindet sich unter dem Rücksitz, der zweite hinter der Hinterachse. Die Kapazität des kompakten Energiespeichers für den Elektromotor soll reichen, um die Konzeptstudie auf einer Strecke von bis zu zwei Kilometern rein elektrisch zu fahren. Der Elektromotor bezieht seine Energie aus einem 48-Volt-Lithium-Ionen-Batteriesystem. Dank Rekuperation lädt sich die Lithium-Ionen-Batterie während der Fahrt auf: Beim Bremsen und Segeln wandelt die Studie kinetische in elektrische Energie um und nutzt diese Energie später zum Fahren. Wie für Elektromotoren typisch steht das maximale Drehmoment von 70 Nm direkt beim Start zur Verfügung. Im Alltags soll die intelligente Betriebssteuerung des Hybridsystems für ein möglichst effizientes Zusammenwirken zwischen dem Verbrennungs- und dem Elektromotor. Die Reichweite soll auch dank eines zusätzlichen Benzinreservetanks bis zu 650 Kilometer betragen. Die Systemleistung der beiden Antriebseinheiten ermöglicht eine Beschleunigung von null auf 100 km/h in 9,3 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 200 km/h.

Die Maße entsprechen in etwa denen des Seat Arona, heißt: 4.255 Millimeter in der Länge, 1.807 Millimeter in der Breite und 1.537 Millimeter in der Höhe – der Radstand beträgt 2.645 Millimeter und der Kofferraum hat ein Volumen von 380 Litern.

Neu sind digitale Dienste wie Smart Parking, HoppyGo, TwoGo oder CareDriver. Diese Techniken leiten den Fahrer zu freien Parkplätzen, bieten das Fahrzeug zur Miete an, wenn es nicht gebraucht wird, bieten Mitfahrgelegenheiten an oder sorgen beispielsweise dafür, dass Kinder aus dem Kindergarten abgeholt werden, wenn man es einmal nicht rechtzeitig schafft. Eher studienspezifisch: Der Gepäckraum weist spezielle Verankerungssysteme auf, an denen zwei elektrisch angetriebene Skateboards befestigt sind. Ebenso sicher an Bord verstaut sind zwei Helme und eine Kameradrohne. In die Rückenlehnen der Sportsitze für Fahrer und Beifahrer sind außerdem herausnehmbare Protektoren integriert, die den Halswirbel- und Rückenbereich des Skateboard-Fahrers schützen. In der Mittelkonsole befinden sich zwei integrierte Sportflaschen.

Was bedeutet das?

Mit der Škoda Vision X bieten die Tschechen nicht nur einen Ausblick auf das neue Kompakt-SUV, sondern auch zahlreiche neue Detailideen, von denen hoffentlich viele den Weg in die Serie finden.

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