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Genf 2018: Renault präsentiert autonomes Elektrotaxi EZ-GO

Der EZ-GO ist der erste Vertreter einer Familie von Konzeptstudien, die Renault im Verlauf des Jahres 2018 vorstellen wird.

Der EZ-GO wird über eine Rampe bestiegen und verlassen. | Foto: Renault
Der EZ-GO wird über eine Rampe bestiegen und verlassen. | Foto: Renault
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Gregor Soller

Der EZ-GO könnte Renaults Antwort auf den SEDRIC des Volkswagen-Konzerns sein. Das voll automatisierte Robo-Taxi präsentiert gleichzeitig ein umfassendes Servicekonzept: Nutzer können den City-Shuttle per Smartphone-App direkt zu sich nach Hause, an den Arbeitsplatz und zum Hotel rufen oder an festen Stationen in der Innenstadt zusteigen. Der EZ-GO steht dafür 24 Stunden am Tag und 7 Tage in der Woche zur Verfügung und stellt eine sinnvolle Ergänzung zum Privatfahrzeug und zu öffentlichen Verkehrsmitteln dar. Er kombiniert den Komfort der individuellen Mobilität mit der Effizienz und Sicherheit des Personentransports durch U-Bahnen, Nahverkehrszüge und Stadtbusse. Als Shared-Mobility-Lösung stellt er für die Kunden eine preisgünstige Möglichkeit dar, stressfrei von Tür zu Tür oder zu einer festen Haltestation in der City zu gelangen. Zusätzlich zur entspannten Fahrt gewinnen die Kunden im EZ-GO wertvolle Zeit, die sie beispielsweise zum Arbeiten oder Lesen nutzen können.

Der EZ-GO erfüllt alle Anforderungen für die vierte von fünf Stufen des autonomen Fahrens. Dieser sogenannte „Mind-off”-Level erlaubt das voll automatisierte Fahren auf hierfür zugelassenen Straßen wie Autobahnen oder Schnellstraßen mit Mittelstreifen oder auch in der City. Das Fahrzeug beschleunigt, bremst und steuert selbstständig, wechselt die Spur und überwacht permanent das Fahrumfeld. Im Falle einer Verkehrsstörung oder anderer unvorhergesehener Vorfälle in seinem unmittelbaren Vorfeld ist der EZ-GO außerdem in der Lage, rechtzeitig zu bremsen und in einer sicheren Position zum Stehen zu kommen. Die Höchstgeschwindigkeit des Renault Robo-Taxis ist auf 50 km/h begrenzt. Mit seiner Lichtsignatur signalisiert es seiner Umgebung, wenn es im autonomen Modus unterwegs ist. Außerdem zeigt ein Lichtband an der Front Fußgängern an, wenn sie vor dem Fahrzeug sicher die Straße überqueren können. Ein ähnliches Lichtband findet sich auch am Heck. Da der EZ-GO nahezu geräuschlos unterwegs ist, haben ihn seine Entwickler zusätzlich mit einem akustischen Warnsignal ausgestattet.

Der Elektromotor befindet sich an der Hinterachse und treibt diese direkt an. Die flache Batterie des EZ-GO ist platzsparend unter dem Fußboden eingebaut. Das Aufladen des Stromspeichers erfolgt per Induktion, während das Fahrzeug an seiner Andockstation auf Fahrgäste wartet. Weiteres Merkmal ist das Fahrwerk mit mitlenkenden Hinterrädern. Dies ermöglicht maximale Agilität im Innenstadtverkehr. Damit das im Stand für einen komfortablen Ein- und Ausstieg tief liegende Citymobil problemlos Hindernisse wie Schwellen zur Geschwindigkeitsbegrenzung überqueren kann, verfügt es über eine aktive Aufhängung. Diese hebt den Aufbau um mehrere Zentimeter an, sobald sich der EZ-GO in Bewegung setzt. Elegant: Sämtliche Kameras, Radar-, Lidar- und Ultraschallsensoren, die für das automatisierte Fahren erforderlich sind, sind in einer flachen Antenne oberhalb der charakteristischen Dachfinne am Heck des Fahrzeugs untergebracht. Sie entsprechen weitgehend den Sensoren, die auch ein autonom fahrender Personenwagen benötigt, einige von ihnen sind jedoch maßgeschneidert für die City, wo ein breiteres Sichtfeld um das Fahrzeug vonnöten ist als auf der Autobahn.

Was bedeutet das?

Renault nutzt Genf einmal mehr für eine optisch starke Ansage. Man darf gespannt sein, was davon in die Serie übertragen wird

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