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Genf 2018: LVCHI Auto startet mit Elektro-Sportlimousine durch

Eine chinesisch-italienische Kooperation stellt eine aufregende vollelektrisch angetriebene Sportlimousine mit Carbon-Chassis vor - und will 2019 damit in Produktion gehen. City-Car und SUV sollen folgen.

Blickfang: Die LVCHI Venere nimmt optische Anleihen bei Porsche, Ferrari & Co - und beschleunigt mindestens so rasant. | Foto: J. Reichel
Blickfang: Die LVCHI Venere nimmt optische Anleihen bei Porsche, Ferrari & Co - und beschleunigt mindestens so rasant. | Foto: J. Reichel
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Johannes Reichel

Das chinesische Automobil-Start-Up LVCHI hat in Genf eine vollelektrisch angetriebene, viersitzige Sportlimousine vorgestellt, die bereits 2019 in Serie gehen soll. Die Firma aus Shanghai entwickelte das Fahrzeug mit dem Namen "Venere" seit Juli 2017 gemeinsam mit dem I.DE.A Institute, einem etabliertem Design- und Engineering-Unternehmen aus dem Piemont, das schon für zahlreiche Autohersteller tätig war. Das Fahrzeug besteht aus einem Integral-Carbon-Chassis inklusive tragender Dachpartie, in das ein Lithium-Ionen-Akku mit 100 kWh Kapazität eingefügt ist. Auch der MItteltunnel wird dabei für die Aufnahme von Batterien genutzt. Für Antrieb in der viertürigen 5,15-Meter-Limousine sorgen vier Elektromotoren mit je 185 kW Leistung (gesamt 740 kW), die zugleich die Funktion eines Allradantriebs übernehmen, um 1.540 Nm Drehmoment situationsangepasst an die Räder zu verteilen. Der Sportwagen soll in lediglich 2,5 Sekunden auf 100 km/h spurten und maximal 286 km/h schnell sein. Im Falle der Ausnutzung dieser Reserven dürfte die angegebene Reichweite von 652 Kilometern im alten NEFZ-Zyklus allerdings Utopie sein.

Im Innenraum dominiert handverarbeitetes Leder und eine breite Touch-Screen-Konsole im Mitteltunnel. Statt Außenspiegeln kommen Kameras zum Einsatz, die ihr Bild auf kleine Screens in den Ecken des Armaturenbretts übertragen. Der Prototyp am Stand des Herstellers war bereits ein fahrfertiges Modell, für 2019 soll in Turin die Produktion anlaufen. Darüber hinaus hat der Hersteller bereits ein City-Car für den urbanen Einsatz sowie ein SUV und ein MPV-Fahrzeug angekündigt. Ein "High-Performance-Sedan" namens Urano war bereits im Januar in Shanghai vorgestellt worden.

Was bedeutet das?

Wow, diese "Venus" ist wahrlich göttlich, kaum ein Messebesucher kann sich ihrer optischen Wirkung entziehen. Italienisches Design und Turiner Enineering gepaart mit chinesischer Finanz- und Entwicklungskraft, diese Mischung scheint zu passen. Dass der LVCHI Venere in nicht mal einem Jahr von der Skizze zum fahrfertigen Prototypen entstand, zeigt einmal mehr, wie sich die Autozeiten geändert haben und die Vorzeichen mit der Elektromobilität wechseln. Auf einmal haben auch kleine Anbieter eine Chance. Bei aller Euphorie über einen solchen Boliden, noch gespannter sind wir auf das angekündigte City-Car aus der Feder der piemontesischen Designer. Stadtwagen können sie mindestens so gut wie Sportwagen - einer der letzten Aufträge: Der Tata Nano.

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