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Genf 2018: Hyundai Konzeptfahrzeug „Le Fil Rouge“ weist in die Zukunft

Hyundai legt weiter nach und kündigt nach Kona Electric und Nexo den Santa Fe als Hybrid an. Zudem spielt man die Designkarte aus und zeigt mit der Studie „Le Fil Rouge“ Details der künftigen Formensprache.

Schneidiger Auftritt: Der Nexo und Kona Electric war den hungrigen Koreanern immer noch nicht genug. Sie schoben eine weitere Studie auf die Bühne. | Foto: J. Reichel
Schneidiger Auftritt: Der Nexo und Kona Electric war den hungrigen Koreanern immer noch nicht genug. Sie schoben eine weitere Studie auf die Bühne. | Foto: J. Reichel
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Redaktion (allg.)

"Wir erleben einen Sturm der Transformation - und wir geben Ihnen heute einige Antworten, wie Hyundai dem begegnet", das war die Ansage des neuen Hyundai-Produkt- und Marketingchef Andreas-Christoph Hofmann, frisch von BMW gekommen, bei der dicht umlagerten Pressekonferenz am Stand in Genf. Nicht genug, dass neben dem Brennstoffzellenfaharzeug Nexo auch bereits der Kona Electric stand und der beliebte SUV Santa Fe bald als Hybrid, sowie als Plug-in-Hybrid kommen soll, stellte man weitere elektrifizierte Modelle in Aussicht. Bis 2021, so verkündete der Produktchef, sollen 60 Prozent aller Fahrzeuge der Marke mit einem elektrischen Antrieb oder elektrischer Unterstützung fahren. Das ist die strategische Leitschnur der ambitionierten Koreaner.

Den „roten Faden“ seines Designs enthüllte Hyundai in Genf mit dem Konzept „Le Fil Rouge“ (zu Deutsch: Der rote Faden), ein Sinnbild für Hyundais Überzeugung, dass Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Marke miteinander verbunden sind. Dabei geht es hier eniger um den Antrieb, der vom Verbrenner über Elektro bis zur Brennstoffzelle reichen könnte, als vielmehr um Aussagen zum Design – das bisher noch nicht zentral im Fokus der Marke stand.

Das Konzeptfahrzeug soll also die neue optische Richtung des Unternehmens ankündigen, die unter dem Motto „Sensuous Sportiness" steht. Damit möchte Hyundai den Grundstein für das zukünftige Produktdesign legen. Ein Design, das eine Harmonisierung von vier Gestaltungselementen erreichen will: Proportion, Architektur, Styling und Technologie. Proportionale Einzigartigkeit wird durch einen langen Radstand, große Räder und kurze Überhänge erreicht. Die vordere und hintere Säule sowie das Dach fügen sich nahtlos in die übergreifende Silhouette des Fahrzeugs ein – als ob es mit einer einzigen Linie gezeichnet wäre. Dieser Ansatz namens „Light Architecture“ erzeugt einen dynamischen Look und einen Vorwärts-Bewegungseffekt für das Fahrzeug.

Die Innenraumgestaltung unterscheidet zwischen den Bedürfnissen des Fahrers und der Passagiere. Der Beifahrersitz maximiert den Komfort auch auf Langstreckenfahrten, während der ergonomisch optimierte Fahrersitz für mehr Fahrspaß sorgt. Ein weiteres Z iel des Design-Teams um Luc Donckerwolke, Executive Vice President und Leiter des Hyundai Design Centers, war es, ein Fahrzeug zu schaffen, das aus der Ferne sofort als Hyundai erkennbar ist: Das unverwechselbare Ambiente des Konzepts wird durch eine breite, mehrschichtige Fronthaube in Kombination mit einem weiter verbesserten Kaskaden-Kühlergrill erkennbar.
 

Um einen tieferen Einblick in die Zukunft der vernetzten Fahrzeugtechnologie bei Hyundai Motor zu geben, stellt das Unternehmen sein Intelligent Personal Cockpit (IoT) vor. Es zeigt die Verbindung zwischen künstlicher Intelligenz, dem Internet der Dinge und der Stresslevel-Erkennung beim Fahrer. Das Cockpit bietet eine Vielzahl neuer Sprachsteuerungsfunktionen, einschließlich Car-to-Home. Durch die Verknüpfung der In-Car-Technologie mit der Wohnung des Kunden ist es möglich, Haushaltsgeräte mit Sprachbefehlen vom Fahrzeug aus zu Hause zu steuern. Darüber hinaus enthält das Cockpit Hyundai Wellness Care, das mit Sensoren im Sitz und im Lenkrad den Stresspegel des Fahrers erfasst. Das System beruhigt den Fahrer mit sanfter Musik und dimmt das Kabinenlicht, wenn Stresssituationen auftreten.

Was bedeutet das?

In Genf blickt Hyundai sehr weit nach vorn. Man darf gespannt sein, was von dem neuen „roten Faden“ und dem IoT in die Serie einfließen wird. Und die Elektrifizierung schreitet in Sieben-Meilenstiefeln voran. Was für eine Ansage vom neuen Produktchef Hofmann, mit Thomas Schmera im Motorsportbereich ein weiterer Ex-BMW-Mann, der bei den Koreanern eine Top-Stelle besetzt.
 

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