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Genf 2018: Aston Martin zeigt Lagonda Vision Concept

Aston Martin plant die Wiederauferstehung von Lagonda mit emissionsfreien Luxus-Fahrzeugen. Die Produktion soll 2021 starten.

Weit öffnende Türen kennzeichnen das Konzept. Sie sollen den Einstieg erleichtern. | Foto: Aston Martin
Weit öffnende Türen kennzeichnen das Konzept. Sie sollen den Einstieg erleichtern. | Foto: Aston Martin
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Gregor Soller

Langsam findet Aston Martin wieder Gefallen an Lagonda und möchte den Namen jetzt als Null-Emission-Luxusmarke verankern. Umgesetzt wird das in höchst eleganter und luxuriöser Limousinenform, die das Elektro-Package bestmöglich nutzt, sprich: Auf üppigen Außenabmessungen einen geradezu verschwenderischen Innenraum bietet. Der Limousine, sollen bald ein Coupe und ein SUV-Konzept zur Seite gestellt werden.

Aston Martin EVP und Chief Creative Officer, Marek Reichman freut sich über den gewonnenen Raum: Die Batterien sitzen im Boden und „der ganze Raum darüber gehört uns“. Die Riechweite gibt man mit reellen 400 Meilen, das wären gut 650 Kilometer an, geladen werden soll auch induktiv. Entsprechend kann man auf viel weniger Außenraum großzügige Innenräume schaffen. Und den geradezu verschwenderischen Luxus, mit dem man gegen Bentley und Rolls Royce antreten möchte, verargumentiert man mit den –relativ gesehen- dezenten Abmessungen: „Lagonda hat keine Notwendigkeit, riesige Mengen an Raum zu besetzen oder zu protzen“, erklärt Reichman.

Entsprechend wurde auch das Lagonda Vision Konzept wurde von innen nach außen entworfen, mit dem Vorteil, keinen riesigen Verbrennungsmotor samt Getriebe und Nebenaggregaten verbauen zu müssen. So konnten die Designer den Innenraum bis ins kleinste Detail optimieren und dann das äußere des Autos um ihn herum aufbauen. Entsprechend kommt die Limousine auch ohne große Haube aus. Um den Zustieg zu erleichtern, wurden alle Türen bis ins Dach hinein gezogen, so dass die Insassen das Auto so leicht wie möglich entern und verlassen können.

Im Inneren sollen sich Tradition und Moderne verbinden: Dazu nutzte man auch die Fertigkeiten des englischen Kunsthandwerkers David Snowdon, der Tradition und Moderne verbinden kann, was auch durch ungewöhnliche Materialkombinationen erreicht werden soll, sprich Kohlefaser und Keramik oder Seide und handgewebte Wolle. Neben der Zusammenarbeit mit David Snowdon, hat sich Reichman auch die Unterstützung von der Maßschneiderei Henry Poole hinzugeholt, die für Ihr Fachwissen bekannt ist.

Trotz aller Tradition ist das Lagonda Vision Concept bereits auf Stufe vier des autonomen Fahrens ausgelegt. Das Lenkrad kann nach links oder rechts verschoben werden oder komplett verschwinden. Der Vordersitz kann dann um 180 Grad gedreht werden. Dazu plant man den Zugang zu maßgeschneiderten Concierge-Dienstleistungen.

Was bedeutet das?

Aston Martin sieht die Elektrifizierung als Chance für eine umfassende Wiederbelebung der Marke Lagonda als wilde Alternative zu Bentley und Rolls Royce, hinter denen VW und BMW und damit hohe Stückzahlen stehen. Man darf gespannt sein, ob dieser kühne Plan aufgeht – vielleicht kann Aston-Martin-Partner AMG respektive Daimler ja ein bisschen Schützenhilfe leisten?

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