Geely plant große Elektrooffensive

Der Gewinn des chinesischen Autobauer Geely ist aufgrund der Corona-Einschränkungen eingebrochen. Nun will der Konzern nach einem Bericht des Handelsblattes den Absatz von Elektro- und Hybridfahrzeugen forcieren.

Für Geely ist die Zukunft elektrisch, vielleicht auch so Futuristisch wie das Konzeptfahrzeug Vision Starbust.| Foto: Geely
Für Geely ist die Zukunft elektrisch, vielleicht auch so Futuristisch wie das Konzeptfahrzeug Vision Starbust.| Foto: Geely
Thomas Kanzler

Geely will den Übergang zum Elektroantrieb angesichts der schwächelnden Nachfrage nach benzinbetriebenen Autos beschleunigen. Das Unternehmen teilte mit, das der Absatz von Fahrzeugen mit Elektro- oder Hybridantrieb im ersten Halbjahr um das Vierfache gestiegen sei, während die Verkäufe von Autos mit Verbrennungsmotor um 20 Prozent zurückgingen. Geely CEO Jerry Gan kündigte nun an, dass in der zweiten Jahreshälfte die Verkäufe von reinen Elektrofahrzeugen und Plug-in-Hybriden bereits mehr als 30 Prozent der monatlichen Verkäufe ausmachen sollen.

Zuvor hatten die Corona-Restriktionen in China den Gewinn des Autobauers einbrechen lassen. Das Ergebnis des 1986 gegründeten Unternehmens, das erst seit 2002 die eigene PKW-Fertigung aufgenommen hat, sank im ersten Halbjahr um ein Drittel auf umgerechnet 224 Millionen Euro. Auch der Autoabsatz sank insgesamt um neun Prozent und lag damit Geely zufolge unter den Erwartungen des Managements.

Auch die Lieferketten-Krise bereitete dem Konzern Probleme. Neben den Corona-Einschränkungen spielte dabei die anhaltende Chipknappheit eine Rolle. Der Umsatz stieg dagegen dank höherer Preise um 29 Prozent auf umgerechnet 8,4 Milliarden Euro.

Was bedeutet das?

Im Kampf gegen die Pandemie hatte die Regierung in Peking immer wieder harte Lockdowns verhängt und zeitweise auch die Wirtschaftsmetropole Shanghai lahmgelegt. Trotzdem hat sich Geely recht gut behauptet. Bis 2023 solle jedes zweite verkaufte Geely-Fahrzeug ein E-Auto sein.

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