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Geely könnte sich über den freien Markt bei Daimler einkaufen und testet Methanolflotte in Island.

Die Hongkonger Zeitung „The Standard“ berichtet unter Berufung auf den chinesischen Fernsehsender „China Central Television“, dass der chinesische Autohersteller Geely Automobile Holdings weiterhin plane, Anteile an Daimler zu erwerben.

In Island schloss Geely die erste Phase des Methanol-Tests ab, der den CO2-Ausstoß um bis zu 70 Prozent reduzieren soll. | Foto: Geely
In Island schloss Geely die erste Phase des Methanol-Tests ab, der den CO2-Ausstoß um bis zu 70 Prozent reduzieren soll. | Foto: Geely
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Gregor Soller

Geely bleibt weiter auf dem Gas: In Island unterstützte das Unternehmen den Aufbau einer Methanolanlage, um daraus umweltfreundliches Methanol als Kraftstoff zu gewinnen und die CO2-Bilanz zu verbessern. Dazu startete bereits vor 18 Monaten eine Tesdtflotte von sechs Geely Emgrand M100, die über einen 50-Liter-Methanol- und einen 10-Liter-Benzintank verfügen. Den CO2-Ausstoß dieser Modelle gibt Geely mit je 46g/km an. In der ersten Testphase legten die Emgrand M 100 rund 150.000 Testkilometer in Island zurück. Ómar Sigurbjörnsson, Director of Sales and Marketing von der beteiligten Carbon Recycling International (CRI) in Island, erklärte, dass sich der CO2-Ausstoß mit umweltfreundlich gewonnenem Methanol um bis zu 70 Prozent reduzieren lasse.

Aber auch in Sachen Elektrifizierung und dem damit verbundenen Interesse an Daimler lässt Geely nicht nach: Erst im November kamen Gerüchte auf, dass sich Geely auch an Daimler beteiligen will. Demnach planten die Chinesen, sich mit umgerechnet knapp 4,7 Milliarden Euro an Daimler zu beteiligen. Bisher haben das weder Daimler noch Geely bestätigt. Geely Auto ist an der Börse Hongkong notiert und ist eine Tochter der Zhejiang Geely Holding Group. Diese befindet sich in Privatbesitz. Nachdem Daimler die Beteiligung von Geely abgelehnt hatte, könnte Geely jetzt über den freien Markt gehen, um Daimler-Anteile zu erwerben.

Daimler kooperiert in China mit BYD und BAIC Motor. Erst im November 2017 gab man bekannt, dass das Joint-Venture weitere 757 Millionen Dollar in eine Elektrofahrzeugproduktion in China investieren will. Geely hat nach Berichten der China Automotive News auch Interesse an den Elektrifizierungsplänen und -techniken Daimlers.

Was bedeutet das?

E-Fuels sind auch in China Thema, auch wenn Methanol dort aus Kohle gewonnen wird. Außerdem plant man auch in Sachen Elektromobilität weiter. Und greift dafür auch zu den Mitteln des Kapitalismus: Der zu Ende gedacht bedeutet immer, dass die Größeren die Kleineren fressen. Im weltweiten Vergleich werden die deutschen Premiummarken stückzahlenseitig immer „kleiner“ werden, während Chinas Industrie allein schon wegen ihrem riesigen Heimatmarkt immer „größer“ wird. Insofern werden die Chinesen weiter um europäische Filetstücke werden, sich daran beteiligen oder sie gleich ganz kaufen.

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