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Gastbeitrag TIER: Wie Mikromobilität und ÖPNV sich ergänzen können

Mikromobilitätsdienste mit E-Scooter, E-Bikes und E-Moped können das Angebot des ÖPNV ergänzen, den Stadtverkehr entlasten und gleichzeitig eine nachhaltigere Fortbewegung fördern. Elsa Sophie Göritzer, Strategic Partnership Managerin bei TIER Mobility, zeigt, wie solche Angebote die Attraktivität des ÖPNV steigern können und wie man Pilotprojekte in Dortmund, Münster, Mülheim, Essen, Lyon (Frankreich) und Basel (Schweiz) umsetzte.

Kombi-Verkehr: Langstrecke mit der Tram, letzte Meile mit dem Scooter - TIER glaubt fest an einen positiven Beitrag von Mikromobilität zur Verkehrswende. | Foto: TIER
Kombi-Verkehr: Langstrecke mit der Tram, letzte Meile mit dem Scooter - TIER glaubt fest an einen positiven Beitrag von Mikromobilität zur Verkehrswende. | Foto: TIER
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Johannes Reichel

Wir befinden uns in der Mobilitätswende – weg vom Auto, hin zu nachhaltigen Mobilitätsangeboten, die möglichst kein CO2 ausstoßen sollen. Zu den größten Herausforderungen für Städte gehört es deshalb, Mobilitätsdienste anzubieten, die ein breites Spektrum von Bedürfnissen abdecken, aber gleichzeitig auch einfach zugänglich, nachhaltig und günstig sind. Klar ist: Die Mobilitätswende kann nur gelingen, wenn der öffentliche Nahverkehr geteilte Mikromobilitätslösungen wie E-Scooter, E-Bikes und E-Mopeds integriert oder einfach zugänglich macht. Bei der Gründung von TIER Mobility im Jahr 2019 waren wir uns darüber im Klaren, dass wir nur dann erfolgreich sein können, wenn wir eng mit den örtlichen Verkehrsbehörden zusammenarbeiten – und zwar idealerweise noch vor dem Start in den jeweiligen Städten. Denn nur so können wir sicherstellen, dass unser Angebot optimal auf die Bedürfnisse der Stadtbewohner zugeschnitten werden kann.

Pilotprojekt spart 6,6 Tonnen CO2 ein

Heute arbeiten wir europaweit bereits mit mehr als 50 öffentlichen Verkehrsanbietern zusammen. Wir konnten bereits erfolgreich Mobility-as-a-Service-Integrationen, Initiativen für kombinierte Fahrten und Fahrkarten, Marketing- und Bildungskampagnen, städtische Verkehrssicherheitsveranstaltungen und Forschungsprojekte durchführen. Unser jüngstes Pilotprojekt TIER Connect bündelt all diese Erkenntnisse, von denen die Städte einfach und schnell profitieren können. 2021 wurde das Konzept in Dortmund eingeführt, um weitere Anreize für einen nachhaltigeren Stadtverkehr anzubieten. Der Deal: Abonnenten erhalten die Freischaltgebühr von einem Euro pro Fahrt geschenkt, wenn sie einen unserer Scooter nutzen. In den ersten zehn Monaten des Pilotprojekts haben mehr als 2.000 Fahrgäste teilgenommen, was bei den über 40.000 Fahrten einer CO2-Einsparung von 6,6 Tonnen im Vergleich zu Fahrten mit dem Auto entspricht. Laut Stefan Ganslmayer, Leiter Kommunikation und Information bei den Dortmunder Stadtwerken (DSW21), konnte Dortmund durch den Einsatz das Systems die Beziehung zu seinen Kunden deutlich verbessern.

„DSW21 hat sich für die Partnerschaft mit TIER entschieden, um unser ÖPNV-Angebot mit zusätzlichen Fortbewegungsmitteln zu ergänzen und eine ganzheitliche Mobilitätslösung zu entwickeln, die auf die unterschiedlichen Bedürfnisse unserer Kunden zugeschnitten ist", erklärt Ganlsmayer.

Nach dem Erfolg des Pilotprojekts in Dortmund haben wir das Konzept auch in Münster, Mülheim und Essen in Deutschland, Lyon in Frankreich und Basel in der Schweiz in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Verkehrsbetrieben dieser Städte eingeführt: Stadtwerke Münster (SWMS), Ruhrbahn, Transports en commun lyonnais (TCL) und Tarifverbund Nordwestschweiz (TNW).

„Mit TIER Connect bieten wir unseren Kunden einen weiteren Baustein, um die eigene Mobilität so flexibel wie möglich zu gestalten. Der Verzicht auf die Freischaltgebühr während des Aktionszeitraums bot unseren Bestandskunden einen attraktiven Grund, die E-Scooter von TIER für die 'letzte Meile' auszuprobieren", zeigt sich Ute Jansen, Mobilitätsmanagerin bei der Ruhrbahn zufrieden.

Die Ruhrbahn ist ein gutes Beispiel dafür, wie ein öffentlicher Verkehrsanbieter sein Angebot mit anderen Mobilitätslösungen erfolgreich verknüpfen kann. Seit der Gründung der Ruhrbahn im Jahr 2017 hat das Unternehmen seine Angebote stetig erweitert, um Fahrgäste in Essen und Mülheim ein breites Spektrum an lokal verfügbaren Fortbewegungsmöglichkeiten zu bieten.

„Angesichts der dringend notwendigen Verkehrswende ist es im Interesse aller, nachhaltige Mobilitätsangebote zu bündeln. So können wir unseren Kunden und all jenen, die es werden wollen, eine attraktive Alternative zum eigenen Auto bieten", ergänzt Ute Jansen.

Mikromobilitätsangebote als Ergänzung des ÖPNV steigern deren Attraktivität

Wenn ÖPNV-Anbieter ihre Abonnements mit einem Rabatt auf Sharing-Angebote verknüpfen, erhöht das nicht nur die Attraktivität des Abonnements, sondern unterstützt auch nachhaltige Mobilitätsstrategien. Das belegt eine Nutzer-Umfrage, die von uns im November 2021 mit Nutzern in Lyon, Dortmund, Münster und Essen durchgeführt wurde. In dieser gaben 84 % der befragten TIER Connect-Nutzer an, dass dieses Angebot die Attraktivität der ÖPNV-Abonnements steigere.

"Unsere Kunden können, je nach ihren eigenen Bedürfnissen und Anforderungen, zwischen verschiedenen Mobilitätsangeboten wählen. Mit den E-Scootern von TIER bieten wir eine gute Ergänzung zu unseren bestehenden ÖPNV-Angeboten. Die komplementären Mobilitätsangebote erhöhen die Attraktivität unseres Abonnements", bestätigt auch Diese Erfahrungen bestätigt auch Stefan Ganslmayer.

Pilotprojekte in Münster, Basel und Lyon

Auch in Münster ist TIER Connect inzwischen Teil der städtischen Mobilitätsstrategie, um nachhaltige Fortbewegungsmöglichkeiten anzubieten, den CO2-Ausstoß zu verringern und die Abhängigkeit vom privaten Auto zu reduzieren. „Im Rahmen unserer neuen Mobilitätsstrategie 2030 haben wir beschlossen, unsere Abonnements mit neuen Mobilitätsangeboten zu verbinden, um den öffentlichen Nahverkehr attraktiver zu machen. Mit TIER haben wir einen zuverlässigen Partner gefunden, der die gleichen Nachhaltigkeitsziele verfolgt und bereit ist, an einer lokalen Lösung für unsere Stadt zu arbeiten", lobt Florian Petrina, Produktmanager Multimodale Mobilität bei den Stadtwerken Münster.

Nach den Erfolgen in Deutschland, entschieden sich auch Basel (Schweiz) und Lyon (Frankreich) dazu, TIER Connect in ihr Angebot zu integrieren. In Lyon zeigt sich dabei der gegenseitige Nutzen der Integration: Bereits die Hälfte der TIER Connect-Nutzungen beginnt oder endet in der Nähe von ÖPNV-Haltestellen. Damit wird deutlich, dass Fahrgäste für einen Teil ihrer Strecke oft Mikromobilitätsangebote nutzen.

„TIER trägt in idealer Weise zur Komplementarität bei und bietet ein Angebot für TCL-Abonnenten und Nutzer des TCL-Treueprogramms. Diese Partnerschaft passt ideal zu unserer Strategie, den Weg zur Arbeit oder in der Freizeit durch verschiedene Alternativen zum Auto zu ergänzen", befindet Frédéric Fournet vom Verkehrsanbieter TCL in Lyon.

Wenn man es richtig macht, kann Mikromobilität eine wichtige Rolle spielen

Die Pilotprojekte zeigen aus unserer Sicht, dass Mikromobilitätslösungen für die letzte Meile eine wichtige Rolle spielen können. E-Scooter, E-Bikes und E-Mopeds in Kombinationen mit öffentlichen Verkehrsmitteln haben das Potential, die Abhängigkeit vom privaten Auto zu verringern. Das Feedback der Partner und Kunden sowie quantitative Forschungsergebnisse bestätigen, dass TIER Connect eine echte Tür-zu-Tür-Lösung bietet, wenn es mit öffentlichen Verkehrsmitteln kombiniert wird und so die Attraktivität des ÖPNV steigert. Das belegen auch Zahlen der von in Auftrag gegebenen Umfrage: 86 % der Connect-Fahrer gaben an, dass sie die Intermodalität ihrer Fahrten, also den Umstieg auf andere Verkehrsmittel, durch die Lösung erhöht haben.

Das zeigt uns, dass es der richtige Weg ist, den ÖPNV mit Mikromobilitätslösungen wie E-Scooter, E-Mopdes und E-Bikes zu verknüpfen. Deshalb plant TIER sein Connect-Angebot auf weitere Städte auszudehnen und die Erkenntnisse aus den Pilotprojekten zu nutzen, um den Wandel hin zu einer nachhaltigeren Mobilität in den Städten voranzutreiben.

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