Fußballflotten unter Strom

Die Plattform Touremo hat sich durch die Bundesligatabellen gewühlt und die Fahrzeugflotten der Profis auf ihr Umstellungspotenzial untersucht

E-tron statt R8 und A7: Viele Fußballflotten stellen auf Elektromobilität um. | Foto: Audi
E-tron statt R8 und A7: Viele Fußballflotten stellen auf Elektromobilität um. | Foto: Audi
Gregor Soller

Vom grünen Rasen direkt ins „grüne“ Auto steigen mittlerweile die meisten Profikicker – auch wenn zu Hause in der Garage meist noch mehrere weniger grüne Verbrennerfreuen warten. Doch bei den Bundesligavereinen ist die Umstellung der Flotten in vollem Gang.

Das Online-Magazin Touremo befragte dazu die Proficlubs der 1. bis 3. Fußball-Bundesliga zur E-Mobilität und zum Einsatz von Ökostrom. Die Teilnahme von über 90 Prozent der Vereine belegt die große Relevanz des Themas.

Hintergrund: Erst kürzlich beschloss die Deutsche Fußball Liga (DFL), Nachhaltigkeit als Kriterium bei der Lizenzvergabe an Ihre Profivereine der 1. und 2. Bundesliga einzuführen. Auch häufen sich in letzter Zeit Meldungen über das Engagement der Clubs speziell in Klimaschutz-relevanten Bereichen wie der Mobilität und Energienutzung. Bis dato fehlte jedoch ein Gesamtüberblick über die entsprechenden Aktivitäten. Diese Informationslücke wurde nun durch eine Befragung der deutschen Proficlubs geschlossen. Die Datenerhebung erfolgte anhand von Online-Fragebögen, die an die Pressestellen der Vereine versandt wurden.

Die Resultate waren interessant: Über 70 Prozent setzen bereits elektrische PKW oder Transporter ein, die überwiegend von Mitarbeiterinnen und Funktionsträgern der Clubs genutzt werden. dabei stammt die Mehrzahl der Fahrzeuge erwartungsgemäß von deutschen Herstellern. Spannend auch, dass bei 40 Prozent der Vereine kommen auch elektrische Zweiräder wie E-Bikes, Scooter und Roller zum Einsatz kommen.

Auch die Ladeinfrastruktur wird mitgezogen: So wurde laut Touremo bei mehr als der Hälfte der Vereine bereits Ladeeinrichtungen – vornehmlich auf dem Vereinsgelände - installiert. Und immerhin über 80 Prozent der Fußballclubs nutzen Ökostrom. Zumeist wird dieser bei Energielieferanten zugekauft, teils aber auch auf den Stadiondächern produziert. Und der Ausbau geht weiter: Die meisten Vereine planen in naher Zukunft den Aufbau bzw. Ausbau der Ladeinfrastruktur und den vermehrten Einsatz von Elektrofahrzeugen.

Details ab 29.3.2022 unter https://www.touremo.de/fussball-unter-strom/

Was bedeutet das?

Auch im Profifußball wird im großen Stil umgestellt, wobei das zu erwarten war, denn hier geht es um Image und weniger um Finanzen: Entsprechend leicht tut man sich in diesem Segment mit dem „Umstieg“ – der manchen Profikickern privat durchaus schwerer fallen dürfte.

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