Fuhrparkverband: Bedeutung von Elektroautos wird steigen

Trotz Corona-Krise kündigen immer mehr Unternehmen an, ihre Fuhrparks zu elektrifizieren. Noch kommen teil- und vollelektrische Fahrzeuge in den meisten Firmenflotten nur auf einen geringen Anteil.

Viele Fuhrparks haben das Thema Elektrifizierung bereits ganz oben auf der Agenda. | Foto: G. Soller
Viele Fuhrparks haben das Thema Elektrifizierung bereits ganz oben auf der Agenda. | Foto: G. Soller
Gregor Soller

Der Verband der Fuhrparkmanager glaubt, dass elektrifizierte Fahrzeuge immer wichtiger werden und sich Anteile von Verbrennern und elektrifizierten Modellen in Flotten verschieben werden. So sagte der Geschäftsführer des Bundesverbandes Fuhrparkmanagement Axel Schäfer der Deutschen Presse-Agentur:

 „Das Thema alternative Antriebe ist in den Fuhrparks angekommen und wird auch ernsthaft verfolgt.“

Der Anteil alternativ angetriebener Modelle liegt laut einer Erhebung der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) aktuell bei gerade einmal vier Prozent – und damit genauso hoch wie vor einem Jahr. Laut Schäfer gebe es aber die „klare Tendenz, dass das Thema oben auf der Liste steht.“

Er traut sich auch zu, dafür einen Zeithorizont zu nennen:

„Ich glaube, dass wir in den nächsten ein, zwei Jahren eine deutliche Entwicklung sehen werden.“

Er schränkt allerdings auch ein, dass sich Flotten nicht von heute auf morgen umstellen ließen. Ob Elektroautos in den Fuhrparks den Durchbruch schaffen, sei interessanterweise, wie bei den privaten Käufern meist auch, eine psychologische Frage. So mangele es in vielen Fällen noch an Wissen, es gebe zudem weiter Skepsis hinsichtlich Themen wie der Handhabbarkeit oder Planbarkeit, wie Schäfer erklärt:

 „Man glaubt, eine Batterie muss immer voll sein.“

Zwar setzt sich zunehmend die Überzeugung durch, dass Elektroautos neben dem Klimafaktor dank den niedrigeren Betriebskosten auch finanzielle Vorteile bieten. Trotzdem sei der Diesel laut Schäfer noch längst nicht am Ende. Denn entscheidend sei letzten Endes immer noch auch die Frage, wie die Fahrzeuge eingesetzt werden. Und da bietet der Diesel vor allem für Vielfahrer und noch mehr auf Langstrecken Vorteile. Die Diesel-Quote liegt in Firmenflotten der DAT zufolge bei 80 Prozent. Die weiteren Fahrzeuge sind den Zahlen der Marktanalysten nach deutlich häufiger Hybridautos als reine Stromer. Schäfer hält teilelektrische Pkw, vor allem Plug-in-Hybride jedoch für weniger geeignet. Es gebe steuerliche Vorteile, die Autos würden aber meist falsch genutzt – und zwar vor allem im Verbrenner-Modus.

Was bedeutet das?

Laut dem Geschäftsführer des Bundesverbandes Fuhrparkmanagement, Axel Schäfer, wird die Elektrifizierung auch in Flotten zügig vorangetrieben. Trotzdem bleibe der Diesel eine Alternative. Als leine echte Alternative bezeichnet er falsch genutzte, teilelektrifizierte Fahrzeuge.

 

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