Free2Move eSolutions: Stellantis und Engie EPS gründen Joint Venture

Mit dem Bündnis will man Privat- und Businesskund:innen den Übergang zur Elektromobilität erleichtern und dafür individuelle Lösungen anbieten.

Free2Move will Nutzer:innen das Angebot machen, Ladestrom aus 100 Prozent nachhaltigen Energiequellen zu beziehen, um zum Umstieg auf E-Mobilität zu motivieren. | Logo: Stellantis
Free2Move will Nutzer:innen das Angebot machen, Ladestrom aus 100 Prozent nachhaltigen Energiequellen zu beziehen, um zum Umstieg auf E-Mobilität zu motivieren. | Logo: Stellantis
Redaktion (allg.)

Am 3. Mail 2021 wurde die Zusammensetzung des Board of Directors bei der ersten Vorstandssitzung von Free2Move eSolutions bestätigt. Das sechs Mitglieder starke Gremium wird geleitet vom Vorsitzenden Carlalberto Guglielminotti, Vertreter der Engie EPS, und CEO Roberto Di Stefano als Vertreter von Stellantis.

„Free2Move eSolutions steht am Schnittpunkt zwischen dem Bereich Energie und der Welt des Automobils“, so Carlalberto Guglielminotti. „Free2Move eSolutions kombiniert das Fachwissen von Engie EPS, einem weltweiten Akteur in den Sektoren Microgrids und Energiespeichertechnologie, mit der Erfahrung von Stellantis, einem der weltweit führenden Automobilkonzerne. Mit Free2Move eSolutions wird die Elektromobilität für jedermann erreichbar. Wir stellen uns komplexen technologischen Herausforderungen, um Elektromobilität einfach zu machen und es zukünftigen Generationen zu ermöglichen, im Einklang mit der Umwelt mobil zu sein und zu leben.“

Einen Tag darauf führten beide Vorstände durch die Präsentation des neuen Mobilitätsangebots. Als Location wurde dafür das Stellantis Werk im Turiner Stadtteil Mirafiori ausgewählt, hier befindet sich seit 2017 eine Vehicle-to-Grid-Anlage (V2G), die aus der bisherigen Zusammenarbeit zwischen FCA bzw. Stallantis und Engie EPS hervorgeht. An diese Erfolge will man nun anschließen und mit der neuen Unternehmung die Verbreitung der Elektromobilität beschleunigen, durch ein Produktportfolio, dass sich auf mehrere Angebote stützt.

Free2Move eSolutions richtet sich dabei sowohl nach Privatkund:innen als auch Flottenbetreibern aus. Mit der eProWallbox, die mit bis zu 22 kW/h laden kann, sollen professionelle Nutzer:innen und Flottenmanager:innen abgeholt werden, die easyWallbox richtet sich als Plag-and-Play-Ladestation an Privatkund:innen.

Die Ladelösung eFleet soll „eine optimale Flexibilität bieten, indem Schnellladesysteme und V2G-Dienste für elektrisch betriebene Autos, Busse und Lkw in einem einzigen Produkt gebündelt“ werden können. Laut Unternehmen soll so innerhalb von 30 Minuten genug Ladung für eine Fahrstrecke bis zu 100 Kilometern drin sein. Für Energiespeicherpunkte, gerade im Bereich Tankstellen, Hotels und Geschäftsgebäude, bietet Free2Move Modelle aus Second-Life-Batterien an, wiederverwertet aus Batterien der Automobilindustrie. Mit der Schnellladelösung ePost CityWay will man die bestehende Infrastruktur von Straßenbahnen und Oberleitungsbussen nutzen, um Ladestationen im urbanen Umfeld zu realisieren, wo ein Ausbau des Stromnetzes oder Straßenbau stark erschwert ist.

„Free2Move eSolutions beabsichtigt weder, ein herkömmlicher Anbieter zu sein noch ein bloßer Händler von Dienstleistungen rund um die Mobilität. Das umfassendere Ziel ist es vielmehr, die Energiewende zu beschleunigen und sich als führender Anbieter in diesem Sektor zu etablieren. Free2Move eSolutions ist ein globaler Partner, der in engem Kontakt mit den Kunden steht, also mit allen, die ein elektrisches oder elektrifiziertes Fahrzeug zur Fortbewegung nutzen“, erklärt CEO Roberto Di Stefano.

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