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Frankreich launcht Sozial-Leasing für E-Autos ab 54 Euro im Monat

Während in Deutschland der Umweltbonus für E-Autos komplett wegfällt, schlägt der Nachbar kreative Wege ein, um die E-Mobilität in die Breite zu bringen. Jüngst startete ein sogenanntes Sozial-Leasing, das Nutzung von E-Autos ab 54 Euro pro Monat ermöglicht. Und: China-Stromer bekommen keinen Staatsbonus mehr.

E-Auto-Fahren soll für alle erschwinglich werden: Neben günstigen Fahrzeugen wie dem Citroen C3 fördert Frankreich jetzt mit Sozial-Leasing die Nutzung von Stromern. | Foto: Citroen
E-Auto-Fahren soll für alle erschwinglich werden: Neben günstigen Fahrzeugen wie dem Citroen C3 fördert Frankreich jetzt mit Sozial-Leasing die Nutzung von Stromern. | Foto: Citroen
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Johannes Reichel

Während das deutsche Wirtschafts- und Klimaschutzministerium (BMWK) die Umweltprämie für E-Autos abrupt beendet hat, geht Frankreich originellerer Wege: So startete bei den Nachbarn jetzt das sogenannte "leasing social", um die E-Mobilität in die Breite zu bringen und auch weniger betuchter Klientel als den Käufern eines Elektro-Neuwagens eine Teilhabe zu ermöglichen. Konkret könnten sich auf einer Internet-Plattform Interessierte ab sofort eintragen - und dann ab Januar E-Autos für 100 Euro oder weniger im Monat leasen. Das Angebot peilt auf Haushalte, bei denen das Referenz-Einkommen weniger als 15.400 Euro jährlich beträgt. Wer ab 2024 davon profitieren will, muss zudem mindestens 15 Kilometer vom Arbeitsplatz weit weg wohnen - oder beruflich pro Jahr mehr als 8.000 Kilometer pendeln. Für 2024 soll die staatliche Offerte auf 20.000 bis 25.000 Anmeldungen begrenzt sein. Man will hier aber später sukzessive aufstocken.

Vom Prinzip schießt für jedes geleaste Auto der französische Staat bis zu 13.000 Euro zu, was die meist sehr teuren Leasingraten drücken soll. Die Leasing-Verträge sind dann für drei Jahre angelegt und sollen verlängerbar sein. Mit dem Sozial-Leasing löst Präsident Emmanuel Macron ein Wahlkampfversprechen aus dem Vorjahr ein. In Frankreich sind Automobile für mehr als 15 Prozent der Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Die Macron-Regierung muss diesen Anteil senken, um ihre Reduktionsziele bis 2030 einhalten zu können. Nebeneffekt der Maßnahmen, wie häufig in Frankreich: Man will die europäische - und speziell die französische - E-Auto-Fertigung unterstützen:

"Wir wollen helfen, vor allem E-Autos zu kaufen, die bei uns hergestellt wurden", erklärte der Präsident in einer Videobotschaft in den Sozialen Netzwerken.

Das günstigste Angebot für Sozial-Leasing beträgt 54 Euro im Monat ohne Versicherung für Modelle, die zwar in Europa, aber nicht in Frankreich produziert werden. Gleichzeitig mit dem Sozial-Leasing hat Präsident Macron eine Reform des Öko-Bonus für Elektroautos avisiert. Diesen solle es künftig nicht mehr für E-Autos chinesischer Hersteller - oder solche, die in China produziert werden, geben.

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