Framo: Kooperation mit FES schafft Kapazität bis zu 1.000 E-Lkw jährlich

Bis zu 1.000 E-Trucks pro Jahr zu bauen soll dem Thüringer E-Spezialist durch die Zusammenarbeit mit der Fahrzeug Entwicklung Sachsen möglich sein. Zudem plant man einen gemeinsamen Fuel-Cell-Lkw.

Über kurz oder lang: Für die City-Belieferung und das Umland setzt Framo auf batterieelektrische Antriebe, für die Langstrecke auf Wasserstoffantrieb. | Foto: Framo
Über kurz oder lang: Für die City-Belieferung und das Umland setzt Framo auf batterieelektrische Antriebe, für die Langstrecke auf Wasserstoffantrieb. | Foto: Framo
Redaktion (allg.)
von Johannes Reichel

Mit einer weitreichenden Zusammenarbeit wollen der thüringer Elektrifizierungsspezialist Framo und die FES GmbH Fahrzeug-Entwicklung Sachsen die Kapazität an Umrüstungen steigern. Bis zu 1.000 elektrische Nutzfahrzeuge will man künftig pro Jahr produzieren können.

„Gleichzeitig sinken die Produktionskosten nachhaltig und wir können auf beiden Seiten ressourcenschonender arbeiten“, glaubt Serhat Yilmaz, bei Framo für Marketing, Business Development, Investor Relations und Vertrieb zuständig.

Diese Kooperation sei für beide Unternehmen sehr vielversprechend, weil man die Produktionskapazitäten schaffe, die die Kunden in Europa fordern, meint Yilmaz weiter. Er kündigte darüber hinaus die gemeinsame Entwicklung eines Wasserstofftrucks an. Reine batterieelektrische Fahrzeuge spielten ihre Klimafreundlichkeit besonders in der Kurz- und Mitteldistanz ausspielen. Für die Langstrecke suche die Logistik-Branche nach wie vor nach einer wirtschaftlichen Lösung für emissionsfreie Schwertransporte. Diese sehen die Partner Framo und FES in der Brennstoffzellentechnologie. Mit dem Wasserstofftruck wolle man künftig die kritische Marktlücke im Transportgeschäft besetzen.

„Mit unserem Brennstoffzellensystem können wir das Fahrzeuggewicht um mindestens eine halbe Tonne senken. Im Vergleich zum reinen Batterieantrieb bekommt unser Wasserstofftruck also mehr Reichweite und natürlich mehr Nutzlast. Das Fahrzeug wird damit nicht nur wirtschaftlicher, sondern auch deutlich ökologischer auf der Langstrecke", verspricht Yilmaz.

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