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Formel E: Turbulenter und spannender Saison-Start

Die beiden ersten Rennen der neuen Saison waren extrem spannend und abwechslungsreich – und entgegen so mancher Erwartung lagen am Ende nicht die erwarteten Favoriten vorn.

Bei den ersten beiden Formel-E-Läufen in Hongkong ging es teils heiß her. | Foto: Audi
Bei den ersten beiden Formel-E-Läufen in Hongkong ging es teils heiß her. | Foto: Audi
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Gregor Soller

Das war ein Auftakt nach Maß: Die neue Formel-E-Saison bot echten Motorsport samt Dramen und Drehern. Dass mit härteren Bandagen gekämpft wird und sich alle Teams massiv weiter entwickelten, kann man an den unterschiedlichen Ergebnissen ablesen. Zwar kristallisieren sich auch hier schon „Konstante“ heraus, doch nach dem beiden Rennen bleibt die Saison völlig offen.  

Trotzdem liegen auch schon erste Schatten über dem Saisonstart: Die kleineren „Pannen“ sind da noch die ausgefallene Startampel beim zweiten Lauf und die Funklöcher am Tag zuvor, aufgrund derer Fahrer und Box zeitweise keinen Kontakt hatten. Diskussionswürdig ist jedoch die nachträgliche Disqualifikation von Daniel Abt wegen aus vertauschten Barcodes gleicher Teile. Denn daraus zog er sicher keinen Vorteil. Insofern hätte man das Team bestrafen können, nicht aber den Fahrer, zumal es sich tatsächlich um Schludrigkeit, aber nicht um böse Absicht gehandelt haben zu schien. Abt war aber nur einer von vielen: Auch Mario Engel, Mitch Evans und Sam Bird wurden strafversetzt, da sie teils kurzfristig zu viel Power aus dem E-Antrieb abgezapft hatten.

Strafen per se gehen in Ordnung, doch sie wirbeln auch die Ergebnisse gehörig durcheinander und führen Rennergebnisse am Ende des Tages ad absurdum. Und wenn die dann nach jedem Rennen erstmal „nachgereicht“ erden müssen, führen sie die Rennergebnisse und damit auch das rennen selbst ad absurdum.  Insofern steht auch die Formel E mit steigender Popularität vor dem Problem, in welchem Maß künftig reglementiert und bestraft wird. Die Rennen selbst erfreuen dagegen mit spannenden Kämpfen und unterschiedlichen Ergebnissen, wodurch eine Saison per se schon viel spannender wird als die Formel 1 oder die erste Bundesliga, wo seit Jahren immer die gleichen ganz oben auf dem Treppchen stehen.

Die Ergebnisse im Einzelnen:

Erster Lauf (2.12.2017):

  1. Sam Bird (DS-Virgin)                                                     25
  2. Jean-Erc Vergne (Techeetah)                                        21
  3. Nick Heidfeld (Mahindra)                                                15
  4. Nelson Piquet jr. (Panasonic Jaguar)                            12
  5. Daniel Abt (Audi Sport Abt Schaeffler)                           11
  6. Antonio Felix da Costa (Andretti Racing)                        8
  7. Edoardo Mortara (Venturi)                                               6
  8. Alex Lynn (DS-Virgin)                                                      4
  9. Nicolas Prost (Renault e.dams)                                     2
  10. Luca Filippi (Next EV)                                                     1

 

Zweiter Lauf (3.12.2017):

  1. Felix Rosenqvist (Mahindra)                                          25
  2. Edoardo Mortara (Venturi)                                              21
  3. Mitch Evans (Panasonic Jaguar)                                  15
  4. Jean-Erc Vergne (Techeetah)                                       12
  5. Sam Bird (DS-Virgin)                                                    11
  6. Oliver Turvey (Next EV)                                                  8
  7. Marco Engel (Venturi)                                                     6
  8. Nicolas Prost (Renault e.dams)                                     4
  9. Alex Lynn (DS-Virgin)                                                      2
  10. Sebastien Buemi (Renault e.dams)                               1

 

 

 

Punktestand nach zwei Läufen:

  1. Sam Bird (DS-Virgin)                                                      35
  2. Jean-Erc Vergne (Techeetah)                                         33
  3. Felix Rosenqvist (Mahindra)                                           29
  4. Edoardo Mortara (Venturi)                                              24
  5. Nick Heidfeld (Mahindra)                                                15
  6. Mitch Evans (Panasonic Jaguar)                                   15
  7. Nelson Piquet jr. (Panasonic Jaguar)                            12
  8. Daniel Abt (Audi Sport Abt Schaeffler)                           11
  9. Antonio Felix da Costa (Andretti Racing)                         8
  10. Oliver Turvey (Next EV)                                                    8
  11. Alex Lynn (DS-Virgin)                                                       6
  12. Nicolas Prost (Renault e.dams)                                      6
  13. Marco Engel (Venturi)                                                      6
  14. Luca Filippi (Next EV)                                                      1
  15. Sebastien Buemi (Renault e.dams)                                1

 

Was bedeutet das?

Die Formel E startet in ihre bislang spannendste Saison. Das bringt aber auch mehr Druck bei der Auslegung und Einhaltung der Regeln.

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