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Formel E: Rosenqvist schlägt Evans im Qualifying von Hongkong

Felix Rosenqvist hat sich den ersten Startplatz beim Sonntagsrennen von Hongkong gesichert. Der Mahindra-Fahrer schlug Jaguar-Ass Mitch Evans denkbar knapp und holte sich damit seine vierte Pole-Position in der Formel E.

Felix Rosenqvist holte in Hongkong seine vierte Pole-Position | Foto: FIA Formula E
Felix Rosenqvist holte in Hongkong seine vierte Pole-Position | Foto: FIA Formula E
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Timo Pape

Felix Rosenqvist hat sich den ersten Startplatz beim Sonntagsrennen von Hongkong gesichert. Der Mahindra-Fahrer schlug Jaguar-Ass Mitch Evans denkbar knapp und holte sich damit seine vierte Pole-Position in der Formel E. Evans schaffte es überraschend in die erste Startreihe, seine Rundenzeit wurde jedoch wenig später annulliert, weil er zu viel Leistung abgerufen hatte. Trotzdem Startplatz vier für ihn. Als Zweiter geht somit Neuling Edo Mortara im Venturi ins Rennen. Samstagssieger Sam Bird (Virgin) wurde in der Super-Pole Vierter, wird allerdings um zehn Plätze nach hinten strafversetzt. Startplatz 14 für ihn. Dadurch rückt Daniel Abt auf Startposition drei vor. Der Deutsche ließ seinen Audi-Teamkollegen Lucas di Grassi bereits zum zweiten Mal in der neuen Saison hinter sich und zog an seinem 25. Geburtstag wiederholt in die Super-Pole ein.

In der ersten Gruppe - die Einteilung fand zum ersten Mal nach Meisterschaftspositionen statt - wurde Meister di Grassi seiner Favoritenrolle nicht gerecht. Mehr als 2,5 Zehntelsekunden verlor der Audi-Pilot auf Oliver Turvey, der die Gruppe mit einer guten Runde als Schnellster abschloss. Di Grassi startet letztlich nur von Position zwölf. Andre Lotterer kam im schnellen Techeetah nur auf Rang 17. Am meisten enttäuschten jedoch erneut die beiden Dragon. Das Team von Jay Penske scheint das einzige zu sein, das in der Sommerpause keine Fortschritte gemacht hat. Zudem findet sich Neuling Neel Jani bislang nur schwer ein.

In Gruppe 2 zeigte Sebastien Buemi abermals Nerven - die Champions straucheln. Nachdem er im 3. Freien Training noch einen neuen Streckenrekord in Hongkong aufgestellt hatte, leistete er sich auf seiner entscheidenden Runde in der Qualifikation einen Fehler, der ihm die letzte Startposition einbrachte. "Ich habe die Mauer berührt und das Auto beschädigt, dann war die Runde dahin. Kein gutes Qualifying", sagt Buemi. "Das Auto ist auf jeden Fall schnell, aber es ist ziemlich schwer zu fahren."

Zwei Piloten konnten sich jedoch für die Super-Pole qualifizieren: Mitch Evans überraschte im Jaguar alle mit einer Wahnsinnsrunde, die für den Sieg in der Gruppenphase reichen sollte. Seinem Kontrahenten Rosenqvist nahm der Neuseeländer zunächst bemerkenswerte drei Zehntelsekunden ab. Der Schwede wurde seinerseits Zweiter in der Gruppe. Maro Engel und Kamui Kobayashi brachten keine herausragenden Runden zustande.

Mortara überrascht als Rookie

Die dritte Gruppe gehörte Edo Mortara. Der Formel-E-Rookie zauberte vor allem im dritten Sektor und übernahm den provisorischen zweiten Platz. Antonio Felix da Costa drehte ebenfalls eine starke Runde, die ihn im eigentlich unterlegenen Andretti auf Startplatz sechs brachte. Alex Lynn verpasste die Super-Pole knapp, rückt aber auf Startplatz fünf vor - eine klare Verbesserung zum Samstag für den Virgin-Fahrer.

Einige Überraschungen gab es auch in Gruppe 4, in der sich ja die Top 5 des Samstagsrennens befanden. Der einzige Fahrer, der wirklich überzeugen konnte, war Daniel Abt, der mit einer starken Leistung Rang zwei übernahm. Ansonsten zog nur Bird als Fünfter in die Super-Pole ein. Jean-Eric Vergne kam nur auf Startplatz sieben. Nick Heidfeld und Nelson Piquet jr. wurden sogar nur Elfter beziehungsweise Zwölfter. Beide rücken ebenfalls noch eine Position vor.

In der Super-Pole legte Bird vor, allerdings nicht wirklich beeindruckend. Rosenqvist hingegen brannte im Anschluss seine Pole-Runde auf die Straßen von Hongkong - abermals mit bemerkenswerter Fahrzeugbeherrschung am absoluten Limit. "Das war eigentlich nicht die sauberste Runde meine Lebens", sagt Rosenqvist. "Cool, dass ich trotzdem auf Pole stehe." Mortara konnte seine Leistung aus der Gruppenphase hingegen nicht wiederholen, kam aber immer noch auf den dritten Startplatz und rückte schließlich in die erste Reihe vor. "Wie cool ist das denn?!", hatte der Italiener bereits beim Einzug in die Super-Pole gefragt.

Daniel Abt schwächelte im mittleren und vor allem im letzten Sektor. Seine Rundenzeit reichte eigentlich nur für Platz fünf, doch durch die Bird- und Evans-Versetzungen rückt er gleich zwei Positionen vor. Insgesamt erneut ein gutes Qualifying des Deutschen. Dann kam es zum Showdown um die Pole: Evans lieferte erneut eine hervorragende Runde ab, doch für Rosenqvist reichte es diesmal nicht ganz. Am Ende trennten die beiden 0.054 Sekunden, wenngleich Evans' Zeit später gestrichen wurde. Nichtsdestotrotz: Die "Raubkatze" ist plötzlich Spitzenteam - zumindest im Qualifying. Jetzt muss Evans diese Pace auch im Rennen umsetzen.

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