Formel E: Pascal Wehrlein dominiert Runde drei der ABB Formula E "Race at Home Challenge"

Von der Pole-Position aus holte Wehrlein den Sieg und die schnellste Rennrunde im dritten Rennen der ABB Formula E “Race at Home Challenge” – und bescherte damit Mahindra wichtige Punkte.

Auch bei diesem Rennen gab es glech zu Beginn Quertreiber. Wehrlein konnte dem entfliehen. | Grafik: FIA Formel E
Auch bei diesem Rennen gab es glech zu Beginn Quertreiber. Wehrlein konnte dem entfliehen. | Grafik: FIA Formel E
Gregor Soller

Auch virtuell bleibt die Formel E spannend und in Bewegung: Das dritte digitale Rennen brachte den dritten deutschen Sieg – auf einem indischem Auto: Nach den zwei Siegen von Maximilian Günther (BMW i Andretti Motorsport) in den ersten beiden Runden der ABB Formula E “Race at Home Challenge” hat Pascal Wehrlein (Mahindra Racing) Runde drei auf der virtuellen E-Prix-Strecke von Monaco für sich entschieden. Ein Hundertstel-Krimi im Qualifying sorgte für die Vorentscheidung zugunsten des einstigen DTM-Champions. Genau 0.01 (!) Sekunden trennten Wehrlein und Stoffel Vandoorne (Mercedes-Benz EQ) am Ende des Shootouts voneinander. So konnte Wehrlein als Führender ins Rennen starten, was sich bezahlt machte. Auf den ersten Metern schüttelte er Verfolger Vandoorne ab, der in der ersten Haarnadelkurve auch noch in eine Kollision verwickelt wurde. Pascal Wehrlein sagte dazu:

„Der Start war sehr wichtig. Ich weiß nicht genau, was hinter mir passiert ist, aber ich habe gesehen, dass es einen Zusammenstoß gab. Danach hatte ich einen kleinen Vorsprung und habe darauf geachtet, meine Pace zu halten. Am Ende war ich ein bisschen schneller. Für mich war das ein ziemlich perfektes Rennen. Es freut mich, für Mahindra Racing den Sieg in Monaco errungen zu haben und die volle Punktzahl mitzunehmen.“ 

Der 25-Jährige Wehrlein sicherte sich die Julius Baer Pole Position und nutzte die perfekte Ausgangsposition mit einem fehlerlosen Auftritt zu einem Start-Ziel-Sieg. Dabei gelang ihm auch noch die schnellste Rennrunde.

Der Sieger des letzten Rennens, Maximilian Günther auf BMW Andretti i, fuhr hinter Stoffel Vandoorne auf Mercedes-Benz EQ von Startplatz sechs auf Rang drei und verteidigte dadurch seine Führung in der Meisterschaftswertung. Der bisherige Dominator der virtuellen Rennserie hatte seine schnelle Runde im Qualifying nicht ganz ideal erwischt. An der Schikane riskierte Günther ein wenig zu viel und verlor etwas Zeit. So musste er sich diesmal mit Startplatz sechs zufriedengeben. Im Rennen überstand er die chaotische Situation zu Beginn geschickt. Die drei Fahrzeuge vor Günther verkeilten sich in der Haarnadelkurve ineinander, der Allgäuer kam aber mit Glück außen vorbei und schob sich so auf Rang drei. Diese Position verteidigte er trotz leichter Schäden an seinem BMW iFE.20 bis ins Ziel. Dabei blieb er Realist, denn für ihn war es das Maximale, was er an diesem Tag herausholen konnte:

 „Nach Platz sechs im Qualifying bin ich mit Rang drei und weiteren wichtigen Punkten für die Meisterschaft sehr zufrieden.“

Stoffel Vandoorne (Mercedes-Benz EQ) komplettierte das Podium als Zweiter. Weniger Erfolg hatten die deutschen Fahrer auf Porsche und Audi: André Lotterer (TAG Heuer Porsche) holt sich auf Rang sieben, Daniel Abt (Audi Sport ABT Schaeffler) beendete das Rennen auf Rang 19. Womit Audi weiter hinterherfährt, denn auch Luucas die Grassi kam über Rang 17 nicht hinaus. Erfolgreicher für Porsche war Neel Jarni unterwegs, der Rang vier holte. Auf den Plätzen fünf folgte Robin Frijns auf Virgin vor Oliver Rowland auf Nissan.

Was bedeutet das?

Nachdem die Formel E alle realen Läufe abgesagt hat, wird die Saison virtuell weitergefahren - die Spannung bleibt, aber die Kräfte haben sich merklich verschoben.  

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