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Formel E: Max Günther gewinnt auf Maserati den Tokio E-Prix

In Tokio wurden die Karten in der Formel E abermals ganz neu gemischt!

Blaues Meer der Freude: Günther gewann auf Maserati. | Foto: FIA Formula E
Blaues Meer der Freude: Günther gewann auf Maserati. | Foto: FIA Formula E
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Gregor Soller

Nissan befindet sich im Aufwind –Maserati meldet sich zurück und Abt Cupra fährt locker in die Punkte  – ohne, dass Porsche und Jaguar nachlassen würden. So könnte man kurz die neu gemischten Karten in der Formel E legen respektive deuten.

Günther triumphierte über den Pole-Setter Oliver Rowland, der für das Heimrennen des Nissan Formula E Team dir Pole holte. Mit Günther betritt wieder ein neuer Sieger das Podium der bisher schon spannenden Saison, wobei hier neben Geschick auch die Strategie eine ganz wichtige Rolle spielte, um das Maserati MSG Racing-Team siegen zu lassen. Günthers Sieg, erzielt nach einem strategischen Vorstoß an die Spitze in Runde 24, markiert den ersten Triumph seines Teams seit Jakarta in Saison 9 und seinen fünften Karrieresieg in der Serie. Der Weg zum Sieg war für Guenther jedoch nicht ohne Herausforderungen, da er auf starke Konkurrenz vom Pole-Setter Oliver Rowland traf, der vor heimischem Publikum für das Nissan Formula E Team verteidigte.

Wie beim Radrennen: Windschatten hilft. Man muss nur wissen, wann man ihn verlässt

Der deutsche Fahrer positionierte sich geschickt im Windschatten Rowlands, sparte Energie für einen entscheidenden Vorstoß gegen Ende des Rennens in Kurve zehn – in der Rowland vielleicht nicht unbedingt mit Günthers möglichem Angriff gerechnet hatte.. Trotz Rowlands bester Bemühungen, die Führung vor begeisterten Nissan-Anhängern zurückzuerobern, verteidigte Günther erfolgreich seine Position und wehrte drei Versuche Rowlands, den Sieg zurückzuholen in der letzten Runde ab. Maximilian Günther erklärte:

„Es ist eine großartige Strecke, sie ist sehr herausfordernd und technisch anspruchsvoll. Und dann den ersten jemals Tokio E-Prix zu gewinnen... es ist ein riesiges Gefühl.“

Der Tokio E-Prix sah auch die Fortsetzung des Trends der Saison, mit fünf verschiedenen Rennsieger, die fünf verschiedene Teams in den ersten fünf Rennen der Saison 10 repräsentieren. Dieses Niveau des Wettbewerbs hat das Meisterschaftsrennen intensiviert, wobei die drei Erstplatzierten oft weniger als eine Sekunde auseinander und das gesamte Feld innerhalb von 10 Sekunden voneinander entfernt sind. Günther ergänzte:

„Die Strategie war gut und ich habe ein paar schlaue Manöver gemacht, um aufzusteigen und dann haben wir uns gegen Ollie bis zur letzten Runde verteidigt. Es war ziemlich knapp. Es war definitiv nicht einfach, ich denke, ich habe ihn in Kurve 10 einfach überrascht.“

Der amtierende Fahrerweltmeister Jake Dennis vom Andretti Formula E Team zeigte sein Können, als er als Dritter die Ziellinie überquerte. Aber auch Porsche kam - diesmal in auffälligem rosa - gewaltig zurück: Das Duo von Tag Heuer Porsche Formula E Team, Antonio Felix da Costa und Pascal Wehrlein holte Rang vier und fünf und Wehrlein genügte das, um sich wieder an die Spitze der Fahrerweltmeisterschaft zu setzen.

Endlich: Abt Cupra holt Rang sechs und damit Punkte

Nico Mueller vom Abt Cupra Formula E Team sicherte sich den sechsten Platz, während Nick Cassidy vom 19. Platz auf dem Grid kommend den siebten Platz belegte. Edo Mortara beendete das Rennen ursprünglich auf dem siebten Platz, wurde jedoch später wegen Energieüberverbrauchs disqualifiziert. Nach dem Tokio E-Prix, führt weiter Jaguar TCS Racing die Teamweltmeisterschaft mit 100 Punkten an, gefolgt von TAG Heuer Porsche mit 83 Punkten. Wehrlein geht mit zwei Punkten Vorsprung auf Cassidy in die Fahrerweltmeisterschaftstabelle zum Misano E-Prix.

Oliver Rowland war am Ende trotzdem zufrieden, da er als Führender viel Energie verlor. Er resümierte:

„(…)Wenn ich es nochmal machen könnte, wüsste ich nicht, was ich anders machen würde. Ich denke, wir haben das Maximale herausgeholt, aber am Ende lagen die Karten auf dem Tisch und das war dann natürlich etwas frustrierend.“

Umso mehr freute er sich, die Nissan-Chefetage in der Garage zu haben und deren Erwartungen zu kennen, und deshalb all die Unterstützung für Nissan zu sehen.

Jake Dennis aus dem Andretti Formula E Team, sagte:

„Die letzten paar Monate waren für mich etwas schwierig, es gab einige Veränderungen im Auto, die wirklich nicht zu mir gepasst haben. Wir haben dieses Jahr bisher allgemein gekämpft, manche Tage waren gut, manche Tage waren schlecht, und dieses Wochenende war wahrscheinlich das erste Mal, dass ich mich ‚eins‘ mit dem Auto gefühlt habe. Fünfter zu sein, fühlte sich heute für mich wie eine Pole-Position an. Ich dachte nicht, dass ich so hoch qualifizieren würde, aber im Rennen sind wir immer schnell.“

Aussagen in diesem Video müssen nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen.

Das Ereignis glänzte einmal mehr durch die Anwesenheit von Prominenten und Motorsportlegenden, einschließlich der Schauspielerin Emelia Hartford, Emerson Fittipaldi, Takuma Sato und Yuki Tsunoda. Das nächste Rennen in der ABB FIA Formula E Weltmeisterschaft ist der Doppelheader Misano E-Prix 2024 am 13.-14. April.

Was bedeutet das?

Die Formel E bleibt spannend, weil sich die Kräfte immer wieder verschieben. Es gibt zwar Favoriten, aber auch „the best oft he rest“ kann man den Sieg holen, wenn Erstere schwächeln – was die Rennen viel spannender macht als in der Formel eins.

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