Formel E in Marrakesh: Sieg für Edoardo Mortara

Edoardo Mortara holte beim E-Prix von Marrakesch den Sieg und setzte sich damit an die Spitze der Fahrer-Weltmeisterschaft - und Rokit auf Nummer eins der Teamwertung. 

Rokit-Pilot Mortara holte den Sieg in der Hitzeschlacht in Marokko. | Foto: FIA Formula E/Sam Bloxham
Rokit-Pilot Mortara holte den Sieg in der Hitzeschlacht in Marokko. | Foto: FIA Formula E/Sam Bloxham
Gregor Soller

In der Formel-E-Meisterschaft bleibt es spannend: Mit seinem Sieg beim Hitzerennen in Marokko setzte sich jetzt Edoardo Mortara an die Spitze der Fahrerwertung – aber auch für DS Techeetah und Jaguar TCS war Marrakesh der 2,971 Kilometer lange Circuit International Automobile Moulay El Hassan ein Punktepool. Denn die DS Techeetah-Piloten António Félix da Costa und Jean-Éric Vergne machten dem Der ROKiT Venturi Racing-Pilot das ganze Rennen über Druck – ebenfalls Mitch Evans im Jaguar, der den dritten Podiumsplatz hinter da Costa holte. Vergne stellte den zweiten DS Techeetah auf Rang vier, gefolgt von di Grassi im zweiten Rokit auf Rang fünf. Mercedes EQ konnte erst auf den Rängen Rang sechs mit Nick de Vries und acht mit Stoffel Vandoorne punkten, während Porsche diesmal leer ausging.

 Die Pole holte aber Da Costa, fiel aber während der ersten beiden Attack-Mode-Aktivierungen hinter Mortara zurück. Dann „klebte“ er auf dem Höhepunkt des Rennens förmlich am Heck des Führenden. Doch der Champion der Saison 6 konnte den Rokit Venturi Racing-Piloten nicht überholen, der völlig souverän die Spitze verteidigte.

Vergne kämpfte am Ende mit der Restreichweite

Knapp wurde es am Ende für den immer hitzigen Vergne: Er ging als Zweiter in die Schlussphase mit nur noch zwei Prozent nutzbarer Energie, bevor er hinter da Costa auf den vierten Platz zurückfiel. Mitch Evans kämpfte sich vom guten sechsten Startplatz bis aufs Podium vor und sicherte sich in der letzten Runde gegen Vergne noch weitere wichtige Punkte.

Mercedes EQ hatte in Marrakesh etwas Pech: Stoffel Vandoorne ging als Führender der Fahrer-Weltmeisterschaft ins Rennen, doch ein Bremsproblem im Qualifying warf ihn auf Startplatz 20 zurück. Immerhin kämpfte er sich im Rennen noch auf Rang acht vor. Die Top-Ten schafften auch Jake Dennis auf dem Avalanche Andretti mit Rang sieben, Sam Bird im zweiten Jaguar auf Rang neun und Oliver Rowland auf Mahindra auf Platz zehn.

Durchwachsenes Ergebnis ohne Punkte für Porsche

Der erste Porsche stand mit Pascal Wehrlein auf Rang zwölf, Andre Lotterer musste sich gar mit Rang 15 begnügen – nachdem er vom letzten Startplatz aus ins Rennen gehen musste. Was für Porsche etwas enttäuschend war, denn: Pascal Wehrlein startete als Vierter ins Rennen. Doch schon in den ersten Runden wurde er nach hinten durchgereicht und fiel im Rennverlauf bis auf den 18. Platz zurück, bevor er in der Schlussphase wieder aufholen konnte. Sein Teamkollege André Lotterer musste aus der letzten Reihe starten. Wegen eines technischen Problems mit einem Sensor konnte er die Box erst nach Beginn des Qualifyings verlassen und seine erste gezeitete Runde dadurch nicht innerhalb der vom Reglement vorgeschriebenen sechs Minuten nach Qualifying-Start beenden – er fuhr vier Hundertstelsekunden zu spät über die Ziellinie. Als Folge davon wurden alle seine Qualifyingzeiten gestrichen. Im Rennen konnte er sich dann mit einigen guten Überholmanövern um sieben Positionen verbessern

An der Spitze der Fahrerwertung stehen vier Piloten in engem Abstand: Mortara führt mit 139 Zählern vor Vergne mit 128 Punkten. Auf Rang drei und vier stehen Vandoorne mit 125 und Evans mit 124 Punkten. Dann folgt Robin Frijns – der allerdings nur 81 Punkte hat.

Ähnlich knapp ist es in der Teamwertung, wo Rokit jetzt mit 205 Zählern vor DS Techeetah mit 203 Punkten führt. Auf Rang drei folgt Mercedes EQ mit 198 Punkten. Schwieriger wird es für Jaguar TCS Racing, wo man mit 155 Punkten etwas den Anschluss verloren hat.

Was bedeutet das?

Auch in der Formel E gibt es mittlerweile Favoriten, ein Mittelfeld und Nachzügler. Das Spannende hier ist aber, dass ein großer (Auto-) Markenname noch keine Garantie für das Podium ist und nach wie vor drei Teams und vier Fahrer um die Krone kämpfen

 

 

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