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Formel E in Italien: Die große Rennvorschau zum Rom E-Prix

Nach einem packenden Rennen in Punta del Este reist die Formel E am kommenden Wochenende des 14. April zum Auftakt der Europa-Saison der Formel E nach Rom - zum ersten italienischen E-Prix der Geschichte.

Die Formel E fährt am 14. März erstmals in der "Ewigen Stadt" | Foto: FIA Formula E
Die Formel E fährt am 14. März erstmals in der "Ewigen Stadt" | Foto: FIA Formula E
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Timo Pape

Nach einem packenden Rennen in Punta del Este reist der Formel-E-Tross am kommenden Wochenende des 14. April zum Auftakt der Europa-Saison der Formel E nach Rom - zum ersten italienischen E-Prix der Geschichte. Die 20 Fahrer erwartet ein brandneuer Straßenkurs im Stadtviertel EUR, der jede Menge Action verspricht.

Stadt, Land, Fluss…

Die "Ewige Stadt" am Ufer des Tibers blickt auf mehr als 2.000 Jahre ereignisreiche Geschichte zurück. In den Jahrhunderten des Römischen Reiches blühte die Metropole zu einer Weltmacht auf. Heute schmücken pompöse Kathedralen, weitreichende Plätze und das weltberühmte Kolosseum das Bild der italienischen Hauptstadt. Durch den Papst, der im Vatikan innerhalb Roms residiert, ist die Stadt zudem das religiöse Zentrum für Christen aus aller Welt.

Die Formel E gastiert im EUR-Bezirk im Süden Roms. EUR, die Abkürzung für "Esposizione Universale di Roma", wurde im Rahmen der geplanten Weltausstellung 1942 vom faschistischen Regime unter Mussolini gegründet, wenngleich die Bauarbeiten durch den Ausbruch des 2. Weltkriegss erst in den 1960er-Jahren beendet werden konnten. Heute gilt EUR als wichtiger Geschäftsbezirk und beherbergt neben mehreren multinationalen Firmen auch einige Bundesministerien Italiens.

Was seit dem letzten Saisonlauf passierte

In den vergangenen vier Wochen ist in der Formel E einiges passiert. Das größte Thema war zweifelsohne der gemeinsame Hersteller-Test in Monteblanco Ende März. Alle Konstrukteure bis auf NIO und überraschenderweise BMW spulten ihre ersten Testkilometer im brandneuen Formel-E-Auto ab. BMW absolvierte seine erfolgreiche Jungfernfahrt schließlich in dieser Woche. Zudem bestätigte die FIA bereits offiziell die Herstellerliste für Saison 6 - mit Porsche und Mercedes. Auch steigen die Chancen auf einen Ford-Einstieg in die Formel E. Konkrete Zusagen der US-Amerikaner gibt es jedoch noch nicht.

Darüber hinaus sorgten zwei ehemalige Rennfahrer für Schlagzeilen. Rallye-Legende Walter Röhrl bezeichnete die Formel E als "abartig", während Nico Rosberg verkündete, beim Berlin E-Prix selbst ins Auto zu steigen. Auch enthüllte der Formel-1-Weltmeister von 2016, dass er schon länger Anteile an der Elektrorennserie besitze.

Zeitplan 2018 (alle Zeiten in MEZ)

  • 08:00 - 08:45 Uhr - 1. Freies Training
  • 10:30 - 11:00 Uhr - 2. Freies Training
  • 12:00 - 13:00 Uhr - Qualifikation
  • 16:00 - 17:00 Uhr - Rennen (33 Runden)

Strecke

Die Straßen Roms warten mit einem technisch sehr anspruchsvollen, 2,860 Kilometer langen Kurs auf die Formel E, was die Strecke zu einer der längsten im aktuellen Kalender macht. Vor ausverkauftem Haus lauern auf Lokalmatador Luca Filippi und seine Rivalen insgesamt 21 Kurven, darunter die Mutkurve 4, eine Haarnadel und mehrere 90-Grad-Ecken.

Wie in der Formel E üblich müssen sich die Fahrer auf unebene Straßen einstellen, die die Elektro-Renner an Roms Messehalle, dem Platz der Nationalen Einheit und dem Marconi-Obelisken vorbeiführen werden. Beim Tanz zwischen den Mauern erreichen die Piloten Geschwindigkeiten von rund 200 km/h.

Die Formel E im TV bei Eurosport

Rund um den Rom E-Prix veranstaltet Eurosport einen echten Übertragungsmarathon zur Formel E - so viel Sendezeit hatte die Elektroserie noch nie binnen einer Woche in Deutschland. Die beste Nachricht: Eurosport zeigt sowohl das Qualifying als auch das Rennen live im Free-TV. Hinzu kommen diverse Ausstrahlungen des Formel-E-Magazins sowie Wiederholungen des letzten Rennens in Punta del Este. Die Trainingssessions können im Live-Stream auf YouTube verfolgt werden.

Aus Rom kommentiert wie gewohnt Oliver Sittler. Das Besondere daran: Zum ersten Mal tritt der ehemalige Formel-E-Teamchef Hans-Jürgen Abt als Co-Kommentator auf, um fundierte Einblicke in die Elektroserie zu geben, in der der Kemptener ja seit der ersten Stunde involviert war.

Wetter

Den aktuellen Prognosen zufolge (Stand: Mittwoch) erwartet die Formel E in Rom ein durchwachsener Frühlingstag. Beim 1. Freien Training am Morgen soll es mit rund 10 Grad Celsius noch recht kühl sein, obwohl sich die Sonne hin und wieder zeigt. Bis zum Rennen um 16 Uhr soll das Quecksilber im Thermometer jedoch kontinuierlich auf bis zu 27 Grad steigen. Allerdings zeigt sich der Himmel ab dem Vormittag überwiegend bewölkt. Die Regenwahrscheinlichkeit liegt nichtsdestotrotz bei quasi 0 Prozent.

Formel-E-Formcheck

Nach einem desaströsen Start in die Saison hat sich der amtierende Formel-E-Champion Lucas di Grassi (Audi) im März gefangen. Doch obwohl die Inverter-Probleme des Brasilianers offenbar Geschichte sind, scheint eine Titelverteidigung in weiter Ferne. Nichtsdestotrotz wird di Grassi jetzt alles auf Sieg setzen, um in der Formel E wieder auf Kurs zu kommen.

Aber auch di Grassis Landsmann Nelson Piquet jr., der Formel-E-Meister 2014/15, will zurück aufs Podest. Piquet und sein Teamkollege Mitch Evans performen seit Saisonbeginn im Dezember überragend gut, warten jedoch weiterhin auf einen ersten Rennsieg. Das Jaguar-Duo sollte man auf der Rechnung haben.

Auch Mahindra und die Renault-Teams e.dams und Techeetah werden in Rom ein Wörtchen mitreden. Von Rosenqvist über Vergne oder Buemi: Jeder könnte am Rennsamstag ganz oben stehen. Gleiches gilt für Virgin-Ass Sam Bird. Abermals hat beinahe die Hälfte des Fahrer-Aufgebots realistische Siegchancen. Ein packendes erstes Rennwochenende in Italien steht bevor.

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