Formel E: Felix Rosenqvist holt Pole-Position von Mexiko

Formel-E-Fahrer Felix Rosenqvist hat sich die Pole-Position von Mexiko gesichert. Der Mahindra-Pilot setzte sich in einer vom Ergebnis her ziemlich überraschenden Qualifikation durch und verschaffte sich eine hervorragende Ausgangsposition, da all seine direkten Konkurrenten um die Meisterschaft Federn ließen.

Felix Rosenqvist holte in Mexiko-Stadt seinen zweiten Saisonsieg | Foto: FIA Formula E
Felix Rosenqvist holte in Mexiko-Stadt seinen zweiten Saisonsieg | Foto: FIA Formula E
Timo Pape

Formel-E-Fahrer Felix Rosenqvist hat sich die Pole-Position von Mexiko gesichert. Der Mahindra-Pilot setzte sich in einer vom Ergebnis her ziemlich überraschenden Qualifikation durch und verschaffte sich eine hervorragende Ausgangsposition, da all seine direkten Konkurrenten um die Meisterschaft Federn ließen. Die Sensation des Qualifyings jedoch: BMW-Werksfahrer Antonio Felix da Costa schnappte sich im Andretti den zweiten Startplatz, den er letztlich aber noch verlieren sollte. Nicht minder bemerkenswert: Oliver Turvey im NIO kam auf Position drei. Bester Deutscher war Daniel Abt, der letztlich als Fünfter ins Rennen gehen wird.

Gruppe 1 hatte es in Mexiko mal wieder schwer, da die permanente Rennstrecke im Herzen der Metropole zu Beginn der Session noch ziemlich staubig war und somit wenig Grip bot. Lucas di Grassi fuhr die zwischenzeitliche Bestzeit, kam damit am Ende aber nur auf Position 12. Durch seine Rückversetzung um zehn Plätze startet der amtierende Meister nicht nur als Letzter, sondern erhält zusätzlich auch noch eine 5-Sekunden-Zeitstrafe für das Rennen, weil er nur acht Positionen seiner Rückversetzung abgelten kann. Doppelt ärgerlich für di Grassi, der in beiden Freien Trainings der schnellste Mann mit dem schnellsten Auto gewesen war. Über Twitter ließ er seinem Frust freien Lauf und betitelte das Gruppensystem des Formel-E-Qualifyings als "nicht fair".

Anschließend kam Gruppe 2 - das führende Quintett in der Meisterschaft. Bemerkenswert: Alle fünf Piloten setzten sich durch und warfen di Grassi bereits frühzeitig aus dem Rennen um die Super-Pole. Als Erster setzte sich Buemi durch, gefolgt von Rosenqvist. Auch Jean-Eric Vergne, Nelson Piquet jr. und Sam Bird kamen zunächst in die Top 5. Am Ende landeten die drei Fahrer jedoch nur auf den Positionen 7, 8 und 9.

In der dritten Gruppe wurde es dann kurios: Völlig überraschend qualifizierte sich Felix da Costa als Dritter für die Super-Pole. Alex Lynn und Oliver Turvey folgten ihm und schoben damit die beiden Meisterschaftsanwärter Vergne (letztlich Startplatz 6) und Bird aus den Top 5. Letzterer muss jedoch wegen eines Getriebewechsels ohnehin zehn Plätze weiter hinten starten. Gleiches gilt für seinen Teamkollegen Lynn, der sich in der späteren Super-Pole eigentlich als Dritter qualifizierte, aber von Platz 13 starten wird.

Daniel Abt scheitert nur knapp an Super-Pole

In Gruppe 4 konnte sich kein weiterer Fahrer durchsetzen. Abt scheiterte mit Platz sechs denkbar knapp, rückt durch die Strafe von Lynn aber noch eine Position vor. Die beiden anderen Deutschen der Gruppe, Nick Heidfeld und Andre Lotterer, kamen auf die Plätze zehn respektive elf, rücken aber ebenfalls beide zwei Positionen vor. Mitch Evans wurde nur 14., Edo Mortara im Venturi gar Letzter.

Beim finalen Shoot-out um die Super-Pole konnte Felix da Costa seine Leistung aus der Gruppenphase tatsächlich noch einmal wiederholen. Er schlug Lynn und Turvey und ließ auch Buemi hinter sich. Nach der Session strich jedoch die Rennleitung die Super-Pole-Zeit des Portugiesen wegen Untergewichts seines Autos. Demnach startet er "nur" als Vierter.

Der Schweizer Buemi verbremste sich auf seiner entscheidenden Runde und wurde überraschend nur Fünfter. Rosenqvist hingegen sicherte sich seine bereits fünfte Pole-Position in der Formel E und die damit verbundenen drei Punkte. Dadurch hat Mahindra schon vor dem Rennen die Gesamtführung von Techeetah übernommen. Der Schwede selbst liegt nur noch zwei Zähler hinter Vergne.

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