Formel E: Erste Läufe 2022 in Diriyah waren ein Erfolg für Mercedes und Venturi

Mit Siegen von De Vries und Mortara lag beide Male Mercedes-Technik vorn.

Silber vor Gold: Mercedes-Benz fuhr immer vorn mit, DS Teechetah schaffte es dagegen noch nicht aufs Podium. | Foto: Mercedes-Benz
Silber vor Gold: Mercedes-Benz fuhr immer vorn mit, DS Teechetah schaffte es dagegen noch nicht aufs Podium. | Foto: Mercedes-Benz
Gregor Soller

Der Formel-E-Saisonauftakt in Saudi-Arabien stand im wahrsten Sinne des Wortes unter einem „guten Stern“: Sieger waren Mercedes-Pilot Nyck de Vries und Edoardo Mortara, der im „Mercedes-Kundenteam“ Venturi fährt.

Spannender Formel E-Auftakt in Diriyah und damit bereits in die achte Saison. Auch 2022 wurden wieder Details im Reglement geändert. So gibt es jetzt einen neuen Qualifying-Modus: Nach einer Gruppenphase werden die vordersten Startplätze jetzt in einem sogenannten „Shootout-Modus“ im direkten Duell zweier Piloten ausgefahren. Hier setzte sich Mercedes-Fahrer Stoffel Vandoorne in einem spannenden Finale gegen Jake Dennis durch und sicherte sich die damit erste Pole Position der Saison 2022. Im Rennen konnte der Vandoorne seine gute Startposition aber nicht zum Sieg bringen – hier musste er in zweiten Hälfte seinen Teamkollegen Nyck de Vries ziehen lassen. Dahinter komplettierte Jake Dennis auf Andretti (bis 2021: BMW-Andretti) das Podium. Auch Porsche meldete mit André Lotterer Ansprüche aufs Podium an. Er attackierte sich bis auf Platz drei nach vorn – und braucht dafür (zu) viel Strom. Zum anschließenden Energiesparen gezwungen, fiel der Porsche-Pilot dann wieder bis auf Position 13 zurück.

Zweites Rennen: Beim Start lagen nur fünf tausendstel Sekunden zwischen der Pole und Startplatz zwei

Auch im zweiten Rennen stand dann gleich De Vries auf der Pole, der sich zuvor im Duell knapp gegen Edoardo Mortara durchsetzen konnte. Dabei trennten den Werks-Mercedes und das Venturi-„Kundenauto“ mit grundsätzlich identischer Technik nur fünf tausendstel Sekunden! Mortara attackierte schon sehr bald und saß De Vries schon bald im Nacken. Doch der zögerte diesmal mit dem zweiten Attack-Modus weshalb er schnell nach hinten durchgereicht wurde. Womit er mit zu vielen Konkurrenten vor sich kämpfen musste. Am Ende „rempelte“ ihn dann auch noch Jean-Eric Vergne unsanft aus seinem Flow, dass De Vries bis auf Platz zehn zurückfiel. Hinter Mortara fuhren beim Zweiten Rennen dann Robin Frijns und Lucas di Grassi aufs Podium. André Lotterer stellte seinen Porsche diesmal auf den vierten Platz und Pascal Wehrlein erreichte mit dem zweiten Porsche Rang neun und holte damit ebenfalls Punkte für Porsche.

Aussagen in diesem Video müssen nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen.

Schwer tat sich Maximilian Günther im Nissan: War er auf BMW-Andretti noch 2021 immer für vordere Plätze gut, kam er im ersten Rennen nur auf Rang zwölf, im Zweiten gar nur auf Platz 14. In der Fahrerwertung liegt Mortara nach den ersten beiden Rennen mit 33 Punkten vor dem Mercedes-Duo de Vries (29) und Vandoorne (28). Ihnen folgen auf Rang vier Jake Dennis und auf Platz fünf Lucas di Grassi. Auch in der Markenwertung führt der „Stern“: Venturi holte mit 58 Zählern einen Punkt mehr als das Mercedes Werksteam. Auf Rang drei steht Avalanche Andretti Formula E, gefolgt von Envision Racing und TAG Heuer Porsche.

Weitere detaillierte News finden Sie auf der e-Formel-e-Webseite unter

https://e-formel.de/nachrichten.html

Was bedeutet das?

Mit dem Ausstieg von Audi und BMW sind aktuell neben Mercedes-Benz noch Porsche, DS, Jaguar, Mahindra, NIssan und Nio als Pkw-Marken mit dabei – wobei Mercedes-Benz aktuell wie in der Formel 1 dominiert.

Printer Friendly, PDF & Email