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Formel E: Einblicke von Jaguar-Panasonic-Teamchef Barcley

In einem exklusiven Interview gibt Jaguar-Panasonic-Teamchef James Barcley Einblicke ins Formel-E-Team.

Exklusive Einblicke: Jaguar-Panasonic-Teamchef James Barcley im Gespräch mit VM. | Foto: G. Soller
Exklusive Einblicke: Jaguar-Panasonic-Teamchef James Barcley im Gespräch mit VM. | Foto: G. Soller
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Gregor Soller

Herr Barclay, wie erklären Sie die starken Schwankungen der Leistungen der einzelnen Teams, welche die Formel E so spannend machen?

Barclay: Das begründet sich hauptsächlich in den Regularien und den kurzen Trainingsläufen. Wir starten hier immer in Gruppen und Gruppe eins ist hier nicht die Beste (lacht). Und wenn man ein Rennen gewann wie Mitch Evans, muss man schon in der ersten Qualigruppe auf die Strecke. Wie alle Fahrer, die auf den ersten sechs Plätzen der Meisterschaft liegen. Das Problem daran: Je früher ein Fahrer auf die Bahn muss, umso schlechter – weil noch viel Staub oder Feuchtigkeit auf der Bahn sein kann. Das bessert sich, je mehr Fahrzeuge gefahren sind. Und: man kann nur eine Runde trainieren – das ist verdammt wenig! Und man darf die Antriebe in der Saison nicht weiterentwickeln, sondern muss immer mit dem Package antreten, dass man zum Saisonstart homologiert hat.

Ist Jaguar Panasonic Racing mit dem bisherigen Verlauf der Saison zufrieden?

Barclay: Oh ja! Wir sind erst seit knapp drei Jahren am Start und wir begannen wirklich auf einem weißen Blatt Papier! Jaguar hatte über einen langen Zeitraum hinweg keinerlei Rennsport mehr betrieben. Deshalb planen wir auch Schritt für Schritt: Im ersten Jahr haben wir nur gelernt, letztes Jahr wollten wir Punkte holen und dieses Jahr auch mal um Podiumsplätze mitfahren.

Und nächstes Jahr um den Titel?

Barclay (grinst): Noch nicht, aber öfter aufs Podium! Den Titel wollen wir in zwei bis drei Jahren angehen, dann sollten wir soweit sein.

Wie erklären Sie sich den Erfolg der Nicht-Herstellerteams Techeetah oder Virgin?

Barclay: Ein Vorteil dieser Teams ist oder war, dass sie keinerlei Rücksicht auf die Serie nehmen mussten und das komplette Fahrzeug komplett als Racer entwickeln konnten.

Das heißt im Umkehrschluss, dass Jaguar, ähnlich wie Audi oder BMW auch Erfahrungen und Komponenten in die Serie überträgt?

Barclay: Richtig! Wir stehen hier immer im Austausch mit den Kollegen der Serienentwicklung.

Sind da noch große Sprünge zu erwarten?

Barclay: Sicher! Sehen Sie sich allein die Entwicklung der Formel-E-Autos in den letzten Jahren an. Ich vergleiche das immer mit den Smartphones. Wie sah ein Mobiltelefon vor dreißig Jahren aus? Riesig – und hatte gerade einmal drei Stunden Akkulaufzeit. Insofern werden wir hier noch große Entwicklungsschritte sehen!

 

 

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