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Formel E: Die Vorschau zum Mexico City E-Prix

Seit nunmehr drei Jahren ist der E-Prix von Mexiko-Stadt ein fester Bestandteil des Formel-E-Rennkalenders. Schon in den vergangenen beiden Saisons bot das Autodromo Hermanos Rodriguez, unter anderem auch aus der Formel 1 bekannt, jede Menge Kontroversen, fabelhafte Aufholjagden und waghalsige Überholmanöver.

Wie die Formel 1 passiert auch die Formel E das berühmte Baseball-Stadion | Foto: FIA Formula E
Wie die Formel 1 passiert auch die Formel E das berühmte Baseball-Stadion | Foto: FIA Formula E
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Timo Pape

Seit nunmehr drei Jahren ist der E-Prix von Mexiko-Stadt ein fester Bestandteil des Formel-E-Rennkalenders. Schon in den vergangenen beiden Saisons bot das Autodromo Hermanos Rodriguez, unter anderem auch aus der Formel 1 bekannt, jede Menge Kontroversen, fabelhafte Aufholjagden und waghalsige Überholmanöver. Auch die diesjährige Ausgabe des Mexico City E-Prix verspricht Spannung.

Stadt, Land, Fluss…

Mexiko-Stadt ist die Hauptstadt von Mexiko. Sie gehört mit ihren rund 22 Millionen Einwohnern im Ballungsraum zu den größten Metropolregionen der Welt. Die Stadt am Fuße des Popocateptl-Vulkans hat sich in den vergangenen Jahren zum wohl wichtigsten wirtschaftlichen Zentrum in Mittelamerika entwickelt, blickt aber zugleich auf eine lange Geschichte zurück.

Während das Erbe der Azteken, die die Stadt einst im 14. Jahrhundert gründeten, auch weiterhin in vielen Distrikten der Stadt erkennbar bleibt, verschmelzen in Mexiko-Stadt die lateinamerikanische und die europäische Kultur wie nirgendwo sonst. Mit der Basilica de Guadalupe steht, direkt nach dem Vatikan, das weltweit zweithäufigst besuchte Ziel für katholische Pilger in Mexiko-Stadt. Aber auch Museen - allen voran das Nationale Museum für Anthropologie -, Parks und Paläste sorgen für ein einzigartiges, geschäftiges und vor allem kunstvolles Stadtbild.

Was seit dem letzten Saisonlauf passierte

Während es in der Formel E seit dem Santiago E-Prix vor genau einem Monat ungewöhnlich ruhig wurde, überschlugen sich in anderen Motorsport-Serien die "E-Meldungen". Die MotoGP fügt mit der MotoE ab 2019 eine Kategorie für elektrische Motorräder zu ihrem Programm hinzu, die Rallycross-WM folgt im Jahr darauf. Und während die Tesla-Serie Electric GT einen neunen Namen bekam und nun zur FIA gehört, erschienen auch noch erste Pläne für einen elektrischen LMP1-Prototypen in Le Mans mit Formel-E-Technik.

Die größte Kontroverse der Formel E lieferte in den letzten Wochen Daniel Abt, der sich in einem inzwischen gelöschten Video auf seinem YouTube-Kanal über die Santiago-Entscheidung in der Techeetah-Gurt-Affäre und vermeintliche Unstimmigkeiten beim FANBOOST-Voting ausließ. Abts Kommentare führten zu emotionalen Reaktionen in den sozialen Netzwerken, die schlussendlich sogar von Formel-E-Boss Alejandro Agag kommentiert wurden.

Zeitplan 2018 (alle Zeiten in MEZ)

  • 15:00 - 15:45 Uhr - 1. Freies Training
  • 17:30 - 18:00 Uhr - 2. Freies Training
  • 19:00 - 20:00 Uhr - Qualifikation
  • 23:00 - 00:00 Uhr - Rennen (47 Runden)

Strecke

Die Formel E bedient sich in Mexiko-Stadt einer verkürzten Version des aus der Formel 1 bekannten Autodromo Hermanos Rodriguez. Mit im Programm stehen zahlreiche enge Schikanen, eine lange und breite Start- und Zielgerade sowie eine sehr technische Stadionsektion. Volles Programm also für Mensch und Maschine.

Insgesamt zwölf Kurven warten auf der 2,093 Kilometer langen permanenten Rennstrecke - die einzige im Rennkalender der Formel E - auf die Piloten. Die schnellen Kurvenkombinationen verlangen den elektrischen Rennwagen alles ab. Gerade die langen Kurven 2, 13 und 17 fordern ausgesprochen viel Anpressdruck - den ein Formel-E-Auto ja eigentlich nicht bietet.

Highlight der Strecke ist zweifelsohne das "Foro Sol"-Baseballstadion, um und durch welches sich der Kurs windet. Rund 28.000 Zuschauer können hier Platz finden. Insgesamt rechnen die Veranstalter mit maximal 40.000 Menschen. 2017 kamen 35.000 Zuschauer an die Strecke. Die besten Überholmöglichkeiten bieten sich, wie schon die Rennen der vergangenen Jahre zeigten, in den Kurven 1 und 3.

Die Formel E im TV bei Eurosport

Eurosport überträgt auch das Formel-E-Rennen aus Mexiko live und exklusiv im deutschen Fernsehen. Das Programm beginnt um 18:30 Uhr auf Eurosport 1 mit einer Vorberichterstattung und der anschließenden Live-Übertragung des Qualifyings - eine Premiere im deutschen Free-TV. Das Rennen geht ab 23 Uhr ebenfalls live und in voller Länge über den Sender. Durch das Programm führen wie zuletzt in Santiago Oliver Sittler und Jan Seyffarth.

Wiederholungen des Mexico City E-Prix werden am Dienstag um 22:30 Uhr, am Mittwoch um 9:30, 13:30 und 23:30 Uhr sowie am Donnerstag um 12:30 Uhr ausgestrahlt. Die Trainings- und Qualifying-Sessions lassen sich in Echtzeit nur im kostenpflichtigen Eurosport Player verfolgen.

Wetter

In Mexiko-Stadt können sich Formel-E-Fans auf bestes Motorsportwetter freuen. Das Thermometer soll im Laufe des Tages von 16 auf angenehme 24 Grad Celsius steigen. Elf Sonnenstunden und leichte Winde runden einen voraussichtlich schönen Frühlingstag ab.

Der Formel-E-Formcheck

Dass der Rookie-Testtag in Marrakesch das Techeetah-Team näher an die Konkurrenz herangebracht hat, ist spätestens seit dem grandiosen Doppelsieg von Santiago klar. Wenn das Rennwochenende bei den Chinesen nach Plan läuft, muss man zweifelsohne wieder mit Jean-Eric Vergne und Andre Lotterer auf den vorderen Plätzen rechnen. Gleiches gilt für das e.dams-Fahrerduo Buemi/Prost im Renault-Werksteam.

Nach einem enttäuschenden Saisonstart wird sich zeigen, ob Audi sein Formtief endlich hinter sich lassen kann. Allerdings erwartet den noch immer punktlosen Formel-E-Meister Lucas di Grassi eine erneute Strafversetzung in der Startaufstellung, weil abermals Reparaturen an seinem Inverter vorgenommen werden mussten. Trotzdem wird es Zeit für die ersten Punkte. Nach di Grassis sagenhafter Aufholjagd in Mexiko 2017 wäre dieses Rennwochenende ein idealer Startpunkt dafür.

Das Virgin-Team schreitet ebenfalls mit einem Handicap ins Wochenende. Die Getriebeprobleme der Briten haben sich zuletzt gehäuft. Schon vor dem Wochenende steht fest: Alex Lynn muss für einen Getriebewechsel zehn Startplätze in der Startaufstellung zurück. Bessere Chancen hat Sam Bird, der nach seinem Rennsieg in Hongkong momentan nur zehn Punkte hinter dem Meisterschaftsführenden Vergne auf Gesamtrang drei steht.

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