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Formel E: Die große Rennvorschau zum Santiago E-Prix

Premiere in der Formel E: Am kommenden Wochenende reist der Elektro-Tross zum ersten Mal in der noch jungen Geschichte der Elektroserie zu einem Meisterschaftslauf nach Chile.

In Santiago startet die Formel E zu ihrem vierten Saisonlauf | Foto: ABB FIA Formula E
In Santiago startet die Formel E zu ihrem vierten Saisonlauf | Foto: ABB FIA Formula E
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Timo Pape

Premiere in der Formel E: Am kommenden Wochenende reist der Elektro-Tross zum ersten Mal in der noch jungen Geschichte der Elektroserie zu einem Meisterschaftslauf nach Chile. Der E-Prix in der Landeshauptstadt Santiago eröffnet den Süd- und Mittelamerika-Abschnitt des Rennkalenders, der die zehn Rennställe in den kommenden Wochen auch nach Mexiko und Uruguay führen wird.

Dass die Formel E in diesem Jahr in Chile gastiert, ist ein wohl überlegter Schritt der Formel E um Geschäftsführer Alejandro Agag. Schließlich verfügt das Land an der südamerikanischen Pazifikküste über die Hälfte der weltweiten Lithium-Reserven, die für den Bau der meisten Elektroauto-Batterien benötigt werden.

Auch als wichtiger Kupferexporteur spielt Chile eine Rolle in der Entwicklung der Batterie-Technologie. Nicht zuletzt deswegen wurde der Bergbaukonzern Antofagasta Minerals als Hauptsponsor des Rennens auserkoren. Alles, was du vor dem Rennen in Chile wissen musst, erfährst du in unserer großen Formel-E-Rennvorschau.

Stadt, Land, Fluss…

Als Hauptstadt und unbestrittenes politisches Zentrum von Chile ist Santiago wohl die bedeutendste Stadt des Landes. Mit etwa acht Millionen Einwohnern lebt fast jeder zweite Chilene in Santiago oder im Ballungsraum der Metropole am Westhang der Anden. Santiago blickt auf eine ereignisreiche und kriegerische Geschichte zurück, die unter anderem die bewaffneten Konflikte zwischen spanischen Konquistadoren und Inka-Stämmen im 16. Jahrhundert einschließt.

Heute zieht Santiago als Kulturzentrum in Südamerika die begnadetsten Künstler aus Musik, Theater und Malerei an. Neben zahllosen Museen finden sich auch Parks, Kathedralen, Universitäten und belebte Märkte in der Innenstadt. Santiago ist zudem eine der wenigen Metropolen, von denen aus das Meer ebenso schnell erreichbar ist wie die Skigebiete des Landes.

Was seit dem letzten Saisonlauf passierte

In der Pause zwischen den Formel-E-Rennen in Marrakesch und Santiago gab es fast nur ein Thema: das neue Fahrzeug für die nächste Saison. Am Dienstag stellte die FIA den neuen Renner namens SRT_05e schließlich in einem Teaser-Video vor. Das Auto für das Rennjahr 2018/19 hebt sich radikal vom Vorgänger ab, nicht zuletzt wegen des fehlenden Heckflügels, der doppelt so großen Batterie und dem neuen Halo-Sicherheitssystem.

Zeitplan 2018 (alle Zeiten in MEZ)

  • 12:00 - 12:45 Uhr - 1. Freies Training
  • 14:30 - 15:00 Uhr - 2. Freies Training
  • 16:00 - 17:00 Uhr - Qualifying
  • 20:00 - 21:00 Uhr - Rennen (37 Runden)

Strecke

Der 2,46 Kilometer lange Kurs im Parque Forestal im Stadtzentrum Santiagos erinnert in seiner Form an eine in den Himmel gerichtete Kanone. Insgesamt warten zwölf Kurven auf die 20 Fahrer, die im Übrigen in Chile erstmals auch einen Fluss überqueren. Die Strecke führt zudem um die Plaza Baquedano, einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt in der Stadt.

Auf der langen Start-/Zielgeraden erreichen die Formel-E-Fahrer eine Höchstgeschwindigkeit von gut 200 km/h. Beste Überholmöglichkeit dürfte wohl Kurve 1 sein, wenngleich auch die Haarnadelkurve 6 zu einem Manöver einladen könnte.

Die Formel E im TV bei Eurosport

Eurosport überträgt auch das Formel-E-Rennen von Santiago de Chile live im Free-TV. Der Sportsender steigt um 19 Uhr mit einer Wiederholung der Qualifikation ins Programm ein, ehe das Rennen ab 20 Uhr in voller Länge über den Sender geht. Eine Wiederholung des E-Prix wird am Dienstag um 17:30 Uhr sowie am Mittwoch um 8:30, 10:30 und 23:00 Uhr ausgestrahlt. Die Trainings- und Qualifying-Sessions sind in Echtzeit nur im kostenpflichtigen Eurosport Player zu sehen.

Wetter

Auf der Südhalbkugel ist Hochsommer. In Santiago de Chile erwartet die Formel E dementsprechend eine regelrechte Hitzeschlacht. Mit Temperaturen von bis zu 31 Grad zum Rennstart könnten viele Teams Probleme mit überhitzenden Batterien bekommen. Ein wolkenloser Himmel und die eine oder andere Windböe mit bis zu 23 km/h verbessern die Rennbedingungen nicht zwingendermaßen, sorgen aber für eine angenehm sommerliche Stimmung in Chile.

Formcheck

Nach dem Marrakesch E-Prix und dem anschließenden Rookie-Testtag Mitte Januar ist nach wie vor nicht vor, wer das Rennen machen könnte. Audi hat zweifelsohne die beste rohe Pace, konnte das Potenzial des Fahrzeugs aber bei Weitem noch nicht ausschöpfen. So steht beispielsweise der amtierende Formel-E-Meister Lucas di Grassi nach drei Rennen bei null (!) Meisterschaftspunkten. Die Chancen auf das di-Grassi-Double sind damit bereits nach zwei Rennwochenenden minimiert. Stattdessen abermals in der Favoritenrolle: der Gesamtführende Felix Rosenqvist im Mahindra.

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