Formel 1: Künftig Hybride mit Biofuels?

Nachdem Audi und Porsche beide als Motorenlieferanten neu einsteigen wollen, wird das Motorenkonzept entsprechend ausgelegt.

Hat viel Staub respektive Wasser aufgewirbelt: Das künftige Motorenreglement der Formel 1 - jetzt wird hybridisiert und es werden Biofuels getankt. | Symbolfoto: Mercedes-Benz
Hat viel Staub respektive Wasser aufgewirbelt: Das künftige Motorenreglement der Formel 1 - jetzt wird hybridisiert und es werden Biofuels getankt. | Symbolfoto: Mercedes-Benz
Gregor Soller

Es gab einen langen Streit um die künftigen Formel-1-Motoren: Honda will perspektivisch aussteigen, Audi und Porsche wollen einsteigen und Ferrari, Mercedes-Benz und Renault hätten am liebsten alles so beibehalten wie es ist, um ihren Erfahrungsvorsprung beizubehalten. Jetzt scheint es hinter den Kulissen zu einer Einigung gekommen zu sein.

Am 17.8.2022 beschloss man ein neues Motorenkonzept für die Formel 1: Das sieht die Verwendung synthetischer Kraftstoffe ab 2026 und ein Hybridsystem vor, bei dem die Hälfte der Leistung elektrisch geliefert wird.

Damit kam man den beiden Marken des VW-Konzerns „entgegen“, die laut dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“ bereits an der Entwicklung entsprechender Antriebe arbeiten sollen. Vor allem Porsche erprobt bereits in mehreren Einsätzen synthetische Kraftstoffe im Motorsport.

Was bedeutet das?

Die Formel 1 bleibt bei ihren Fans ungebrochen populär, obwohl sie viel weniger Siegerteams kennt als die Formel E und teurere Eintritte verlangt – und auf Rennstrecken und nicht auf Stadtkursen fahren kann. Und nachdem Mercedes-Benz die Formel 1 der Formel E klar vorzieht und auch Audi und Porsche hier einsteigen wollen, war entsprechend Druck auf dem Kessel – gleichzeitig war ein „Weiter so“ auch ein No-Go, sodass man jetzt einen vergleichsweise "elektrifizierten“ Ansatz fand.  

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