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Formel 1: DHL-Flotte fährt mit Biokraftstoff

Der Logistiker launcht für die Formel 1-Logistik eine erste Lkw-Flotte, die durch Biokraftstoff den CO2-Fußabdruck der Veranstaltung deutlich reduzieren soll.

18 neue Lkw sollen in dieser Saison bei allen europäischen Rennen mit Biokraftstoff fahren. Foto: Deutsche Post AG
18 neue Lkw sollen in dieser Saison bei allen europäischen Rennen mit Biokraftstoff fahren. Foto: Deutsche Post AG
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Johannes Reichel
von Daniela Sawary-Kohnen

Im Rahmen ihrer Partnerschaft wollen DHL und die Formel 1® in dieser Saison mit einer neuen Initiative neue Maßstäbe in der nachhaltigen Logistik setzen. DHL führt seine erste aus 18 Lkw bestehende Flotte ein, die mit Biokraftstoff betrieben werden. Damit wolle man die Formel 1® bei ihrem Ziel unterstützen, bis 2030 Netto-Null-Emissionen zu erreichen, hieß es.

Die neuen Lkw, die mit dem Drop-in-Kraftstoff HVO100 (hydriertes Pflanzenöl) betrieben werden können, werden ab 2023 für alle europäischen Formel-1-Rennen eingesetzt. HVO ist ein erneuerbarer Kraftstoff, der aus Pflanzenölen, Altspeisefetten, Rückständen und tierischen Fetten hergestellt wird. Auf diese Weise soll laut DHL jeder Lkw die CO2-Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Kraftstoffen um mindestens 60 Prozent senken können, wobei ein großes Potenzial für höhere Einsparungen bestehe. Arjan Sissing, Head of Global Brand Marketing bei Deutsche Post DHL Group:

„Unsere Partnerschaft mit der Formel 1 unterstreicht auch unser gemeinsames Engagement für Nachhaltigkeit und die Verringerung unseres CO2-Fußabdrucks. Wir sind stets bestrebt, die Logistik nachhaltiger zu gestalten, und freuen uns, in diesem Jahr die erste Lkw-Flotte einzuführen, die mit einem nachhaltigen Kraftstoff betrieben wird. Als Branchenführer im Bereich der grünen Logistik tragen wir mit den 18 neuen Lkw zu einer emissionsärmeren DHL-Flotte bei, mit der wir unseren Fans und Kunden zeigen, dass es möglich ist, die Spannung der Formel-1-Rennen auf nachhaltige Weise in die ganze Welt zu bringen.“

Die neuen Lkw reduzierten den CO2-Ausstoß und würden die gleiche Leistung in Bezug auf Ladekapazität und Fahrstrecke wie ihre Dieselpendants bieten. Außerdem sei die Handhabung von Biokraftstoff unter Umwelt- und Sicherheitsaspekten unbedenklicher als das Bunkern von Diesel. Paul Fowler, Head of DHL Motorsports Logistics:

„Jeder Lkw kann somit bis zu 40 Tonnen transportieren und mit einem 1.000-Liter-Tank bis zu 3.500 Kilometer weit fahren. Für die F1-Etappe in Europa fahren die Lkw ausschließlich mit HVO100, einem Drop-in-Biokraftstoff der zweiten Generation, der die Norm EN15940 für Paraffinkraftstoffe erfüllt.“

Mit dem Einsatz von HVO100 erfüllt Deutsche Post DHL Group die EU-Richtlinie für erneuerbare Energien. Aufgrund ihrer Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit planen DHL und die Formel 1 den Einsatz dieser nachhaltig betriebenen Lkw in den kommenden Jahren auszuweiten, um ihren ökologischen Fußabdruck weiter zu minimieren. Ellen Jones, Head of ESG bei Formula 1®:

„Wir sind ein global agierender Sport und DHL spielt eine entscheidende Rolle bei der Durchführung der Rennen und hilft uns, die logistischen Auswirkungen unserer Weltmeisterschaft zu bewältigen. Gemeinsam sind wir ständig auf der Suche nach nachhaltigeren Lösungen, und durch Innovationen wie die mit Biokraftstoff betriebenen LKWs können wir den nächsten Schritt zur Reduzierung unserer Kohlenstoffemissionen machen und unser Nachhaltigkeitsziel erreichen, bis 2030 Netto-Null zu erreichen. Es ist schön zu sehen, dass Partner wie DHL den gleichen Antrieb und das gleiche Engagement für eine nachhaltigere Formel 1 teilen."

DHL stattet seine Lkw zudem mit GPS aus, um den Kraftstoffverbrauch zu überwachen und die Routen zu optimieren. In dieser Saison wird das DHL-Motorsportteam laut eigenen Aussagen rund 150.000 Kilometer zurücklegen und dabei bis zu 1.400 Tonnen Fracht pro Rennen transportieren. Neben den Rennwagen, Reifen, Ersatzteilen und Treibstoff wird auch das Broadcasting- und Hospitality-Equipment zum gewünschten Zielort gebracht. DHL bietet zudem eine Verfolgung der Fracht während des Transports sowie Zollabfertigungs-, Abhol- und Verzollungsdienste.

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