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Ford und VW prüfen strategische Zusammenarbeit

Schon bei den Vans Galaxy und Sharan arbeitete man einmal zusammen: Ford und der Volkswagen Konzern untersuchen mehrere Gemeinschaftsprojekte - darunter die gemeinsame Entwicklung von Nutzfahrzeugmodellen

Der Van-Markt ist weltweit sehr unterschiedlich aufgesplittet. | Foto: Ford
Der Van-Markt ist weltweit sehr unterschiedlich aufgesplittet. | Foto: Ford
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Gregor Soller

Weltweit ändern sich die Kundenbedürfnisse immer schneller – entsprechend sucht der VW-Konzern trotz seiner Größe weitere Kooperationen: Nachdem bei der Brennstoffzellentechnik über Audi mit Hyundai gemeinsame Sache machen möchte, untersucht man mit Ford unter anderem Kooperationen auf dem Nutzfahrzeugmarkt. Mögliche Projekte sollen Wettbewerbsfähigkeit beider Unternehmen stärken; weitere Informationen erfolgen im Gesprächsverlauf.

Dabei betonen beide Unternehmen, dass im Zuge der geplanten strategischen Zusammenarbeit keine Anteilsbeteiligungen einschließlich einer Überkreuzbeteiligung geplant sind. „Ford ist bestrebt, seine unternehmerische Fitness zu verbessern und flexible Geschäftsmodelle zu seinem Vorteil zu nutzen. Das beinhaltet auch die Zusammenarbeit mit Partnern, um unsere Effektivität und Effizienz zu verbessern“, sagte Jim Farley, Präsident „Global Markets“ von Ford. „Die geplante Kooperation mit Volkswagen ist ein weiteres Beispiel dafür, wie wir als Unternehmen stärker werden können, indem wir ein weltweit erfolgreiches Produktportfolio schaffen und unsere Fähigkeiten erweitern.“ Dr. Thomas Sedran, Leiter Volkswagen Konzernstrategie, sagte: „Die Markt- und Kundenanforderungen verändern sich mit einer rasanten Geschwindigkeit. Beide Unternehmen besitzen bereits starke und sich ergänzende Kompetenzen in verschiedenen Nutzfahrzeugsegmenten. Über Fortschritte und Einzelheiten zur geplanten Zusammenarbeit werden sich beide Unternehmen im Zuge des Fortschritts der Gespräche äußern.

Was bedeutet das?

Übersetzt liest man zwischen den Zeilen, dass beide Partner vor allem neue Nutzfahrzeugmärkte und -konzepte erschließen wollen: VW findet dort in den USA nicht statt, während sich Ford am liebsten ganz auf den eigenen Kontinent konzentrieren würde und für EU- und US-Vans und Pickups Kompromisse fahren muss. Dazu kommt, dass beide Unternehmen in diesem Segment in Asien keine große Rolle spielen und mit Elektrifizierung und autonom fahrenden Modellen weitere kostenintensive Themen auf die Hersteller zukommen, die man gemeinsam leichter schultern kann.

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