Werbung
Werbung
Werbung

Ford und Vodafone wollen Parksuchverkehr reduzieren

Anbieter testen vernetzte Fahrzeug-Technologie zur Anzeige freier Plätze in Parkhäusern, samt Zielführung. Ein Drittel des Stadtverkehrs dreht sich um die Parkplatzsuche, knapp 70 Stunden suchen Fahrer jährlich.

Parkplatz-Spürhund: Wo in einem Parkhaus was frei ist, soll ein Leitsystem zeigen, das Ford und Vodafone erproben. | Foto: Ford
Parkplatz-Spürhund: Wo in einem Parkhaus was frei ist, soll ein Leitsystem zeigen, das Ford und Vodafone erproben. | Foto: Ford
Werbung
Werbung
Johannes Reichel

Der Automobilhersteller Ford und der Kommunikationskonzern Vodafone arbeiten mittels vernetzter Fahrzeug-Technologie an einem Parkplatz-Leitsystem, das Fahrern anzeigt, wie viele Stellplätze in umliegenden Parkhäusern zur Verfügung stehen und wie man dorthin kommt. Künftig sollen vernetzte Fahrzeug-Technologien Fahrern ermöglichen, zu sehen, wann vorausliegende Ampeln umschalten, zusätzlich könnten genauere Verkehrszeichen- und Wetterinformationen auf dem Display angezeigt werden. In Städten wie Frankfurt oder London verbringt der Durchschnittsfahrer laut der Anbieter jedes Jahr bis zu 67 Stunden mit der Suche nach Parkplätzen, von denen speziell in Innenstädten viele gebührenpflichtig sind. Dieses Umherfahren ist für schätzungsweise 30 Prozent des Stadtverkehrs verantwortlich. Dabei, so belegen es Zahlen aus Großbritannien, betrage die Auslastung von Parkhäusern und gewerblichen Parkflächen oftmals nur 50 Prozent.

"Navigations-Systeme sind eine großartige Hilfe beim täglichen Autofahren. Weniger nützlich sind sie bisher bei der Suche nach Parkmöglichkeiten in Innenstädten", meint Tobias Wallerius, Entwicklungsingenieur, Ford Europa.

Das Projekt mit dem Namen Parking Space Guidance, basiert auf vernetzter Fahrzeugtechnologie. "Die Parkplatzsuche kostet uns weniger Zeit und Nerven", meint Vodafone Innovationschef Michael Reinartz. Das Leitsystem nutzt die Daten von Parkhäusern und gewerblichen Stellplätzen. Die Tests erfolgen im Rahmen von KoMoD (Kooperative Mobilität im digitalen Testfeld Düsseldorf), einem 15-Millionen-Euro-Projekt für die praktische Erprobung neuer Connected-Car-Technologien und des automatisierten Fahrens. Während Testfahrzeuge durch die Stadt fahren, erhalten sie Verkehrs- und Parkhausinformationen von einem zentralen Computersystem, basierend auf ihren Geokoordinaten und digitalen Verkehrsinformationen.
 

    Weitere Funktionen, die im Rahmen von KoMoD demonstriert werden:

    • Ampelassistenzsystem, bei dem die verbleibende Zeit für anstehende
    • Rot- oder Grünphasen auf der Instrumententafel angezeigt wird. Eine rechtzeitige Warnung vor einer roten Ampel kann Bremsmanöver verringern, was zu Vorteilen bezüglich Sicherheit, Kraftstoffverbrauch und Verkehrsfluss führen kann, wenn der Fahrer seine Geschwindigkeit entsprechend anpasst.
    • Tunnelinformationssystem, das Informationen zu Fahrspurschließungen, Tempolimits und langsam fahrenden Fahrzeugen in vorausfahrenden Tunneln bereitstellt.
    • Vario-Display liefert dem Kombiinstrument aktuelle Informationen zu wichtigen Ereignissen, die sich auf den lokalen Verkehr auswirken können, etwa Konzerte oder Fußballspiele.
    • Verkehrsleitsystem trägt durch Anpassung der Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen zur Verbesserung des gesamten Verkehrsflusses bei.
    • Intelligente Verkehrszeichenübertragung sendet Informationen zu Tempolimits und Warnschildern direkt an die Fahrzeuganzeigen. Während die Verkehrszeichenerkennung mithilfe von Kameras in vielen Fahrzeugen vorhanden ist, kann sie bei schlechtem Wetter oder in Umgebungen hochgebauter Lkw schwierig sein. Durch die Übermittlung digitaler Informationen an das Fahrzeug über eine Mobilfunkverbindung direkt vom Verkehrsschild wird sichergestellt, dass der Fahrer wichtige Sicherheitsinformationen sehen kann.
    • Schlechtwetterwarnung kommuniziert automatisch die Wetterbedingungen von einem Fahrzeug zu anderen Fahrzeugen in der Nähe. Wenn beispielsweise die automatischen Scheibenwischer eines Fahrzeugs einsetzenden Regen erkennen, wird dies gesendet, um Fahrer in der Nähe über ihre fahrzeuginternen Displays zu informieren, falls sie ihre Geschwindigkeit oder Route anpassen möchten.
    Printer Friendly, PDF & Email
    Werbung