Ford startet Over-the-Air-Updates

Die Mustang Mach-E erhalten aktuell die ersten Software-Updates over the air, womit Ford sein „Power-Up“-Programm ausrollt.

Mit dem Zeichenprogramm "Sketch" startet Ford seine "OTA"-Updates. | Foto: Ford
Mit dem Zeichenprogramm "Sketch" startet Ford seine "OTA"-Updates. | Foto: Ford
Gregor Soller

Alex Purdy, Director of Business Operations, Enterprise Connectivity, verkündet stolz den nächsten Schritt von Ford, „Power up“ genannt. Womit Ford-Modelle nicht mehr einfach nur älter, sondern besser werden sollen. Perspektivisch soll das bis 2028 rund 33 Millionen betreffen, gestartet wird bescheidener – mit rund 10.000 bisher zugelassenen Mustang mach-E. Damit startet Ford also seine ersten Software-Updates „Over-the-Air“ (OTA) –ohne Besuch beim Servicepartner. Den Anfang macht das eher sinnfreie, aber kreative und nette Programm „Ford Sketch“ (engl. Skizze), das in manchen Fahrzeugmenüs als „Notes“ bezeichnet wird. Es ermöglicht zum Beispiel das elektronische Zeichnen und Malen auf dem Touchscreen, während das Auto geparkt ist. Wichtiger dürften vielen Kunden jedoch Performance-Updates vor alle bei Connectivity und Navigation sein, die Ford ebenfalls in Aussicht stellt.

Mit „Remote Vehicle Setup und Trip Logs“ können Käufer eines Mustang Mach-E die Ford-Pass-App nutzen, um Profileinstellungen in der Cloud einzurichten und Fahrzeugdetails wie die Batterienutzung auf jeder Fahrt zu verfolgen. Auch ist ein Upgrade für das sprachgesteuerte Infotainmentsystem Sync 4 in Vorbereitung. Es erweitert die Navigation um automatische Zielvorschläge und soll zudem eine Cloud-Konnektivität in Kombination mit alltagssprachlicher Spracherkennung und internetbasierter Suchfunktion bieten.

Außerdem wird eine Kompatibilitätserweiterung für Apple Carplay aufgespielt, um bei der Navigation zusätzliche Richtungsdetails angezeigt zu bekommen. „Digital Owner“ ermöglicht dagegen die digitale Nutzung der Bedienungsanleitung. Und wenn man ein Update verpasst oder der Vorbesitzer das einfach vergaß? Laut Purdy kein Problem, wie er uns im Live-Chat versicherte – die können man nachziehen, so lange das Auto verfügbar sei. Womit der Fahrzeughandel künftig einen neuen Job hat: Seine Rückläufer auf Updates kontrollieren und diese alle aufspielen, falls vergessen.

Ein Hauptziel sei laut Purdy aber, so näher an den Kunden heranzukommen und über den gesamten Fahrzeugzyklus mit ihm in Kontakt zu bleiben, und nicht nur bei Verkauf, Service und Fahrzeugrückgabe respektive –verkauf. Und die Frage nach der Datensicherheit beantwortet Purdy amerikanisch-optimistisch:

„Die Kunden sollen nicht zwischen Innovation und Vertrauen wählen müssen.“

Was bedeutet das?

Auch Ford startet seine Software-Updates Over-the-Air. Noch mit eher belanglosen Zeichenprogrammen, doch spannendere Themen sind unterwegs. Noch spannender wird das, wenn man dann eines Tages noch mehr Reichweite oder aufmerksamere Fahrassistenzsysteme erhält.

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