Ford setzt beim Mach-E auf Mobileye

Die Sensor-Technologie der Intel-Tochter soll die Co-Pilot360-Fahrer-Assistenzsysteme von Ford unterstützen. Hersteller sichert sich die Lösung erstmals für den gesamten Lebenszyklus künftiger Baureihen und prüft die Verwendung der Roadbook-Technologie.

Aufmerksam: Ford will seine Fahrzeuge mit der Sensortechnologie von Mobileye ausstatten, etwa auch den Active Drive Assist im Mach-E. | Foto: Ford
Aufmerksam: Ford will seine Fahrzeuge mit der Sensortechnologie von Mobileye ausstatten, etwa auch den Active Drive Assist im Mach-E. | Foto: Ford
Johannes Reichel

Der Automobilhersteller Ford und der Sensor-Spezialist Mobileye haben eine Kooperation bei Fahrer-Assistenzsystemen für die globale Produktpalette von Ford bekanngegeben. Die israelische Intel-Tochter werde als "ausgewählter Zulieferer" der kamerabasierten Vision-Sensing-Technologie die firmeneigenen EyeQ-Produkte gemeinsam mit einer Vision-Processing-Software zur Unterstützung von Fahrer-Assistenzsystemen der Level 1 und 2 in Ford-Baureihen weltweit bereitstellen, teilte der Autohersteller mit.

Obwohl die Anbieter seit Jahren kooperieren, sei es jetzt das erste Mal, dass Ford die Fahrer-Assistenzsysteme über den gesamten Produktzyklus künftiger Baureihen nutzen werde, einschließlich des neuen, auch in Europa erhältlichen Ford Mustang Mach-E. Beide Parteien werden in diesem Zusammenhang mit Ford Tier 1-Zulieferern zusammenarbeiten. Man wolle die EyeQ3- und EyeQ4-Module von Mobileye für Fahrer-Assistenzsysteme der Level 1 und 2 einsetzen. Die Module sollen sich durch ihre Fähigkeit auszeichnen, die komplexen und rechenintensiven Daten (Bilder), die etwa die bordeigene Fahrzeugkamera kontinuierlich liefert, auszuwerten und zu verarbeiten - bei  niedrigem Energieverbrauch. Aufbauend auf den Fähigkeiten seiner Vorgängerversionen könne EyeQ4 die Daten mehrerer Kameras/Sensoren sowie zusätzliche Daten verarbeiten, die für die Funktionalität von Fahrer-Assistenzsystemen erforderlich sind, skizziert der Anbieter. Die Technologie unterstütze Funktionen wie etwa die intelligente Geschwindigkeitsregelanlage mit Stop-and-Go-Funktion, den Pre-Collision Assist mit automatischer Notbremsung, Fahrzeug-, Fußgänger- und Radfahrererkennung sowie Spurhaltefunktionen. Darüber hinaus werden das kamerabasierte Kurvenlicht, das blendfreie Fernlicht und die neue Active Drive Assist-Technologie, die in den USA für den Ford Mustang Mach-E sowie für die nächste Generation des F-150 erhältlich sein wird, unterstützt.

Die internationale Society of Automotive Engineers (SAE) definiert Systeme des Levels 1 als Automatisierung direkter Fahrvorgänge, wie beispielsweise Lenken, Beschleunigen oder Abbremsen. Systeme des Levels 2 bieten Unterstützung bei Lenk-, Beschleunigungs- und Bremsvorgängen. In beiden Fällen behält der Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug.

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