Ford plant eigenes E-Ladenetz in USA

Unter dem Namen „Fastor Charge“ könnte Ford in den USA eigene Schnelllader errichten.

Unter dem Namen "Fastor Charge" könnte Ford in den USA ein eigenes Schnellladenetz analog zu Tesla planen. Foto: Ford
Unter dem Namen "Fastor Charge" könnte Ford in den USA ein eigenes Schnellladenetz analog zu Tesla planen. Foto: Ford
Gregor Soller

Medienberichten zufolge hat Ford beim Patent- und Markenamt der Vereinigten Staaten bereits im Jahr 2018 die Marke „Fastor Charge“ angemeldet. Der geschwungene, angemeldete Schriftzug erinnert optisch sofort an das Ford-Logo. Der Ford-Fanblog „MachEClub“ erklärt, dass Ford mit der Anmeldung der Marke ein eigenes DC-Schnellladesystem analog zu Tesla aufbauen könnte. Der Status der eigetragenen neuen Marke steht seit Anfang April auf „zur Ablehnung veröffentlicht“. Das heißt, dass ein Unternehmen oder eine andere Marke, die meint, durch die Registrierung von Ford Schaden zu nehmen, Widerspruch einlegen kann. Ergänzend zum eigenen Netz arbeitet Ford in Nordamerika mit Schnellladeanbietern wie Electrify America und Electrify Canada zusammen, während man in Europa mit Ionity kooperiert. Mit seinen eigenen Schnellladern könnte Ford Bereiche abdecken, die von den bestehenden Ladepartnern nicht bedient werden. Außerdem könnten die Ford-eigenen Schnelllader auch bei den Ford-Händlern installiert werden.

Auf Nachfrage erklärte Ford leider nur, dass man Trademark- und Patentanmeldungen grundsätzlich nicht kommentiert. Es ist aber davon auszugehen, dass "Fastor Cahrge" nur in den USA ausgerollt wird, während man in Europa das Ionioty-Netz anbieten wird, das Ford mit gegründet hat. 

Was bedeutet das?

Mit „Fastor Charge“ würde Ford einen ganzen Schritt tiefer in die Ladethematik einsteigen und analog zu Tesla das Mustang-Mach-E-Thema als „eigene Community“ stärken. Die Frage ist, welche konkreten Vorteile und Geschäftsmodelle man in Dearborn für „Fastor Charge“ sieht.

 

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