Ford Mach-E: Update verbessert Zuglast und Fahrwerk

Nach der Medienkritik am Komfort des Strom-Crossover bessert der Hersteller nach und optimiert mit einem Software-Update "over the air" neben dem Fahrwerk auch die Anhängelast der Versionen mit großem Akku. Zudem beschleunigt man die Ladezeit oberhalb 80 Prozent.

Mehr drin, mehr dran: Ford reagiert auf die Kritik am E-Mach-Fahrwerk und bessert auch bei der Anhängelast sowie dem Ladetempo nach. | Foto: Ford
Mehr drin, mehr dran: Ford reagiert auf die Kritik am E-Mach-Fahrwerk und bessert auch bei der Anhängelast sowie dem Ladetempo nach. | Foto: Ford
Johannes Reichel

Nach der Kritik am unkomfortablen und teils rüden Fahrwerk und der trägen Ladetechnik des E-Crossovers Mach-E hat der Hersteller Ford nachgebessert und mit dem jüngsten Software-Update diverse Verbesserungen "over the Air" bereitgestellt. So wächst die maximal zulässige Anhängelast des Ford Mustang Mach-E bei Modellen mit der größeren Batterie "Extended Range" von 750 auf 1.000 Kilogramm, sowohl für die Varianten mit Hinterrad- als auch mit Allradantrieb. Außerdem wurde im Rahmen eines Software-Updates die Ladezeit für die Steigerung der Batteriekapazität von 80 auf 90 Prozent von bislang 52 Minuten auf nun 15 Minuten reduziert, also eine Verbesserung um 37 Minuten. Auch dieser Punkt war zuvor auf Kritik in Fachmedien gestoßen.

Noch stärker stand aber der harsche Komfort und das teils nicht unproblematische Lastwechselverhalten in der Kritik: Mit dem Update hat Ford in Reaktion das elektronische Stabilitätsprogramm ESC sowie das Fahrwerk des Mustang Mach-E optimiert. Das ESC-Update beziehe sich auf die drei Fahrmodi "Zahm", "Aktiv" and "Temperamentvoll". Diese Änderungen, die per "Over The Air (OTA)" auf die Kundenfahrzeuge aufgespielt werden, sollen eine stärkere ESC-Kontrolle bei Kurvenfahrten und insbesondere bei Ausweichmanövern ermöglichen. Die Federn und Dämpfer des Fahrwerks wurden so angepasst, dass sich die Balance und der Komfort des Fahrzeugs signifikant verbessern, verspricht der Hersteller. Eine Neukalibrierung der Ein-Pedal-Fahrfunktion sorge darüber hinaus für eine laut Hersteller noch sanftere Leistungsentfaltung bei niedrigeren Geschwindigkeiten und damit ebenfalls für eine Verbesserung des Fahrkomforts.

"Die höhere Anhängelast für den Mustang Mach-E ist nur eine von zahlreichen für die Kunden kostenlosen Verbesserungen, die wir kontinuierlich in den Bereichen Hardware und Software oder durch die Homologation umsetzen, um den Mustang Mach-E-Nutzern stets das optimale Produkterlebnis zu bieten", wirbt This Woelpern, General Manager, Imports, Ford of Europe.

Insbesondere die verbesserte Anhängelast sei ein sehr gutes Beispiel dafür, wie man auf Kundenwünsche reagiere und sie umsetze, wenn technisch machbar, meinte Woelpern. Der Mustang Mach-E, der mittlerweile seit über einem Jahr in Europa verkauft wird, gewinnt weiterhin Kunden. Rund 88 Prozent der Mach-E-Käufer seien von anderen Automarken zu diesem Ford-Modell gewechselt, so der Hersteller weiter.

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