Ford Focus soll mit Mild-Hybrid knapp ein Fünftel Sprit sparen

Milder Aufwand, guter Ertrag, für 870 Euro: Bis zu 17 Prozent sparsamer zum Standard soll der Focus mit 48-Volt-System sein, das zudem verbesserte Start-Stopp und Zylinderabschaltung kombiniert.

Elektrische Mithilfe: Der Riemen-Starter-Generator agiert auch als E-Maschine und trägt beim Anfahren oder Beschleunigen bis zu 24 Nm bei. | Foto: Ford
Elektrische Mithilfe: Der Riemen-Starter-Generator agiert auch als E-Maschine und trägt beim Anfahren oder Beschleunigen bis zu 24 Nm bei. | Foto: Ford
Johannes Reichel

Der Automobilhersteller Ford hat seinen Kompaktwagen Focus jetzt auch mit einem elektrifizierten EcoBoost Hybrid-Antriebsstrang ins Sortiment genommen. In Kombination mit dieser 48-Volt-Mild-Hybrid-Technologie entwickelt der 1,0-Liter-EcoBoost-Dreizylinder-Benziner wahlweise eine Leistung von 92 kW (125 PS) oder von 114 kW (155 PS) bei geringeren CO2-Emissionen von kombiniert 99-94 g/km bei der 125-PS-Version beziehungsweise von kombiniert 103-93 g/km im Falle der 155 PS-Version. Insgesamt soll sich, bezogen auf die 114 kW/155 PS-Version, eine Verbesserung der Kraftstoffeffizienz um 17 Prozent im Vergleich zum aktuellen Ford Focus mit dem 1,5-Liter-EcoBoost-Motor und einer Leistung von 110 kW (150 PS) ergeben. Der neue Hybrid-Antrieb ist für alle neun Ford Focus-Ausstattungsvarianten erhältlich, der Verkaufspreis der 103 kW/125 PS-Variante startet bei 22.774 Euro, ohne Mild-Hybrid-Antrieb kostet das Fahrzeug ab 21.933 Euro, inklusive 16 Prozent Mehrwertsteuer, wie der Hersteller betont.

Ford-Schritt: 45 Prozent sparsamer als ein Focus von 2010

Der riemengetriebene Starter-Generator BISG greift als Elektromotor ein, sobald der Benziner die volle Leistung abruft. Dies bedeute eine Erhöhung des Gesamtdrehmoments von bis zu 20 Nm über das vom Benzinmotor allein bei Volllast erzeugte Niveau. Bei niedrigen Drehzahlen betrage das Drehmoment-Plus bis zu 50 Prozent. Laut Hersteller soll der 155 PS starke 1,0-Liter EcoBoost Hybrid-Antrieb des Focus im Vergleich zu einem 2,0-Liter-Benzinermotor mit 145 PS, wie er noch vor zehn Jahren für das damalige Modell erhältlich war, eine Verbesserung der Kraftstoffeffizienz von rund 45 Prozent realisieren.

Weiterentwickeltes Start-Stopp-System und Zylinder-Deaktivierung

Ebenfalls zur Spritersparnis beitragen soll das serienmäßiges Start-Stopp-System, das mit Ausroll-Funktion weiterentwickelt wurde. Bei niedrigen Geschwindigkeiten schaltet diese Technologie den Benzinmotor schon vor dem tatsächlichen Stillstand ab, sobald die Kupplung getreten wird, je nach gewählter Einstellung bei 15, 20 oder 25 km/h ein. So soll beim Ausrollen Kraftstoff gespart werden. Beim Wiederanfahren starte der Motor innerhalb von nur 350 Millisekunden. Darüber hinaus kommt auch beim Ford-Hybrid-System die Zylinder-Deaktivierung zum Einsatz, die ebenfalls Kraftstoff sparen soll. Dabei wird einer der drei Zylinder automatisch abgeschaltet, wenn keine volle Leistung benötigt wird, etwa im Schubbetrieb.

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