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Ford Capri: Explorer als Coupé

Der Capri ist zurück! Als 4,62 Meter langer E-Stromer auf MEB-Basis, der sich trotz gleicher Basis stark vom Bruder Explorer unterscheidet.

ja, er sieht echt aus wie ein Ford Capri! Der neue elektrische Capri, den Ford dezent über dem Explorer positioniert. | Foto: Ford
ja, er sieht echt aus wie ein Ford Capri! Der neue elektrische Capri, den Ford dezent über dem Explorer positioniert. | Foto: Ford
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Gregor Soller

Auch Ford reitet die Retrowelle, zumindest was die Namen angeht: nach dem Dauerbrenner Mustang und der wieder eingeführten Bronco kehrt jetzt der Capri zurück und unterstützt den Explorer im heiß umkämpften Markt der Midsize-SUV.

Nicht einfach nur das Coupé zum Explorer

Interessant ist, dass Ford hier anders als der VW-Konzern mit Audi Q4 e-tron Sportback, Skoda Enyaq Coupé und VW ID.5 nicht einfach ein Coupé des Explorer auf die Räer stellt, sondern die beiden Modelle stärker differenziert: Optisch erinnert der Capri zumindest von vorn tatsächlich an den Ur-Capri von 1969 oder auch den MK2 von 1974, ebenso wie der Fensterbogen an der C-Säule auf die Ahnen verweist. Nun hätte man die Grafik der Seitenlinie und das Heck auch noch mehr „caprisieren“ können, aber grundsätzlich steht hier ein Auto, das sich deutlich vom Explorer unterscheidet.

Steigt man dann ein, verlieren sich die Unterschiede etwas, denn am Ende ist der Capri eben doch ein bisschen das Coupé zum Explorer. Auch wenn Ford Europa Design Direktor Amko Leenarts erklärt:

„Das Interieur präsentiert sich genau so, wie sich ein Fahrer des klassischen Ford Capri die Zukunft vorgestellt hätte.“

Auch im Capri gibt es im Topmodell eine B&O-Soundbar, die mittige 17-Liter-„Megaconsole“ mit Tresor und den zentralen 14,6-Zoll-Screen. Grundsätzlich startet der Capri in zwei Versionen: Als „Capri“ und besser ausgestatteter „Capri Premium“ – beide können vorerst mit zwei Antrieben kombiniert werden – beide laufen als „Extended“ Range: Der RWD trägt einen 77-kWh-Akku, der real für bis zu 572 bis 627 km Reichweite gut sein soll – also immer 400 bis 450 km plusminus x, der AWD kommt mit 79 kWh-Akku, nach WLTP gut für 534 bis 592 km Reichweite, real also gut 350 bis gut 420 plusminus x…

Ladeleistung analog zu VW - 135 bis 185 kW

Einen kleinen Patzer leistet sich der RWD bei der Ladeleistung: Maximal 135 kW sind in er Klasse eher Minimum, aber da er diese Leistung stabil hält, soll er im Idealfall trotzdem binnen 28 Minuten von 10 auf 80% geladen haben. Zum Vergleich: Der AWD mit 79 kWh-Akku lädt zwar mit bis zu 185 kW, braucht von 10 auf 80% aber auch 26 Minuten…

 

Die Antriebe kennt man wie die Akkugrößen von VW: 210 kW beim RWD, 250 kW beim AWD – das entspricht dem Skoda Enyaq 85 und dem Enyaq RS. Beide Capri werden bei 180 km/h abgeregelt und sind damit schneller als einst das Gros der Ur-Capri-Programms, auf 100 km/h geht es binnen 6,4 (RWD) und 5,3 (AWD) Sekunden.

Länge läuft: Etwas mehr Kofferraum als im Explorer

Viel Platz im Kofferraum: 572 bis 1.510 Liter meldet Ford, beim Premium wegen dem Subwoofer fünf Liter weniger. Das Plus gegenüber dem Explorer zieht er aus dem 17-cm-Plus an Länge: Er misst 4,63 statt 4,46 Meter. Damit positioniert Ford den Capri dezent über dem Explorer und zieht beide Modelle auch so auseinander. Der Radstand von 2,77 Meter ist allerdings identisch, sodass auch das Platzangebot beim Capri nicht üppiger ausfällt.

Bei den Gewichten hielt Ford einigermaßen Maß: Die aktuelle Basis startte bei 2.098 kg, der AWD Premium kommt dann schon auf 2.190 kg. Die Preise starten aktuell ab 51.950 Euro und damit dezent über dem vergleichbaren VW ID.5 mit 77-kWh-Akku, aber dezent unter dem Polestar 2 mit 78-kWh-Akku.

Was bedeutet das?

Der Capri ist ein erfrischender Neuzugang im Segment der Midsize-SUV—Coupés und dürfte die Stückzahlen in Köln auf jeden Fall pushen, wenngleich er die ganz große Überraschung hinsichtlich Preis oder Reichweite auslässt.

 

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