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Ford bringt den Mondeo Hybrid auch als Turnier

Kombi-Variante soll in der ersten Jahreshälfte 2019 kommen und Kunden mit erhöhtem Platzbedarf ansprechen.

Zeit wird's: Der Mondeo Hybrid soll am erster Hälfte 2019 auch als Kombi kommen - endlich. | Foto: Ford
Zeit wird's: Der Mondeo Hybrid soll am erster Hälfte 2019 auch als Kombi kommen - endlich. | Foto: Ford
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Johannes Reichel

Der Automobilhersteller Ford geht in kleinen Schritten in Richtung Elektromobilität. Ab der ersten Hälfte des Jahres 2019 soll es den bisher nur als Stufenheck-Limousine verfügbaren Mittelklassewagen Mondeo Hybrid auch in der Karosserievariante Turnier (Kombi) geben. Die Limousine bleibt aber weiterhin im Programm. Deren Preis beträgt ab 36.550 Euro, der Turnier dürfte also mit einem gewissen Kombiaufschlag ebenfalls unter 40.000 Euro bleiben. Der neue Ford Mondeo Hybrid Turnier sei "exklusiv für Kunden in Europa entwickelt" worden, reklamiert der Hersteller. Er soll vor allem Privat- und Gewerbekunden ansprechen, die viel Platz für ihre Ausrüstung benötigen und/oder hohe Nutzlasten transportieren wollen. Den exakten Preis sowie Bilder vom Turnier Hybrid will Ford erst später veröffentlichen.

In der aktuellen Ford Mondeo Hybrid Limousine kommen zwei Antriebe zum Einsatz: Der 2,0-Liter-Atkinson-Benzinmotor entwickelt eine Leistung von 103 kW (140 PS). Hinzu kommt der Elektroantrieb, gespeist von einer luftgekühlten 1,4 kWh Lithium-Ionen-Batterie, die unter dem Kofferraumboden untergebracht ist. Die Systemleistung beträgt insgesamt 138 kW (187 PS), der Antrieb erfolgt über ein stufenloses CVT-Getriebe. Je nach Fahrsituation wird der effizienteste Antriebsmodus automatisch gewählt, also rein elektrisch oder hybrid. Im Verbrauch soll der Mondeo Hybrid zwischen 4,4 und 4,8 l/100 km liegen, bereits nach dem realitätsnäheren WLTP-Zyklus. Die Klimaanlage sowie Vakuum- und Kühlsysteme an Bord sind elektrisch betrieben.

"Für viele Kunden ist die Funktionalität eines klassischen Kombis eine wichtige Voraussetzung beim Fahrzeugkauf", begründet Roelant de Waard, Vice President, Marketing, Sales & Service, Ford of Europe. Und er versichert, elektrifizierte Antriebe würden "in Zukunft eine Schlüsselrolle spielen". Man wolle die Investitionen in Elektroautos deutlich aufstocken. "Bis zum Jahr 2022 werden wir insgesamt elf Milliarden Dollar für die Entwicklung elektrifizierter Fahrzeuge ausgeben. Insgesamt 40 solcher Modelle wollen wir bis dahin auf dem Markt haben, 16 vollelektrische und der Rest Hybride, die zusätzlich zum Elektroantrieb einen Verbrennungsmotor an Bord haben", versprach der Manager.

Was bedeutet das?

Mühsam nährt sich das Eichhörnchen: Ford versucht derzeit aus Bordmitteln, den beschleunigt abfahrenden Zug in Richtung Elektromobilität noch zu erreichen. Dazu zählen allem voran die Nutzfahrzeuge, wo 2019 eine interessante PHEV-Variante des Transit Custom mit seriellem Hybrid und Range-Extender-Benziner kommt, aber auch ein großer Transit mit 48-Volt-Mild-Hybrid. Längst fällig ist eigentlich der Plug-In-Hybrid-Mondeo als Kombi, doch müssen Kunden sich noch bis 2019 gedulden. Daneben sollte man nicht vergessen, dass Ford immer noch exzellente und sparsame konventionelle Autos baut: Fiesta und Focus sind Fahrzeuge der Vernunft, ganz im Gegensatz zu den Riesen-Vans und Monstern-SUV. Die propagiert der Hersteller speziell in den USA statt seriöser Kompaktwagen jetzt noch stärker und will mit ihrer Hilfe die Investitionen in die E-Mobilität erst verdienen - eine absurde Strategie, wie als würde man Feuer mit Öl bekämpfen. Die tonnenschweren Geländewagen werden auch mit Elektrifizierung nicht zum Weltenretter, sondern sind und bleiben überdimensionierte Luxus-Karossen für eine auch von Herstellern wie Ford völlig falsch konditionierte Kundschaft.  

 

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