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Förderung für E-Lastenräder liegt auf Eis - Zukunft Fahrrad beklagt Schieflage

Wegen der Haushaltssperre liegt die E-Lastenradförderung auf Eis. Die Incentivierung für E-Autos läuft jedoch weiter. Das kritisiert der Verband und wirft der Regierung Ungleichbehandlung vor.

Müssen einstweilen ohne Förderung auskommen: E-Lastenräder beim Berliner Spezialhändler Isicargo. | Foto: Isicargo
Müssen einstweilen ohne Förderung auskommen: E-Lastenräder beim Berliner Spezialhändler Isicargo. | Foto: Isicargo
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Johannes Reichel

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) hat wegen der Ausgabensperre im Bundeshaushalt neun Förderprogramme einstweilen auf Eis gelegt. Diese waren bisher vor allem aus dem Klima- und Transformationsfonds bestellt worden. So wurden neben den Fördermitteln für Wärmenetze, Gebäude-Energieberatungen, das Aufbauprogramm Wärmepumpe, serielle Sanierungen, klimafreundliche Kältemittel oder Bürgerenergiegesellschaften für Windräder auch die Mittel für E-Lastenräder gestoppt. Nicht betroffen von der Antragspause sind allerdings die Programme für E-Autos und die Bundesförderung für effiziente Gebäude. Mit sofortiger Wirkung würden keine Anträge zu den Programmen mehr bewilligt oder angenommen, erklärte die Bundesbehörde. Projekte mit schon erteilten Förderzusagen könnten hingegen weiterverfolgt werden. Der Branchenwirtschaftsverband Zukunft Fahrrad kritiserte den Stopp der Förderung scharf.

"Die strukturelle Benachteiligung des Fahrrads wie jetzt in der Ungleichbehandlung bei der Haushaltssperre ist verheerend. Die Förderung für E-Lastenräder wird gestrichen, die für E-Autos nicht, das zementiert weiter den Status Quo. Solche Entscheidungen liegen wie eine bleierne Decke über einer nachhaltigen und sozial gerechten Verkehrswende - alle Ambitionen für Klima und Gesundheit werden so bereits im Keim erstickt", monierte Wasilis von Rauch, Geschäftsführer von Zukunft Fahrrad.

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