Fisker plant Europa-Zentrale in München

Das Europa-Hauptquartier soll „Matrix“ heißen und wurde auch wegen der relativen Nähe zu Graz gewählt.

Fertigung in Graz, Europa-Zentrale in München, erste Orders aus Dänemark: Fisker treibt auch sein Europa-Geschäft voran. | Foto: Fisker
Fertigung in Graz, Europa-Zentrale in München, erste Orders aus Dänemark: Fisker treibt auch sein Europa-Geschäft voran. | Foto: Fisker
Gregor Soller

Henrik Fisker benennt seine Standorte gern nach Hollywood-Produktionen: Mit dem Namen „Matrix“ fügt sich der neue Europa-Hauptsitz in München in die Hollywood-Namensgebung anderer Standorte ein: Das neue globale Headquarter HQ und im kalifornischen Manhattan Beach wird „Inception“ heißen. Europa soll von München aus gesteuert werden. Da sind vor allem BMW und MAN wichtige Standorte der Automobilindustrie, die auch schon einige chinesische Start-ups wie Byton oder Nio anzog. Und jetzt auch Fisker. Zumal München auch Magna-Standort ist, viele weitere Zulieferer beherbergt und damit laut Fisker zu den wichtigen Standorten der Autoindustrie zählt:

„Durch die Ansiedlung unseres regionalen Hauptsitzes in Süddeutschland können wir schnell und effizient mit dem Aufbau unserer Vertriebsaktivitäten in ganz Europa beginnen.“

Auch die Nähe zu den Alpen und die Verkehrsanbindung mit dem internationalen Flughafen, sowie Bahn und Autobahn lockte Fisker:

„Der einfache Zugang zum Autobahnnetz und zu den Alpenstraßen war auch eine Überlegung zur Validierung unserer Ziele für die Performance des Fahrzeugs.“

Die erste Bestellung kam jedoch aus dem einstigen Heimatland Fiskers, aus Dänemark: Dort hat der dänische Carsharer „Viggo“ 300 Fisker Ocean geordert, obwohl die Produktion in Graz erst Ende 2022 starten soll.

Was bedeutet das?

Fisker baut seine Standorte konsequent aus und das auch in Europa. Einmal mehr siedelt sich ein Fahrzeug-Start-up in München an, wo es sich in bester Gesellschaft befindet und leicht gut ausgebildete Arbeitskräfte finden dürfte.

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