Fisker kündigt E-Cabrio Ronin an

Kaum sickern erste Details zum Pear durch, legt Fisker mit einem dritten Modell nach: Dem Elektrocabrio Ronin.

Der Ronin könnte als viertüriges Cabrio starten. | Foto: Fisker
Der Ronin könnte als viertüriges Cabrio starten. | Foto: Fisker
Gregor Soller

Das dritte Fisker-Modell trägt den Codenamen Ronin – aus dem gleichnamigen schnellen Film dessen Hauptinhalt eigentlich Verfolgungsjagden sind. Doch statt einem GT könnte aus Ronin auch ein viersitziges Cabrio werden – ein Markt, der gerade zunehmend verwaist und elektrisch praktisch (noch) gar nicht bedient wird. Extrem ungewöhnlich ist, dass der Ronin gar viertürig kommen könnte – der Akku als tragendes Element hilft hier in der Bodengruppe beim Aussteifen.

Auch bei er Reichweite will Fisker nochmal nachlegen: 600 Meilen gibt Fisker selbstbewusst an, das wären umgerechnet rund 966 Kilometer, von denen real 650 bis 700 übrig bleiben könnten. Bisher ist der Lucid Air das Serienauto mit der größten Reichweite, der nach der strengen US-EPA bis zu 837 km schaffen soll, was real rund 600 Kilometer bedeuten dürfte.

Angetrieben wird das Elektro-Cabrio durch drei E-Motoren – was Allradantrieb bedeutet. Von 0 auf 96 km/h (dem US-Sprint) sollen rund zwei Sekunden vergehen – nach US-Standard mit fliegendem Start – was rund 2,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h bedeutet – klar, eine drei darf bei künftigen E-Sportwagen nicht mehr vorn anstehen…

Und nachdem der „Pear“ den günstigen Einstieg bilden soll, gab Fisker beim Ronin den Auftrag, die fortschrittlichsten und leichtesten Materialien zu nutzen und große Priorität auf Reichweite, Leistung und das gesamte Fahrerlebnis zu geben. Dazu gehört eine ausgeklügelte aktive Aerodynamik und ein innovatives Batteriedesign samt tragender Funktion – die eben ein viertüriges Cabrio ermöglichen würde.

Auch über Preise darf schon gemutmaßt werden: Sie sollen bei knapp unter 200.000 US-Dollar starten, das umgerechnet je nach Kurs gut 190.000 Euro. Damit läge der Ronin über seinen US-Konkurrenten: Für das Model S Plaid ruft Tesla in den USA rund 140.000 Dollar auf, der bereits ausverkaufte Lucid Air in der Dream Edition kostete 169.000 Dollar. Vorgestellt werden soll das Cabrio im August 2023. Ronin ist übrigens wie beim Pear nur der Projektname, das Serienauto könnte auch anders heißen.

Was bedeutet das?

Fisker hat noch nicht mal den Ocean in Produktion und kündigt bereits das dritte Modell an. Während der Ocean in Sachen Package auf den Massenmarkt zielt, wäre ein viertüriges GT-Cabrio eine sehr exklusive Nische – womit Fisker hier wie beim Pear bewusst auf Risiko geht. Doch zuvor sollte der Ocean in Produktion gehen und der Pear real werden…

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