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Fisker erweitert Angebot um Alaska und Ronin

In Huntington Beach, Kalifornien, hat Fisker seine Vision einer nachhaltigen, rein elektrischen Fahrzeugpalette bis 2026 vorgestellt. Neu waren der Pickup Alaska und das viertürige Cabrio Ronin.

Aus einem wurden vier: Fisker stellt seine Palette bis 2026 vor. | Foto: Fisker
Aus einem wurden vier: Fisker stellt seine Palette bis 2026 vor. | Foto: Fisker
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Gregor Soller

Obwohl der „Ocean“ nicht ganz so schnell hochläuft, wie Fisker geplant hat, legt das Unternehmen schon wieder nach. Denn warten und Stillstand ist eher keine Charaktereigenschaft des gebürtigen Dänen Henrik Fisker. Weshalb er gleich noch den Pear und den Ocean mit Force E-Geländewagenpaket dazustellte.

Fisker braucht Superlative – aktuell plant er, der „nachhaltigste Automobilhersteller der Welt zu werden“. Dabei soll die zentrale Softwareplattform Fisker Blade helfen, welche die Basis für alle Modelle sein wird. Der in Manhattan Beach ansässige Autohersteller präsentierte neben den vier Fahrzeugen seine Technologie- und Nachhaltigkeitsvisionen vor einem Publikum aus Investoren, Analysten, Mitarbeitern und Medienvertretern.

Chairman und CEO Henrik leitete die Enthüllung des Fisker Ocean SUV mit Force-E Offroad-Paket, des viertürigen Grand-Touring-Cabrios Fisker Ronin mit über 1.000 PS, des nachhaltigen Stadtautos Fisker Pear und des vollelektrischen Pickups Fisker Alaska. Im Gegensatz zu den eher bescheidenen Worten und hintergründigen Informationen, die Henrik Fisker einem unter vier Augen gibt, wählt er auf der Bühne eher große Worte:

„Wir möchten, dass die Welt weiß, dass wir große Pläne haben und beabsichtigen, in verschiedene Segmente vorzudringen und jedes mit unserer einzigartigen Mischung aus Design, Innovation und Nachhaltigkeit neu zu definieren.“

Fisker kam gerade aus Österreich zurück, wo die Fahrveranstaltung des Ocean für Europa stattfand – ab November 2023 soll das Elektro-SIV geliefert werden.

Zusätzlich zu den Fahrzeugen, die auf der Bühne gezeigt wurden, erläuterte das Unternehmen seinen Fisker Blade-Computer, eine zentrale Computerplattform, die die Komplexität künftiger Fahrzeuge erheblich reduzieren wird. Fisker gab auch einen Überblick über seine Ziele im Bereich Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG), mit denen das Unternehmen zum nachhaltigsten Automobilhersteller der Welt werden will. Er erklärte:

„Innovation und Nachhaltigkeit sind zusammen mit dem Design unsere drei Markenwerte."

Und er macht Druck in Sachen Klimaneutralität:

„Bis 2027 wollen wir das erste klimaneutrale Fahrzeug der Welt produzieren, und da unsere Kunden ihre Beziehung zur Mobilität neu erfinden, wollen wir führend im Bereich softwaredefinierter Transport sein."

Nach Abschluss der Veranstaltung in Huntington Beach eröffnete Fisker Reservierungen für den Fisker Ronin (2.000 Dollar für die erste Reservierung, 1.000 Dollar voll erstattungsfähig für die zweite) und den Fisker Alaska (250 Dollar für die erste Reservierung, 100 Dollar voll erstattungsfähig für die zweite).

Der Ronin: Das erste elektrische viertürige Cabrio der Welt

Der Fisker Ronin ist der erste vollelektrische viertürige Cabrio-GT-Sportwagen der Welt. Ein echter fünfsitziger GT mit einem Hardtop-Cabrio aus Karbonfaser, vier Schmetterlingstüren, einem luxuriösen Hightech-Innenraum und einem Außendesign, das wieder eher an Fiskers schelgende Rundungen anknüpft, die er bei BMW, Aston Martin oder dem Karma pflegte. Die reichweite wird mit über 600 Meilen angegeben, drei E-Maschinen sollen im Maximum über 1.000 PS und eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in etwa 2,0 Sekunden ermöglichen.

Den Ronin definiert Fisker als Schaufenster der Fisker-Technik, des Antriebsstrangs und der Software-Fähigkeiten. Er soll nur in begrenzter Stückzahl gebaut werden und kostet in den USA happige 385.000 Dollar vor Steuern und Abzügen.

Der Pear: Kleiner Revolutionär

Am anderen Ende der Palette steht der Fisker Pear (Personal Electric Automotive Revolution). Er ist Fiskers Vision eines nachhaltigen Elektroautos als vernetztes Mobilitätsgerät, ein kategorieübergreifendes Lifestyle-Fahrzeug, das auf der SLV-1-Plattform von Fisker aufgebaut ist. Er wird nach dem intern „Steel++“ genannten-Entwicklungsprozess von Fisker gebaut, wodurch 35 % weniger Teile verwendet werden als bei anderen Elektrofahrzeugen seiner Klasse. Er soll über eine hochgradig vernetzte und revolutionäre elektrotechnische Architektur verfügen und als Erster die zentrale Computerplattform Fisker Blade nutzen.

Dazu kommen ein Houdini Trunk (eine versteckte Heckklappe) und ein vorderes Staufach namens Froot („vorderer Kofferraum"). Beides soll Beladen beim Parken in der Stadt vereinfachen. Die kompakte Karosserielänge (rund 4,4 Meter) soll genug Platz für einen geräumigen und modularen Innenraum mit bis zu sechs Sitzplätzen bieten. Das futuristische Design umfasst eine extrem breite, umlaufende Windschutzscheibe, ein markantes Außendesign und eine schlanke LED-Beleuchtung. - Der PEAR soll die Zukunft der sauberen und erschwinglichen Mobilität für einen globalen Massenmarkt darstellen. Er ist in vier Ausstattungsvarianten zu Preisen ab 29.900 US-Dollar erhältlich und soll Mitte 2025 auf den Markt kommen. Er könnte tatsächlich eine kleine Revolution anzetteln.

Der Pickup Alaska basiert auf einer erweiterten Adaption der Plattform des Fisker Ocean, dem FT31, und ist sowohl ein sportliches Alltagsfahrzeug als auch ein hochflexibler Nutzfahrzeug-Pickup. Er ist für verschiedene Ladekonfigurationen ausgelegt, einschließlich einer Ladefläche, die von 1,37 Meter auf knapp 2,29 Meter bis auf 2,8 Meter Länge erweitert werden kann. Auch hier kommt eine Houdini genannte Trennwand zum Einsatz, welche Ladefläche und Kabine verbindet. Diese Technik gab es schon mal bei GM.

Aussagen in diesem Video müssen nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen.

Der Alaska soll zudem der leichteste EV-Pickup-Truck der Welt sein und 370 bis 547 Kilometer Reichweite bieten, real wären das knapp 300 bis gut 400 Kilometer. Nachdem er auf dem Ocean aufbaut, soll er bereits ab 2025 lieferbar sein – in den USA ab 45.400 Dollar vor Steuern und Förderungen.

Und mit dem Offroad-Paket Force E soll der Ocean SUV geländetauglicher werden. Erhältlich ist es für die allradgetriebenen Ausstattungen Ultra und Extreme. Man kann es sowohl beim Kauf des Fahrzeugs ordern als auch als Nachrüstungspaket. Es beinhaltet 33-Zoll-Reifen auf 20-Zoll-Felgen, höhere Bodenfreiheit, spezielle Dämpfer, einen Dachträger, vordere und hintere Unterfahrschutzplatten sowie eine Unterbodenplatte für höhere Widerstandsfähigkeit. - Das Paket wird voraussichtlich im 1. Quartal 2024 erhältlich sein, die Preise werden noch bekannt gegeben.

Was bedeutet das?

Fisker bleibt unter Strom: Man darf gespannt sein, wie sich die Marke entwickelt und wann Fisker dann auf den geplanten vier Beinen steht. Wo die Modelle montiert werden und wie die Pläne für Europa sind, wurde noch nicht kommuniziert. 

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