Fiat Tipo: Künftig auch als CUV?

In Schweden wurden erste Prototypen eines möglichen Fiat-Tipo-Nachfolgers gesichtet, die vor allem durch ihre Hochbeinigkeit auffielen.

Der Fiat-Prototyp weist klassische Tipo-Proportionen auf, liegt aber höher als die aktuellen Modelle. | Foto: Carpix
Der Fiat-Prototyp weist klassische Tipo-Proportionen auf, liegt aber höher als die aktuellen Modelle. | Foto: Carpix
Gregor Soller

Mittelklasse und Kompakte geraten im Wortsinn immer mehr „unter die Räder“ der hoch bauenden SUV – und CUV – Letztere sind sozusagen flacher bauende Sport Utility Vehicles, gern auch „Crossover-Utility Vehicles“ genannt. Dahin entwickelt Fiat den Tipo gerade eben als „Cross“-Version, die dezent höher gelegt neue Kunden generieren soll. Ebenso verfuhr Citroen mit dem neuen C4 und so wird auch Ford mit dem Mondeo-Nachfolger planen. Deshalb wundert es nicht, dass ein möglicher Fiat-Tipo-Nachfolger ebenfalls nach höherem strebt.

Darüber hinaus wird es auch Zeit, den Nachfolger anzuplanen, denn die aktuelle Version ist seit November 2015 in Produktion und erhielt erst kürzlich ein Facelift, braucht also in absehbarer Zeit einen Nachfolger. Der dürfte abermals eher im preisgünstigen Segment positioniert sein und noch auf einer FCA-Plattform stehen, denn der Zusammenschluss mit PSA ist noch zu neu, als dass Fiat auf die EMP2-Basis zurückgreifen hätte können, auf der der neue Opel Astra und Peugeot 308 stehen werden. Und nachdem Fiat mit dem Tipo auch immer südosteuropäische Märkte wie das Herstellungsland Türkei im Fokus hat, dürfte auch der künftige Tipo eher die rustikale und günstige Alternative im Kompaktsegment werden.

Beim Infotainment erwarten wir die Umstellung auf das dann neueste Uconnect-System, antriebsseitig mindestens die Umstellung auf die neuen mildhybridisierten Dreizylinder, die in Panda und 500 Premiere feierten und in dem Zug auch schon für größere FCA-Modelle angekündigt wurden.

Abzuwarten bleibt, ob sich Fiat auch zu einem Plug-in oder gar rein elektrischen Tipo durchringen kann, der auf jeden Fall in Nord- und Zentraleuropa Kunden ködern könnte. Der neue Tipo dürfte aller Voraussicht nach spätestens 2023 das aktuelle Modell ablösen.

Was bedeutet das?

Der Tipo gehört zu den Säulen des Fiat-Programms, das sich aktuell in die stylischen und höherpreisigen 500er-Modellreihen und die preiswerten Panda- und Tipo-Modelle teilt. Beide Zweige sollen eitergeführt werden und der aktuelle Tipo ist europaweit betrachtet, ein Erfolg und eine wichtige Säule im Fiat-Programm. Deshalb wird es auch höchste Zeit für einen Nachfolger, der sich Richtung CUV entwickeln könnte. man darf gespannt sein, wie Fiat hier die Elektrifizierung vorantreibt.  

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