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FCA möchte mit Renault-Nissan fusionieren

Um die Zukunft von FCA ranken sich seit langem Übernahmegerüchte. Jetzt schlägt der Autokonzern nach übereinstimmenden Medienberichten selbst eine Fusion mit Renault vor.

Italienischer Lichtblick: Im FCA-Werk Melfi wurde kürzlich der 500.000ste Fiat 500 X produziert. | Foto: Fiat
Italienischer Lichtblick: Im FCA-Werk Melfi wurde kürzlich der 500.000ste Fiat 500 X produziert. | Foto: Fiat
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Gregor Soller

Für FCA werden Modellpalette und die Luft immer dünner: 2018 hat sich Jeep als stärkste Konzernmarke etablier, während man bei Chrysler, Dodge und Fiat vergeblich nach neuen Modellen sucht. Auch die Elektrifizierung wurde von Ex-CEO Marchionne (zu) lange blockiert. Mit einer Fusion entstünde einer der größten Autokonzerne der Welt.

Fiat Chrysler schlägt dabei eine Fusion zu gleichen Teilen der Unternehmen vor. Renault bestätigte mittlerweile, den Vorschlag bekommen zu haben. Der Verwaltungsrat des französischen Autoherstellers werde die Offerte beraten. „Der vorgeschlagene Zusammenschluss würde einen globalen Autohersteller schaffen, herausragend in Bezug auf Umsatz, Volumen, Rentabilität und Technologie sowie von Vorteil für die Anteilseigner der Unternehmen“, erklärte FCA. Es habe bereits Gespräche zwischen beiden Unternehmen gegeben, um Produkte und Regionen für eine Zusammenarbeit zu identifizieren.

Die Allianz aus Renault, Nissan und Mitsubishi verkaufte im vergangenen Jahr 10,76 Millionen Fahrzeuge. Mit FCA kämen die Hersteller auf mehr als 15 Millionen Einheiten. Der Haken daran: Renault strebt erneut eine echte Fusion mit Nissan an, doch Nissan-Chef Hiroto Saikawa erklärte dazu erst kürzlich, dass man einen kompletten Zusammenschluss für unnötig halte. Ein Grund dafür mag auch sein, das hinter Renault der französische Staat steht und der hat bei Renault ein wichtiges Wort mitzureden, denn er hält 15 Prozent der Anteile. Weitere 15 Prozent hält Nissan, während Renault 43,4 Prozent an Nissan hält. Die Allianz Renault-Nissan-Mitsubishi hat Ex-CEO Carlos Ghosn eingefädelt. Ihm war ein Verstoß gegen Börsenauflagen in Japan vorgeworfen worden, weshalb er verhaftet und als CEO abgesetzt wurde.

Was bedeutet das?

International gesehen ist Nissan die einzige Marke, die weltweit in allen Märkten präsent ist. Deshalb geben sich die Japaner gelassen. FCA hat Stärken in den USA, Südamerika und in Italien, Renault vor allem in Europa und Nordafrika. Die Frage ist, ob sich genug Synergien für alle Marken finden lassen und ob hier schiere Größe hilft, zu überleben. Wenn Renault die Avanchen von FCA zurückweist, wäre das nicht unbedingt günstig für den Konzern, denn auch in China hegt kein großer Hersteller Übernahmegelüste – obwohl man damit sofort einen Fuß in den USA, Südamerika und Europa hätte.

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