FCA geht den nächsten Schritt in Sachen E-Mobilität

FCA hat mit der ENGIE-Gruppe (einschließlich EVBox) eine Vereinbarung über neue eMobility-Lösungen in 14 europäischen Ländern unterzeichnet.

Mit ENGIE will FCA das Ladenetz und den Ladeservice aufbauen. | Foto: FCA
Mit ENGIE will FCA das Ladenetz und den Ladeservice aufbauen. | Foto: FCA
Gregor Soller

Auch FCA integriert jetzt Ladelösungen in sein künftiges Portfolio und arbeitet hier mit ENGIE zusammen. ENGIE wird Ladelösungen sowohl für Händler als auch für Kunden liefern. Dabei plant ENGIE, sein Know-how direkt und über seine Tochtergesellschaften ENGIE Eps (Electro Power Systems), einen Technologiepionier für Energiespeicherlösungen, und EVBox, einen weltweit führenden Hersteller von Ladestationen für Elektrofahrzeuge, einzubringen.

EVBox wird Ladestationen für die Händler und Kunden liefern und die erforderliche Online-Plattform einrichten, um ihre wachsende Ladeinfrastruktur in den meisten europäischen Märkten zu verwalten. Gemeinsam will man die komplette Installation und Wartung der Ladestationen für rund 2.800 Händler durchführen. Dazu kommen die Wallboxen für den Endverbraucher, während im öffentlichen Raum eine eigene App für die einfache Lokalisierung, Buchung, Nutzung und Bezahlung entwickelt wird. Darüber hinaus wird ENGIE auch die Software und Infrastruktur für das Management des wachsenden Ladennetzes von FCA bereitstellen, so dass der Automobilkonzern seinen Kunden, die sich in Richtung Elektromobilität bewegen, umfassende Dienstleistungen anbieten kann.

Die Partnerschaft umfasst die Aktivitäten in Österreich, Belgien, der Tschechischen Republik, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Ungarn, den Niederlanden, Polen, der Slowakei, Schweden, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich.

Neben den neuen Elektro-Kompaktwagen (500 und Panda, die beide auf der neuen Plattform stehen dürften, die mit der Studie „Centoventi“ gezeigt wurde, rollt FCA diverse Jeep-Modelle als PHEV aus und kündigte den Ducato ab 2020 als Stromer an. Zum Start plant Fiat Professional mit dem Ducato Electric zunächst aber Pilotprojekte mit Großkunden, mit denen die spezifischen Bedürfnisse gemeinsam erarbeitet werden sollen. Deshalb nennt Fiat Professional noch keine technische Daten und Preise.

Was bedeutet das?

Nachdem Sergio Marchionne die Elektromobilität einst vehement blockiert hat, muss der Konzern jetzt ein Aufholrennen fahren und startet dafür an den Kernpunkten des Portfolios – und integriert dazu den passenden Service.

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