Fast komplett: GM fertigt Corvette mit 3D-Drucker

Mittlerweile werden auch in der Autoindustrie immer mehr Teile per additiver Fertigung hergestellt. General Motors (GM) beschäftigt sich schon länger mit der Technologie und hat jetzt den Prototyp der 2020er Corvette zu 75 Prozent mit Komponenten aus dem 3D-Drucker gefertigt.

Nicht genau dieses Modell, aber den neuen 2020 Chevrolet Corvette Stingray hat GM zu 75 Prozent mit additiver Fertigung hergestellt. Foto: Sebastian Thne | Pixabay.
Nicht genau dieses Modell, aber den neuen 2020 Chevrolet Corvette Stingray hat GM zu 75 Prozent mit additiver Fertigung hergestellt. Foto: Sebastian Thne | Pixabay.
Redaktion (allg.)
von Claudia Leistritz

Zu den per 3D-Druck hergestellten Autoteilen gehören in der Industrie zunehmend nicht nur Ausstattungskomponenten, sondern auch fahrtechnische Bestandteile. Wir carbuzz.com berichtet, hat GM nun den Prototyp des 2020 Chevrolet Corvette Stingray zu 75 Prozent mit Teilen gefertigt, die aus dem 3D-Drucker kamen.

Einen weiteren Grund für den Einsatz der Technologie neben der Zeiteinsparung stellte laut Bericht für die Entwickler auch die Kontrolle über die Passgenauigkeit der Komponenten dar. Neue Prototypen seien damit viel leichter herzustellen als mit herkömmlichen Methoden. Ein Vorteil, der es Designern und Herstellern leicht macht, auf Änderungen schnell zu reagieren.

So würde beispielsweise auch rasch eine Umstellung der Technik auf die für englische und australische Märkte relevante, rechtsseitige Lenkung möglich. Besonders hilfreich sei die Technologie bei der Entwicklung des faltbaren Hardtops gewesen. So hätte man wegen der schnellen Fertigungsweise schon sehr früh im Entwicklungsprozess die Öffnungs- und Schließfunktion des Daches anpassen können.

„Wir können die Fertigung eines Prototypen in einer Woche etwa fünf Mal wiederholen, um das richtige Design festzulegen“,

so Kevin Quinn, Director of additive design and manufacturing bei General Motors. Auch könne mit Additiver Fertigung sichergestellt werden, dass beispielsweise die Sensoren in Fahrzeugen mit Assistenzfunktionen korrekt eingestellt sind und beim Training der Roboter zur Fertigung der Fahrzeugteile helfen. Anhand einiger gedruckter Prototypen könnten diese die Komponenten richtig beurteilen und die entspechenden Einstellungen vornehmen.

Wie 3d-grenzenlos berichtet, haben GM und Autodesk ihre Zusammenarbeit auf dem Gebiet der additiven Fertigung 2018 kommuniziert, um bevorzugt an leichteren und kostengünstigeren Autoteilen für Fahrzeuge mit alternativen Kraftstoffen zu arbeiten. Aber für GM stellt das erst den Anfang von neuen Möglichkeiten dar.

In Zukunft will der US-amerikanische Konzern laut Bericht daran arbeiten, dass sich Fahrzeughalter ihrer Autos per App Daten zum Ausdruck von Teilen zu Hause downloaden können, um sich zum Beispiel einen neuen Heckspoiler fertigen zu lassen. Dazu braucht man dann nur das passende Equipment.

Was bedeutet das?

Gerade an Ersatz- und Tuningteilen gibt es in den USA selten Mangel. Diese "Vollversorgung" über Jahrzehnte erhält mit dem 3D-Druck zusätzliches Potenzial.

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