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Faraday Future kämpft weiter

Nur wenige Start-ups müssen so ums Überleben kämpfen wie Faraday Future: Eine neue Brückenfinanzierung über 225 Millionen Dollar sollen den Serienstart ermöglichen.

Schritt für Schritt kämpft sich Faraday Future über einzelne Finanzierungsrunden zur Serie. | Foto: Faraday Future
Schritt für Schritt kämpft sich Faraday Future über einzelne Finanzierungsrunden zur Serie. | Foto: Faraday Future
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Gregor Soller

Faraday Future kämpft sich weiter in Richtung Serie: Diesmal springt die US-Handelsbank Birch Lake Associates mit 225 Millionen Dollar ein. Damit soll die Entwicklung des Elektro-SUV FF 91 finalisiert werden und die Serienproduktion vorbereitet werden. Außerdem möchte Faraday damit wenigstens teilweise seine Schulden bei den Zulieferern begleichen – und sich damit abermals Vertrauen bei den Zulieferern aufzubauen. Trotzdem braucht Faraday mehr Geld. Und das soll mit dem US-Finanzdienstleister Stifel Nicolaus & Co. kommen: Mit diesem plant Faraday Future ein Eigenkapital-Beschaffungsprogramm, das bis zu 1,25 Milliarden Dollar bringen soll. Der FF 91 kann bereits bestellt werden, die Auslieferung der ersten Modelle wurde zuletzt für Mitte 2019 terminiert. Außerdem plant auch Faraday Future ein kostengünstigeres Modell, denn Der FF 81.

Bereits im März hatte investierte die chinesische Spielefirma The9 600 Millionen Dollar. In einem Joint Venture wollen beide Unternehmen unter anderem das luxuriöse Elektro-Shuttle V9 weiterentwickeln. Es soll mit viel Platz, Konnektivität und künstlicher Intelligenz in China punkten und produziert werden.

Was bedeutet das?

Die Zeit der ganz großen Mobilitäts-Start-ups scheint schon wieder vorbei zu sein, zumal auch der chinesische Staat keine Lust hat, das Thema Elektromobilität immer und in alle Ewigkeit zu unterstützen. Entsprechend müssen private Geldquellen angezapft werden – bei einem Konzern wie Faraday Future, der in China und den USA entstand, dann eben von Geldgebern aus beiden Nationen. Insofern können die solide finanzierten etablierten Fahrzeughersteller durchatmen: Denn selbst Tesla kämpft, trotz mittlerweile passabler Stückzahlen, immer wieder um die nächste Finanzierungsrunde. Bis den Platzhirschen Audi, BMW und Daimler hier auch in Europa echte Gefahr droht, müssen noch viele Finanzierungsrunden der Start-ups klappen!

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