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Fährt teilautonom: Der neue Audi A8

Der Audi A8 wurde als erstes Serienauto der Welt für hochautomatisiertes Fahren entwickelt.
Optisch spricht Audi beim neuen A8 zwar von einer "Revolution", doch die findet eher im Technikbereich statt. Sprich: der A8 kann da, wo es langweilt, autonom fahren. | Foto: Audi
Optisch spricht Audi beim neuen A8 zwar von einer "Revolution", doch die findet eher im Technikbereich statt. Sprich: der A8 kann da, wo es langweilt, autonom fahren. | Foto: Audi
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Gregor Soller

Mit dem neuen A8 will Audi wieder Maßstäbe setzen. Ab 2018 bringt Audi pilotierte Fahrfunktionen wie Parkpilot, Garagenpilot und Staupilot sukzessive in Serie. Doch schon die Begrüßung des Fahrers macht der A8 zum Spektakel: Die Leuchten empfangen und verabschieden den Fahrer mit Lichtanimationen.

Innen erwartet den Kunden eine Instrumententafel, die weitgehend ohne Tasten und Schalter auskommt. Zentrum ist ein 10,1-Zoll-Touch-Display, das sich durch die „Black-Panel-Optik“ vor dem Start nahezu unsichtbar in die schwarz-hochglänzende Blende einfügt. Die Benutzeroberfläche erscheint, sobald sich das Auto öffnet. Auf dem großen Display steuert der Fahrer das Infotainment per Fingerdruck. Ein zweites Touch-Display auf der Konsole steuert die Klimatisierung und Komfortfunktionen und bietet die Möglichkeit zur Texteingabe. Löst der Fahrer im oberen oder unteren Display eine Funktion aus, hört und spürt er einen Klick als Bestätigung. Die Bedientaster in Glasoptik reagieren in gleicher Weise. Mit der Kombination aus akustischem und haptischem Feedback sowie der Anwendung gängiger Touch-Gesten, wie beispielsweise dem Wischen, soll sich das neue MMI touch response sicher, intuitiv und schnell bedienen lassen. Das Angebot von Audi connect umfasst mit Verkehrszeichen- und Gefahreninformation auch innovative Car-to-X-Dienste, die die Schwarmintelligenz der Audi-Flotte nutzen. Ebenfalls neu ist die Navigation: Sie lernt selbst auf Basis der zuvor gefahrenen Strecken. Somit erhält der Fahrer intelligente Suchvorschläge. Zudem integriert die Karte hochdetaillierte 3D-Modelle von europäischen Großstädten.

Im Vergleich zum Vorgängermodell hat er bei beiden Karosserievarianten in der Länge leider wieder deutlich zugelegt: 5,17 Meter misst die Normalversion, 5,30 Meter der A8L. Der nobelste Platz im neuen A8L liegt hinten rechts – dort befindet sich der optionale Ruhesitz mit verschiedenen Einstellmöglichkeiten und der Fußablage. Auf diesem Platz kann der Passagier seine Fußsohlen am Rücken des Beifahrersitzes in mehreren Stufen wärmen und massieren lassen. Den wahren Vorsprung durch Technik möchte Audi jedoch beim hochautomatisierten Fahren bieten: Der Audi AI Staupilot kann auf Autobahnen und Bundesstraßen mit baulicher Trennung im zähfließenden Verkehr bis 60 km/h die Fahraufgabe übernehmen. Zum Aktivieren des Systems dient die AI-Taste auf der Mittelkonsole. Der Staupilot managt Anfahren, Beschleunigen, Lenken und Bremsen. Der Fahrer muss das Auto nicht mehr permanent überwachen. Er kann die Hände dauerhaft vom Lenkrad nehmen und sich abhängig von den geltenden Landesvorschriften einer Beschäftigung widmen, die vom Auto unterstützt wird, etwa das Onboard-TV verfolgen. Sobald das System an seine Grenzen stößt, fordert es den Fahrer auf, die Fahraufgabe wieder selbst zu übernehmen. Der Audi AI Remote Parkpilot und der Audi AI Remote Garagenpilot steuern den A8 selbsttätig unter Überwachung des Fahrers in eine Parklücke beziehungsweise Garage und wieder heraus. Dabei muss der Fahrer nicht im Auto sitzen. Er startet das jeweilige System über sein Smartphone mit der neuen myAudi App. Zum Überwachen des Parkvorgangs hält er den Audi AI Button permanent gedrückt und sieht auf seinem Display eine Live-Anzeige der Umgebungskameras des Autos. Die Einführung des Audi AI Staupilot erfordert für jeden einzelnen Markt neben der Klarheit über die gesetzlichen Rahmenbedingungen eine landesspezifische Applikation und Erprobung des Systems. Darüber hinaus sind weltweit unterschiedliche Zulassungsverfahren und ihre entsprechenden Fristen zu beachten. Aus diesen Gründen wird Audi den Staupilot im neuen A8 Schritt für Schritt in Serie bringen.

Aber auch beim Fahrwerk wurde nachgelegt: Die Dynamik-Allradlenkung soll direktes, sportliches Lenken mit Stabilität vereinen: Die Lenkübersetzung an der Vorderachse variiert je nach Geschwindigkeit, die Hinterräder schlagen abhängig vom Tempobereich um einige Grad gegen- oder gleichsinnig ein. Noch dynamischer und präziser wird das Handling mit dem Sportdifferenzial. Es verteilt die Antriebsmomente aktiv zwischen den Hinterrädern und ergänzt auf diese Weise den permanenten Allradantrieb quattro, der im neuen A8 zum Serienumfang gehört. Beim Audi AI Aktivfahrwerk handelt es sich um ein vollaktives Federungssystem. Je nach Fahrerwunsch und Fahrsituation kann es jedes Rad separat über elektrische Aktoren nach oben ziehen oder nach unten drücken. In Kombination mit pre sense 360° hebt sich das Auto blitzschnell an, wenn eine seitliche Kollision droht und reduziert so mögliche Unfallfolgen für die Insassen. Auch die Luftfederung wurde weiterentwickelt. Die benötigte Energie bezieht dieses Fahrwerkssystem aus einem 48-Volt-Bordnetz. Audi setzt es im A8 bei allen Modellvarianten erstmals als Hauptbordnetz ein.

Sanft hybridisiert werden alle Motoren: Alle fünf Aggregate arbeiten mit einem Riemen-Starter-Generator (RSG) zusammen, der das Herz des 48-Volt-Bordnetzes ist. Diese Mild-Hybrid-Technologie (MHEV, mild hybrid electric vehicle) ermöglicht das Segeln mit ausgeschaltetem Motor samt komfortablem Wiederstart. Zudem verfügt sie über eine erweiterte Start-Stopp-Funktion und eine hohe Rekuperationsleistung bis 12 kW. In Summe senken diese Maßnahmen den Verbrauch weiter – um bis zu 0,7 Liter pro 100 Kilometer im realen Fahrbetrieb. Der A8 startet mit zwei weiterentwickelten3,0-Liter V6-Turbomotoren auf den deutschen Markt, als 3.0 TDI und 3.0 TFSI, die 210 kW (286 PS) respektive 250 kW (340 PS) leisten. Es folgen zwei Vier-Liter-V8, ebenfalls als TDI mit 320 kW (435 PS) und TFSI mit 338 kW (460 PS). Die Top-Motorisierung wird wieder der W12 mit 6,0 Liter Hubraum sein. Ebenfalls noch auf der Warteliste steht der A8 L e-tron quattro mit Plug-in-Hybridantrieb: Sein 3.0 TFSI und die starke E-Maschine kommen auf 330 kW (449 PS) Systemleistung und 700 Newtonmeter Systemdrehmoment. Die Lithium-Ionen-Batterie speichert Strom für etwa 50 Kilometer elektrisches Fahren. Optional lässt sie sich per Audi Wireless Charging laden: Eine Bodenplatte in der heimischen Garage überträgt den Strom mit 3,6 kW Leistung induktiv an eine Empfängerspule im Auto. A8 und der A8 L werden im einstigen NSU-Standort Neckarsulm gebaut und starten im Spätherbst 2017 auf dem deutschen Markt. Der Grundpreis für den A8 beträgt 84.034 Euro netto, der A8 L startet bei 79.076 Euro netto.

Was haben die Kunden davon?

Einen erstarkte Alternative im Luxussegment, mit der Audi einen größeren Schritt geht als beim Vorgänger.

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