Facturee startet mit 365-Euro-Ticket für Mitarbeiter

Der Online-Fertiger Facturee gibt als erstes Berliner Unternehmen ein 365-Euro-Ticket an seine Mitarbeiter aus.

Facturee in Berlin bietet seinen Mitarbeitern jetzt 365-Euro-Tickets an. | Foto: Facturee
Facturee in Berlin bietet seinen Mitarbeitern jetzt 365-Euro-Tickets an. | Foto: Facturee
Gregor Soller

Facturee will einen modernen Mobilitäts­mix und den ÖPNV unterstützen. Beim 365-Euro-Ticket handelt es sich um eine Jahres-Zeitkarte im öffentlichen Per­sonennah­verkehr. Für umgerechnet einen Euro pro Tag berechtigt es Nutzer zum freien Fahren in einem definierten Bereich des ÖPNV. Berlins regierender Bürger­meister Michael Müller wirbt derzeit beim Bundesverkehrsministerium darum, Berlin an einem bundesweiten Modellprojekt zur Erprobung eines solchen Jahrestickets für Bus und Bahn zu beteiligen. Als Vorbild dient Wien, wo ein entsprechendes Jahresticket bereits seit 2012 ausgegeben wird. Das Jahresticket soll die Attraktivität des öffentlichen Personennahverkehrs für Arbeit­nehmer und -geber erhöhen. Arbeitgeberzuschüsse für Tickets der Berliner Verkehr­sbetriebe (BVG) sind seit Beginn des Jahres wieder steuerfrei und die BVG fördert diese zusätzlich. Der Online-Fertiger FACTUREE mit Sitz in Berlin subven­tioniert die Mitarbeiter-Tickets auf diesem Weg soweit, dass sie nur 1 Euro pro Tag (365,- Euro pro Jahr) kosten. Benjamin Schwab, Leitung Marke­ting & Sales der cwmk GmbH erklärt dazu:

„Die Mobilität der Zukunft sollte bezahlbar, stadtgerecht und klima­freundlich sein. Während Politiker und Experten noch diskutieren, realisieren wir die 365-Euro-Ticket-Idee bereits im Kleinen.“

Das Ticket gehört zur Gesamtstrategie des Unternehmens: Der Online-Fertiger Facturee ist das erste nach ISO 9001 zertifizierte Fertigungs­netzwerk für Dreh- und Frästeile und stellt Qualität und Nachhaltigkeit in den Fokus. Dazu sagt Schwab:

„Wir setzen nachhaltige Entwicklungen und Prozesse sowohl in Bezug auf unsere Leistungen als auch für unser Handeln als Unternehmen um. Beispielsweise kompensieren wir bereits seit 2018 sämtliche CO2-Emissionen, die beim Versand anfallen. Der klimaneutrale Versand ist ein weiterer Baustein unserer Nachhaltig­keitsstrategie, mit der wir einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der deutschen Wirtschaft und Gesell­schaft leisten möchten.“

Den Befürwortern des Tickets stehen laut Facturee durchaus auch kritische Stimmen gegenüber. Unter anderem werden hier wirtschaftliche Gesichtspunkte ins Feld geführt: Eine solche Initiative habe in Wien Bussen und Bahnen keine neuen Kunden ein­ge­bracht. Erfolgs­ver­sprechender seien der Ausbau der Verkehrs­infrastruktur sowie die Erhöhung der Parkgebühren.

Was bedeutet das?

Wie bei der Umsetzung der Prämie zur E-Mobilität hängt auch das 365-Euro-Ticket noch in finalen Entscheidungsschleifen. Darauf will Facturee nicht warten und geht stattdessen aktiv voran und möchte so auch andere Unter­nehmen moti­vieren.

 

 

 

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