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Expo Real 2019: Mobilität wird wichtiger – idealerweise ohne eigenes Auto

VISION mobility-Chefredakteur Gregor Soller moderierte auf der Expo Real zwei Paneldiskussionen und gewann dabei weitere spannende Erkenntnisse

Bei der ersten Diskussionsrunde waren Bühne und Saal voll besetzt: VISION-mobility-Chefredakteur Gregor Soller mit Maximilian Stark, CEO von e2GO, David Bitzl, Manager Business Developement&Strategy Siemens Mobility, Fabian Lenz, Leiter Innovation Goldbeck und Fabian Schütte, Bereichsleiter Innovationen in der Mobilität, Stadt München (v.l.) | Foto: Jessica Wiesenberger
Bei der ersten Diskussionsrunde waren Bühne und Saal voll besetzt: VISION-mobility-Chefredakteur Gregor Soller mit Maximilian Stark, CEO von e2GO, David Bitzl, Manager Business Developement&Strategy Siemens Mobility, Fabian Lenz, Leiter Innovation Goldbeck und Fabian Schütte, Bereichsleiter Innovationen in der Mobilität, Stadt München (v.l.) | Foto: Jessica Wiesenberger
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Gregor Soller

Auch die Immobilienbranche befindet sich im Wandel: Das zeigten ganz klar die Diskussionsrunden auf der Expo Real, der größten Fachmesse für Immobilien und Investitionen in Europa. Sie wird seit 1998 jährlich von der Messe München GmbH veranstaltet und hatte zuletzt gut 45.000 Teilnehmer.

Die Teilnehmer bei den beiden Diskussionsrunden brachten verschiedenste Hintergründe und Ideen mit. Nach der Keynote „Bedarfsorientierte Mobilität in der Stadt von morgen – wie digital müssen wir werden“ von Maximilian Stark, CEO der e.2GO GmbH in Aachen folgte das erste Panel: Urbane Mobilität neu denken: Die Rolle von autonomem Fahren in der Zukunft. Daran nahm neben Stark auch Fabian Lenz, Leiter Innovation der Goldbeck Group teil, der sehr konkret auf den Bau von Gewerbeimmobilien und insbesondere Parkhäusern einging, außerdem David Bitzl, Manager Business Development & Strategy der Siemens Mobility GmbH und Fabian Schütte, Bereichsleiter Innovation in der Mobilität von der Landeshauptstadt München.

Und schnell war der Konsens gefunden, dass man digitaler werden muss, doch das autonome Fahren sei noch ein weiter Weg: Denn allein das Sensorpaket für ein komplett autonomes Fahrzeug schlüge laut Starks Schätzungen aktuell mit einem niedrigen sechsstelligen Betrag zu Buche – und da reden wir schon von serienreifem Zustand. Unterstützen könnte ein Multilayer-System, das Siemens aus den erhobenen Daten und Verkehrsleitsystemen entwickelt, doch auch das kostet Geld. Und das ist laut Schütte immer knapp in den Kommunen – zudem stellt sich immer wieder die Haftungsfrage: Denn bei einem Unfall autonomer Fahrzeuge muss irgendjemand die Verantwortung tragen. Deutlich konkreter war da Fabian Lenz: Goldbeck hat mittlerweile über 1000 Parkhäuser jeglicher Ausstattung gebaut und kommt dem „autonomen Parkhaus“ schon recht nah, da vieles über die aktuell schon verbaute Parksensorik im Auto gesteuert werden kann. Künftig spielt man dem Auto dann noch eine Karte des Parkhauses auf und das Fahrzeug parkt allein. Hier laufen bereits erste Piloten.

Trotzdem ändert sich auch hier das Umfeld: Die meisten Parkhäuser entstehen auf Firmengeländen, während Lenz in der Innenstadt keine Pachtverträge mehr abschließen würde, die länger als zehn Jahre laufen, denn: Die Städte sollen autofrei werden, weshalb verstärkt Mobility-Hubs geplant und gebaut werden, welche die Park+Ride-Plätze ablösen sollen. Mit Malls oder Cafes sollen diese Hubs die Menschen zum Umsteigen bewegen. Doch bis es soweit ist, wird laut Schütte noch viel Wasser die Isar hinunterlaufen, denn der Mensch ist bequem und eine Stadt kann nicht von heute auf morgen umgeplant werden – doch der Startschuss genau dafür ist längst gefallen.

Was bedeutet das?

Mobilität von morgen wird Gesamtkonzepte umfassen und verstärkt auf digitale Lösungen setzen – und aus der Innenstadt dürfte unnötiger Individualverkehr weitgehend verbannt werden. Parkhäuser werden ihren Schrecken verlieren, denn autonomes Parken ist bereits heute schon weit gediehen.

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