Evum gewinnt weitere Investoren

Die Venture-Capital-Gesellschaft des Freistaats Bayern steigt mit zwölf Millionen Euro bei dem Start-up ein und will damit den Weg in die Serie ebnen. Weiterer Investor aus Baden-Württemberg.

Für Intra- und Extra-Logistik: Das aCar will sich als vielseitiges Allrad-Elektro-Nutzfahrzeug im Markt etablieren. | Foto: Evum Motors
Für Intra- und Extra-Logistik: Das aCar will sich als vielseitiges Allrad-Elektro-Nutzfahrzeug im Markt etablieren. | Foto: Evum Motors
Johannes Reichel

Das Münchener Start-up-Unternehmen Evum Motors hat weitere Investoren für sein leichtes E-Nutzfahrzeug aCar gewinnen können. Seit Anfang März hätten sich weitere Interessenten mit insgesamt zwölf Millionen Euro am neuartigen Leicht-Elektro-Transportkonzept beteiligt, verkündete der Anbieter. Die Summe werde man dazu nutzen, den Serienanlauf, Markteinstieg und Aufbau des Händler- und Servicenetzes in Deutschland voranzutreiben.

„Wir freuen uns sehr, dass ein weiterer institutioneller Investor aus Bayern den Wert unserer jungen Firma und unseres Fahrzeugkonzepts erkannt hat", erklärte Martin Šoltés, einer der beiden Gründer und Geschäftsführer der Evum Motors GmbH.

Neu eingestiegen ist der Investor Bayern Kapital, die als Venture Kapital-Gesellschaft des Freistaats jungen, innovativen Technologieunternehmen in Bayern Beteiligungsgelder zur Verfügung stellt. Seit Gründung im Jahr 1995 hat die Gesellschaft rund 330 Millionen Euro in rund 280 technologieorientierte Unternehmen aus verschiedensten Branchen investiert. Das Engagement beim E-Nutzfahrzeug-Start-up erfolgt zu gleichen Teilen aus dem Innovationsfonds EFRE sowie dem Wachstumsfonds Bayern.

„Das aCar von EVUM Motors deckt mit seinen individuellen Aufbauten eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten ab und leistet mit seinem emissionsfreien Elektroantrieb einen wertvollen Beitrag zur Dekarbonisierung des Transportverkehrs", begründet Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger das freistaatliche Engagement.

Im März dieses Jahres konnte Evum zudem ein mittelständisches Familienunternehmen aus Baden-Württemberg, das Antriebskomponenten für Fahrzeuge herstellt, als Lead-Investor der Series A gewinnen. Weitere Investoren wie Otto Spanner GmbH (Automobilzulieferer), die Glatthaar-Gruppe (Europäischer Marktführer für Bodenplatten und Keller) sowie die Franz Schabmüller Firmengruppe (Automobilzulieferer) seien schon seit 2018 am Unternehmen beteiligt.

Der junge Hersteller ging 2017 als Spin-off aus einem Forschungsprojektes der Technischen Universität München hervor aus der Grundidee, ein einfaches, robustes, vollelektrisches Nutzfahrzeug für Afrika und andere Schwellenländer zu bauen. Vorerst konzentriert es sich auf Deutschland und den europäischen Markt.

Printer Friendly, PDF & Email