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Eurobike 2023: Das Fahrrad als Verkehrswender

Mit einer positiven Bilanz des Veranstalters endet die zweite Ausgabe der neu gestarteten Messe in Frankfurt. Man sieht das Fahrrad als ultimatives Mittel, den Herausforderungen des Klimawandels und der Urbanisierung zu begegnen. Der HUSS-VERLAG war mit "Cargobike of the Year" Test Days präsent.

Mit dem Bike zur Eurobike: Die Radparkplätze waren gut besetzt, schon während der Fachbesuchertage und erst recht am Besucherwochenende. | Foto: Eurobike
Mit dem Bike zur Eurobike: Die Radparkplätze waren gut besetzt, schon während der Fachbesuchertage und erst recht am Besucherwochenende. | Foto: Eurobike
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Johannes Reichel

Alle Radwege führen nach Frankfurt: So sieht es zumindest der Veranstalter der Weltleitmesse für die Fahrradbranche nach der zweiten Ausgabe in der Mainmetropole. Man habe an den fünf Veranstaltungstagen die Position als Weltleitmesse für die Bike- und Future Mobility-Branche unterstrichen, so die Messe-Macher von fairnamic. Der Spitzenmarke von mehr als 1.900 ausstellenden Unternehmen folgte mit 34.750 Fachbesuchenden und 31.840 Konsumenten am Wochenende (2022: 33.780 Business Days und 27.370 Festival Days) auch besucherseitig wachsender Zuspruch, so die Bilanz. Der HUSS-VERLAG war mit den "Test Days" zu seinem Wettbewerb "International Cargobike of the Year" vor Ort mit dabei und setzte damit einen Akzent in Sachen gewerblicher Lastenradnutzung und seiner Potenziale. Das Finale und die Award-Verleihung findet dann auf der IAA MOBILITY im September statt. Die Eurobike habe widergespiegelt, mit welcher Dynamik die Mobilität auf zwei und mehr Rädern inzwischen unterwegs ist, meint Stefan Reisinger, Geschäftsführer des Veranstalters fairnamic GmbH.

„Die diesjährige Show knüpfte nahtlos an den Premierenerfolg im vergangenen Jahr an. Wir konnten quantitativ sowie qualitativ zulegen und haben ein großartiges Momentum. In Frankfurt wurde die Strahlkraft verbreitet, die die Branche aktuell benötigt. Damit wird die Eurobike Treiber der Verkehrswende und rückt das Fahrrad, E-Bike und die Leichtelektromobilität noch stärker in den Fokus.“

Auch die ausstellenden Unternehmen können nach fünf pulsierenden Messetagen ein positives Resümee ziehen. Bernhard Lange, geschäftsführender Gesellschafter der Paul Lange & Co. OHG erklärt stellvertretend, das gestiegene nationale und internationale Besucheraufkommen zeige, dass die Messe in ihrer neuen Heimat Frankfurt angekommen ist und ihren Status als Welt-Leitmesse der Fahrradbranche endgültig wiederhergestellt hat.

"Natürlich ist allen bewusst, dass noch herausfordernde Monate vor uns liegen. Doch mit der durchweg positiven, optimistischen und kämpferischen Stimmung, die überall spürbar war, sendet die Eurobike ein ganz wichtiges Signal. Denn Radfahren – das wurde in Frankfurt mehr als deutlich – ist als zentraler Kern moderner, nachhaltiger Mobilität nicht wegzudenken. Mittelfristig liegen großartige Zeiten vor uns", schwärmt Lange.

Aus insgesamt 122 Ländern kam das Publikum zur Messe Frankfurt und sorgte bis zum Veranstaltungsschluss am Sonntag auf 150 000 Quadratmetern Hallenfläche samt großem Außengelände für beste Stimmung. Hersteller von E-Bikes, Sport- und Alltagsrädern und neuen, nachhaltigen Mobilitätsformen waren ebenso auf der Eurobike vertreten wie Zubehöranbieter, Zulieferer, Dienstleistende oder Handelsorganisationen. Insgesamt wurde eine positive Aufbruchstimmung registriert, die auch stark in die Politik und globale Medienlandschaft strahlt. Beim begleitend zur Eurobike durchgeführten Nationalen Radverkehrskongress sagte Hessens Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen Tarek Al-Wazir:

„Besonders hat es mich gefreut, dass der Nationale Radverkehrskongress erstmals im Zusammenhang mit der Eurobike durchgeführt werden konnte. Das zeigt die wirtschaftliche Bedeutung des Radverkehrs und verstärkt den Austausch zwischen den unterschiedlichen Akteuren.“

In Frankfurt herrscht breiter Konsens: Die Menschheit steht mit Klimawandel, Digitalisierung, Urbanisierung und demographischem Wandel an einem Wendepunkt. Nur gemeinsam mit allen Playern der Rad- und Mobilitätsbranche kann es gelingen, diese großen Herausforderungen unserer Zeit zu meistern.

Die 31. Eurobike war mit rund 200 gemeldeten Weltpremieren und mehr als 300 Einreichungen für den Eurobike Award auch eine starke Neuheitenschau. Dass die Branche damit optimistisch in die neue Saison gehen kann, ist Heiko Müller, Gründer und Geschäftsführer von Riese & Müller, überzeugt:

„Der Markt sowie unsere Produkte und Innovationen sind definitiv bereit für die Zukunft und die Fahrradbranche besitzt so die Kraft, Mobilität zu verändern.“ Der Gang durch die Messehallen machte deutlich: Das E‑Bike ist und bleibt der sprichwörtliche Fortschrittsmotor. Hier werden künftig völlig neue Zielgruppen erschlossen.

Neben dem Fachpublikum mobilisierte die Begeisterung für das Radfahren am Wochenende mit den Eurobike Festival Days auch die Konsumenten zum Messebesuch. 31.840 Fahrradbegeisterte staunten hier über die Show-Performances mit Weltstars der Trial und BMX-Szene, fieberten beim Bembel-Crit Radrennen mit, testeten ausgiebig Bike-Neuheiten auf der Demo Area oder informierten sich in der Bike Travel Area über internationale Radreise-Angebote.

„Zwei Tage feierte die Branche mit allen Bike-Fans das Thema Fahrrad und Mikromobilität. Die Resonanz darauf ist sehr gut und wir konnten vielfältige Begeisterung entfachen, um künftig mehr Menschen auf das Rad zu bringen“, freut sich Eurobike-Projektleiter Dirk Heidrich.

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